Reges Bürger-Interesse am Kampagne-Auftakt "Sauberes Mülheim"
„Für ein sauberes Mülheim biete ich meine Müllsammel-Dienste an. Und meine Tochter bringe ich mit.“ So steht es auf einem der zahlreichen weißen Kärtchen, die am Samstag an den Pinwänden in der Passage zwischen Forum und Bahnhof steckten. Oberbürgermeistern Dagmar Mühlenfeld sah es mit Freude, hatte sie doch zum Auftakt der Kampagne „Sauberes Mülheim“ an diesem ungewöhnlichen Ort eingeladen.

Konnte zahlreiche Interessierte begrüßen: Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld
Während der dritten Stadtkanzlei-Veranstaltung beantwortete sie gemeinsam mit zahlreichen Fachleuten zwei Stunden lang Bürgerfragen rund um die Themen Sauberkeit und Sicherheit. Ob MEG-Chef Jürgen Jeppel, Joachim Exner und Heiko Hansen von der MVG, Stefan Zowislo von der MST, Polizeipräsidentin Gisela Röttger-Husemann oder Stadtdirektor Dr. Frank Steinfort – Moderator Stefan Leiwen holte sie alle vor sein Mikrofon. Anschließend suchten die Fachleute das Gespräch mit den Bürgern und Bürgerinnen. Sie diskutierten mit ihnen und holten deren Erwartungen an und Anregungen für ein sauberes Mülheim ab.
Mehr Papierkörbe am Ruhrufer, wilde Müllberge schneller entfernen, Leinenzwang für Hunde – die Liste der an den Pinwänden hinterlassenen Wünschen war lang. Neben Hinweisen auf besonders unschöne Ecken in Mülheim und Klagen über verantwortungsloses Wegwerfen von Zigarettenkippen gab es viele konkrete Hilfsangebote. Und so wurde schnell deutlich: Wenn es um die Sauberkeit in ihrer Stadt geht, dann sind die Mülheimer und Mülheimerinnen bereit, selbst zum Besen zu greifen, Blumen zu wässern oder das Ruhrufer vom Unrat zu befreien.

Freude am Thema Müll hatten diese Mülheimer Kinder
Wie aktive Bürgerbeteiligung in der Praxis aussehen kann, stellte die IGS Speldorf vor. Die Geschäftsleute haben sich bereits vor einiger Zeit zusammengeschlossen, um vor ihrer Haustüre Ordnung zu schaffen. Sie bepflanzen Blumenkübel und reinigen ihre Bürgersteige. „Beispielhaft und nachahmenswert“ findet das die Oberbürgermeisterin.
Die Stadtverwaltung will der Bürgerschaft in nichts nachstehen. Die Fachbereiche hatten sich deshalb schon im Vorfeld der Stadtkanzlei-Veranstaltung Gedanken um mehr Sauberkeit in Mülheim gemacht. Sie haben zusätzlich zum heute schon bestehenden städtischen Angebot neue Projekte erarbeitet. „Schnelle Eingreiftruppen“ für die unverzügliche Reinigung von unbebauten Flächen und Graffitti-Entfernung, ABM-Serviceteams, die im Umfeld von Schulen und Sportplätzen den störenden Müll einsammeln, oder „Rote Karten“ für Müllsünder und dazu eine aktive Bürgerschaft – in Mülheim wird es schon bald sauberer werden. Davon ist Dagmar Mühlenfeld nach der Stadtkanzlei-Veranstaltung überzeugt.

Die Gruppe VoiceAct sorgte im "Müllmann-Outfit" für gelungene Unterhaltung
Fotos: Walter Schernstein
Wer im Nachgang zur Stadtkanzlei-Veranstaltung weitere gute Vorschläge für ein sauberes Mülheim machen will, der kann dies in der Bürgeragentur in der Schloßstraße tun. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dort sind auch unter der kostenlosen Telefonnummer (0 800) 455 16 44 zu erreichen.
Die während der Stadtkanzlei eingereichten Anregungen werden in den nächsten Wochen ausgewertet und - wenn möglich - in Gemeinschaftsprojekten von Stadt und Bürgerschaft umgesetzt.
„Da wird schon jemand kommen und den Dreck wegräumen“, diese von Moderator Leiwen am Anfang in die Diskussion eingebrachte Einstellung soll in Mülheim bald der Vergangenheit angehören.
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Stand: 03.02.2004













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