Ranking für Kindergärtenbeiträge in der Zeitschrift ELTERN geht von falschen Voraussetzungen aus
"Wir halten nicht viel von Rankings, wenn Äpfel mit Birnen verglichen werden." Auf diese kurze Formel bringt Jugenddezernent Peter Vermeulen (Foto) das Abschneiden der Stadt Mülheim beim Kindergartenbeitrags-Ranking der Zeitschrift Eltern. "Die Ersteller der Studie haben nicht berücksichtigt, dass für die Berechung der Elternbeiträge in Mülheim das zu versteuernde Einkommen zugrunde gelegt wird," so Vermeulen. Hätten sie es getan, sie wären zu anderen Ergebnissen gekommen.
Die Summe der positiven Einkünfte, also die üblichen Bemessungsgrundlage in anderen Städten, kann bis zu 30% über der Vergleichsgröße in Mülheim an der Ruhr liegen. Korrigiert man die Ansätze, ändern sich die Ergebnisse:
Familie, 1Kind, Betreuung halbtags
25.000¤ Brutto bisher Platz 54, dann Platz 12
45.000¤ Brutto bisher Platz 80, dann Platz 3
80.000¤ Brutto bisher Platz 99, dann Platz 54
Familie, 2 Kinder, Betreuung halbtags
25.000¤ Brutto bisher Platz 64, dann Platz 22
45.000¤ Brutto bisher Platz 66, dann Platz 7
80.000¤ Brutto bisher Platz 89, dann Platz 40
Weitere Städte weisen daraufhin, dass die Berechnungs- und Vergleichsgrundlagen fragwürdig sind. "Uns erschließt sich auch nicht, wie es möglich ist, bei der Betrachtung von Elternbeiträgen für zwei Kinder in der Rankingtabelle (siehe fette Schrift) abzurutschen, obwohl in Mülheim an der Ruhr eine Geschwisterbefreiung gilt" fragt sich Vermeulen. "Damit dies möglich wird, müssten andere Städte für Geschwisterkinder Geld zahlen und so den Beitrag für ein Kind absenken. Logisch ist das nicht", sagt Vermeulen.
Bei einem tatsächlichen Fallvergleich würde Mülheim an der Ruhr im Ranking besonders bei den unteren und mittleren Einkommen einen sehr guten bis mittlern Platz einnehmen, stellt der Jugenddezernent fest.
Eines zeigt der Städtevergleich in jedem Fall, es gibt ganz unterschiedliche Beitragsmodelle und Belastungen in den Städten. Mülheim fällt mit seiner Beitragstabelle nicht aus dem Rahmen.
Da außerdem ab dem 1.8.2008 in allen nordrhein-westfälischen Städten wegen des neuen Kinder-Bildungs-Gesetzes (KiBiz) neue Beitragstabellen eingeführt werden müssen, dürfte sich nach den Entscheidungen im Rat der Stadt Mülheim im Städtevergleich noch weiter nach vorne schieben. Anders als in vielen anderen Städten werden in Mülheim die Beiträge nicht erhöht.
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Stand: 20.03.2008







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