Rathaus-Markt: Alle ziehen an einem Strang

Die Bemühungen, den Wochenmarkt für die Kunden zu attraktivieren und ihn als festen Bestandteil der Stadtstruktur zu manifestieren, sind gelungen. Das Ergebnis stellten alle Projektbeteiligten jetzt der Öffentlichkeit vor.

Alle Beteiligten zeigten sich mit dem Ergebnis der "Umstrukturierung" zufrieden: Stadt, MST und Marktverband fanden - mit der Unterstützung von PIA - eine einvernehmliche Lösung

Foto: Walter Schernstein

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld: "Alle Anstrengungen zu Verbesserungen erwiesen sich in der Vergangenheit als langwierig, frustrierend und leidvoll. Bei nur zwei Workshops konnte jetzt aber die unerquickliche Hängepartie überwunden werden." Das neue Marktkonzept löse mehrere Probleme gleichzeitig: Kunden und Brautpaare können den Rathausmarkt befahren und dort kurzzeitig parken. Die Marktstände wurden neu geordnet und rücken näher zusammen. Dadurch entsteht auch an "schwachen" Markttagen ein "kompaktes Bild" vor dem Rathaus. Ein Kernpunkt des Konzeptes ist die Einbeziehung der Paritätischen Initiative für Arbeit (PIA). Sie betreibt zukünftig den ehemaligen Kiosk, womit ein Brennpunkt entfällt, bewacht die geöffneten Toiletten in der Stadtbibliothek und kontrolliert die Parkplätze. Durch die Martkstation sollen zwei neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Kunden können künftig dort ihre Einkäufe stehen und sich durch den Lieferservice Shop & Go bringen lassen sowie einen neuen Paketdienst von PIA nutzen. Gemeinsam mit den Markthändlern strebt PIA-Geschäftsführer Frank Schellberg ein gastronomisches Angebot von frisch gepressten Säften bis zu gekochtem Gemüse an. Zunächst sollen am Kiosk Tische und Stühle aufgestellt und Erfrischungen angeboten werden. Alkohol ist hier allerdings tabu. Auch für einen Neuanstrich werden die Mitarbeiter von PIA sorgen. Mit einem großen viereckigen Logo, das schematisch Brot, Fisch, Blumen und Äpfel zeigt, will die Marktstation ein deutliches Signal setzen. Wenn an den Wochenenden auf dem Markt rund 30 Händler ihre Waren anbieten, werden sich die Stände bis auf den Löhberg in Richtung Innenstadt erstrecken. So entsteht eine gewollte Verbindung zwischen City und Markt. Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld ist fest davon überzeugt, dass sich eine Stärkung des Marktes sowohl für die Marktbeschicker als auch für die anderen Geschäftsleute in der Innenstadt auszahlt. Diese Zuversicht entnimmt sie der durchgeführten Befragung. Zwei Drittel der 603 Befragten forderten Veränderungen. Ein Fünftel bemängelte die Warenpalette und vermisste vor allem Fleisch und Wurst. 60 Prozent der Marktkunden gibt dort immerhin mehr als zehn Euro aus.

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Stand: 13.05.2004

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