Archiv-Beitrag vom 13.11.2013Reise nach Tours

Oberbürgermeisterin, IHK und Wirtschaftsförderung zu Wirtschaftsgesprächen in französischer Partnerstadt – Technologiezentrum für Mülheim beispielhaft

Auf Einladung der französischen Partnerstadt Tours und der dortigen Industrie- und Handelskammer (CCI Touraine) reiste kürzlich eine Mülheimer Delegation unter Leitung von Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld nach Frankreich.

Vor über zwanzig interessierten französischen Unternehmern stellte M&B-Geschäftsführer Jürgen Schnitzmeier auf Wunsch des französischen Gastgebers zunächst das Land Nordrhein-Westfalen und die Metropole Ruhr vor und warb schließlich in den Räumlichkeiten der Tourainer Industrie- und Handelskammer für Mülheim an der Ruhr als attraktiven Wirtschafts- und Investitionsstandort im Zentrum der Rhein-Ruhr-Region. Veronika Lühl, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der IHK für Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen, erläuterte das Spektrum der Außenwirtschaftsförderung der IHK zu Essen und zeigte Möglichkeiten einer Zusammenarbeit mit der CCI Touraine auf. „Die IHK fördert und unterstützt insbesondere deutsche Unternehmen im Rahmen ihrer Internationalisierung und bietet französischen Unternehmen Unterstützung bei der Markterschließung der MEO-Region an“, so Veronika Lühl. Die französischen Unternehmen zeigten sich sehr interessiert am Aufbau bilateraler Wirtschaftskontakte; eine Unternehmerdelegationsreise nach Mülheim soll geprüft werden.

Reise nach Tours - Besuch bei der Industrie- und Handelskammer

Während der folgenden Präsentation des Industriestandortes Tours durch den Präsidenten der CCI Touraine, Gerard Vincent, wurde deutlich, dass in beiden Regionen die Handels- und Dienstleistungsbranche expandieren, aber auch das Thema Internationalisierung von mittelständischen Unternehmen künftig an Stellenwert gewinnt. Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld machte in der anschließenden Diskussion den hohen Stellenwert der künftigen Wirtschafts- und Stadtentwicklungspolitik zur Stärkung des europäischen Gedankens deutlich, „da hier die Weichenstellung über regionalpolitische Strukturen und Zielsetzungen geschaffen werden und die Städte, Hochschulen und Unternehmen voneinander lernen können“, so OB Mühlenfeld. Die Oberbürgermeisterin wies an dieser Stelle insbesondere auch auf die guten Möglichkeiten einer Vernetzung der Hochschule RuhrWest mit der Universität Tours hin. „Dies wäre ein guter Weg, die internationale Ausbildung junger Menschen zu fördern und die europäische Identität zu erhöhen“.

Reise nach Tours - Weitere Programmpunkte des Besuches waren Firmenbesichtigungen Reise nach Tours - Während des gesamten Aufenthaltes in Tours kam es zu interessanten und lebendigen Austauschen

Beeindruckend war auch die Besichtigung des eng mit der Wirtschaft kooperierenden und der Universität Tours angeschlossenem Technologiezentrums STMicroelectronics. „Die Kooperation zwischen den französischen Firmen und dem Technologiezentrum der Hochschule machte einen ausgezeichneten Eindruck und fördert bereits seit Jahren die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Region“, fasste Wirtschaftsförderer Schnitzmeier seine Eindrücke zusammen: „Diese Kooperation ist natürlich über Jahre gewachsen, aber auch für uns in Mülheim eine konkrete Entwicklungsperspektive für die noch junge Hochschule RuhrWest.“

Weitere Programmpunkte des Besuches waren Firmenbesichtigungen und der Besuch bei der „Agglomeration Tours Plus“ (eine Organisation, vergleichbar mit hiesigen Kommunalverbünden), bei dem interessante Einblicke in die wirtschaftliche Lage der Agglomeration sowie die dortige Clusterpolitik und des Tourismus gegeben wurden.

„Besonders reizvoll war das Themenfeld Tourismus“, so Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld. Der Leiter der Tourismusgesellschaft, Jean Francois Lemarchand, habe die herausragende Bedeutung des Tourismus als Wirtschaftsfaktor für das Loire-Tal und damit für Tours erläutert. „Mit ihm habe ich vereinbart, dass zwischen unserer MST und seiner Gesellschaft die Möglichkeiten der Kooperation erörtert werden sollen. Ziel: Vermarktung der Produkte RuhrTalRadweg und Loire-Radweg in der jeweils anderen Partnerstadt. Außerdem Schlösser-Tourismus auf der französischen Seite und Städtetourismus im Kontext und der Nachfolge der Kulturhauptstadt 2010 in der Metropole Ruhr“, erläutert Dagmar Mühlenfeld. „Ich setze darauf, dass schon im nächsten Jahr interessierte Mülheimer die Loire entlang radeln werden und Freunde aus Tours den RuhrTalRadweg für sich entdecken“.

Den Abschluss des Besuches der Mülheimer Wirtschaftsdelegation bildete die Teilnahme an einer durch den Verein „Europe Val de Loire“ organisierten Vortrags- und Diskussionsrunde zum Thema „Europäische Sozialpolitik – Ist ihr Ausbau notwendig und möglich?“. Dieser Verein befasst sich neben der Deutsch-Französischen Gesellschaft intensiv mit den Möglichkeiten die Chancen, die Europa bietet, näher an die Bevölkerung heran zu bringen und veranstaltet zum Beispiel regelmäßige gut besuchte Diskussionsabende zu europapolitischen Themen.

Reise nach Tours - Während des gesamten Aufenthaltes in Tours kam es zu interessanten und lebendigen Austauschen und Diskussionen Reise nach Tours -  Oberbürgermeisterin, IHK und Wirtschaftsförderung zu Wirtschaftsgesprächen in französischer Partnerstadt

Während des gesamten Aufenthaltes in Tours kam es zu interessanten und lebendigen Austauschen und Diskussionen, so dass auch einige Ideen für weitere Möglichkeiten einer intensiven Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnerstädten erarbeitet wurden.

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld sagte nach ihrem Tours-Besuch "Wirtschafts- und Hochschulaustausch bieten Potenziale für eine Erweiterung der Städtepartnerschaftsbeziehungen."

Kontakt


Stand: 14.11.2013

[schließen]

Fehler melden

Sie haben einen Fehler gefunden? Bitte teilen Sie ihn uns mit. Ein Redakteur wird sich umgehend darum kümmern.

Ihre Nachricht

Sicherheitscode (Was ist das?)

 

Teilen | Drucken | PDF-Version | RSS-Feed | Fehler melden

Transparenter Pixel