Rede Ruhrpreis (2016)

Grußwort von Oberbürgermeister Ulrich Scholten

anlässlich der Verleihung des Ruhrpreises 2016

am Sonntag, 11. Dezember 2016, 11 Uhr

Sparkasse

 ***

Sehr geehrter Herr Eisold,

sehr geehrter Herr Piayda,

sehr geehrter Herr Weck,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

 

die Verleihung des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft 2016 führt uns heute in diesem feierlichen Kreis zusammen. Ich begrüße Sie zu diesem für unsere Stadt bedeutungsvollen Ereignis sehr herzlich.

Ich freue mich, dass Sie - meine sehr geehrten Damen und Herren - der Einladung in so großer Zahl gefolgt sind. Sie unterstützen damit das Anliegen, das mit der Stiftung des Ruhrpreises verbunden war, nämlich die Bedeutung und den Stellenwert von Kunst und Wissenschaft in das Bewusstsein der Bürgerschaft zu rufen…

Als vor mehr als einem halben Jahrhundert der Ruhrpreis zunächst für Kunst und kurz darauf auch für Wissenschaft ausgelobt wurde, hatten die Initiatoren die gesellschaftliche Bedeutung und auch die Nähe dieser beiden zunächst vielleicht unterschiedlich erscheinenden Disziplinen deutlich vor Augen.

So eint zum Beispiel beide das wichtige Moment des ergebnisoffenen Experiments:

Das Labor ist ein Ort der Kreativität.

Kunstschaffenden und Wissenschaftlern ist die Nähe von Erfolg und das Erfahren von Scheitern gemein, …

und die Fähigkeit, aus dem Scheitern neue Kraft und Energie für weiteres Forschen zu gewinnen.

Und beiden ist das Neue, das Unbekannte, das nie Gesehene oder Gehörte nicht Anlass zur Sorge, sondern Antrieb, um weiterzumachen.

Nicht zuletzt eint beide das fortwährende Anliegen, über ihre Disziplinen ins Gespräch zu kommen, ihre Gedanken und deren gesellschaftliche Bedeutung zu vermitteln.

In Kunst und Wissenschaft findet die ständige Selbstreflexion der Gesellschaft über ihre Werte und Standards statt. Deshalb ist es nicht nur für den Einzelnen und dessen Lebensqualität, sondern auch für die Entwicklung der Gesellschaft wichtig, dass möglichst viele Menschen in diesen Diskurs einbezogen werden.

Wer sich der Kunst oder Wissenschaft verschrieben hat, sucht Widersprüche - und setzt seinen Ehrgeiz daran, sie zu lösen. Und wer damit erfolgreich ist, stößt damit gleich die Tür zu neuen Widersprüchen auf.

WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen zeigen und lehren uns deshalb, mit Widersprüchen umzugehen oder sie zu durchschauen.

Das ist wichtig in einer Zeit, in der Wissenschaft und Kunst immer öfter in einem Spannungsverhältnis wahrgenommen werden. Beide Disziplinen verkörpern einerseits den Fortschritt, andererseits werden sie auch als eine Bedrohung für die menschliche Sicherheit empfunden.

Je mehr Wissenschaften und Kunst individuell spürbar die Bedingungen des Lebens verändern, desto mehr sind auch sie aufgefordert, solche Veränderungen öffentlich zu rechtfertigen beziehungsweise vorausschauend öffentlich zu diskutieren.

Damit möglichst viele Menschen aktiv an diesem Diskurs teilnehmen können, bedarf es der kontinuierlichen Vermittlung von Wissen um die wissenschaftliche und kulturelle Entwicklung in unserem Land.

Gefordert sind hierbei alle wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen. Denn den gesellschaftlichen Stellenwert von Wissenschaften und Kultur deutlich zu machen, bedarf es öffentlicher Überzeugung mit Hilfe einer intensiven, gezielten Kommunikation…

So wie es unsere beiden diesjährigen Preisträger unermüdlich vorleben. Sie eröffnen uns neue Horizonte und Sichtweisen des Verstehens des Menschen und seiner Zeit.

Wir können rückblickend mit Freude feststellen, dass die Stiftung des Ruhrpreises im wahrsten Sinne des Wortes „sinnvoll“ war. Dieser Preis spielt seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle im kulturellen Leben nicht nur in Mülheim an der Ruhr. Er wirkt weit über die Stadtgrenzen hinaus.

Der Ruhrpreis ist unser „Kulturbotschafter“.

Und die Mülheimer KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen sind wesentliches Kreativ- und Innovationspotential für die Entwicklung dieser Stadt.

Die Stadt Mülheim an der Ruhr braucht Partner, die ihr bei der Auslobung von Preisen und Preisgeldern zur Seite stehen.

Mit der Sparkasse Mülheim an der Ruhr haben wir seit vielen Jahren einen solchen Partner gefunden. Dafür möchte ich Dank sagen und gleichzeitig die Hoffnung aussprechen, dass die Sparkasse Mülheim an der Ruhr uns und den Ruhrpreis auch weiterhin unterstützen möge.

Meine herzliche Gratulation gilt nun dem Ruhrpreisträger 2016, Peter Eisold, und dem Förderpreisträger Sven Piayda.

Und ich freue mich nun mit Ihnen auf die Laudatoren Dr. Christine Vogt und Frank Niehusmann, die uns gleich vertiefte Einblicke in das Wirken unserer Preisträger geben werden.

Glück auf.

Kontakt


Stand: 12.12.2016

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