Migration · Integration · Interkulturelles Leben
Das Gesicht der Migration in Mülheim an der Ruhr zeigen

migration-geschichte.de: Rita Süssmuth in Mülheim an der Ruhr. Migration und Integration: Testfall für unsere Gesellschaft
Gastgeberin Henrike Donner, Prof. Dr. Rita Süßmuth, Klaus Wichmann und Direktor Günter Wrede am 30. April in der Heinrich-Thöne-Volkshochschule

Rita Süssmuth in Mülheim an der Ruhr. Migration und Integration: Testfall für unsere Gesellschaft

„Die erfolgreiche Integration von Migranten ist eine der zentralen Zukunftsfragen überhaupt, auf die wir jetzt dringend Antworten finden müssen. Das kann nur gelingen, wenn Migranten und Aufnahmegesellschaft ernsthaft und aktiv gemeinsam daran arbeiten“, das stellt Prof. Dr. Rita Süßmuth eindrücklich in ihrem Vortrag in der Mülheimer VHS am 30. April 2010 heraus.

Prof. Dr. Rita Süßmuth, ehemalige Bundestagspräsidentin und Vorsitzende des Deutschen Volkshochschulverbandes ist eine ausgewiesene Expertin in Zuwanderungsfragen. Sie arbeitet seit Anfang der 1990er Jahre auf Bundes-, EU und UNO-Ebene zu dieser Herausforderung und Problematik.

Süßmuth: „Auch gegen die Meinungen in meiner eigenen Partei habe ich schon früh darauf hingewiesen, dass Deutschland längst vom, Rotationsland’ zum Einwanderungsland geworden ist. Wir leben im Zeitalter der Migration, im Zeitalter der zirkulären Migration, in dem Menschen oft ihre Plätze in immer wieder neuen Ländern suchen. Deshalb ist die Arbeit an der Integration auch eine, die längst ein einzelnes Land nicht mehr alleine leisten kann. Migration wird zum Testfall für ein funktionierendes Miteinander in den Gesellschaften weltweit. Gelungene Integration ist gleichzeitig aber vor allem eine Herausforderung auf kommunaler Ebene.“

Mit sehr viel heiterem Optimismus, großer Kenntnis und eingestreuten Hinweisen auf Kultur, Religion und Geschichte wies Prof. Dr. Rita Süßmuth darauf hin, „dass entgegen oft gehörter Meldungen über 80 % der Migranten in die Gesellschaft integriert sein wollen. Zum Teil best ausgebildete Menschen aus anderen Ländern, zum Beispiel mit Hochschulabschlüssen, sollten wir nicht in nicht Aushilfsjobs verkommen lassen, wir sollten endlich deren Potentiale nutzen. Wir sollten alle gemeinsam auf eine spannende Entdeckungsreise gehen, um unsere Zukunftsgesellschaft zu gestalten.“

Redaktion/Foto: Klaus Wichmann, Mülheim an der Ruhr, 3. Mai 2010


Kontakt: vhs@muelheim-ruhr.de
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http://vhs.muelheim-ruhr.de
Das Projekt Migration & Geschichte
wurde durch die Leonhard-Stinnes-
Stiftung gefördert.

Impressum
Stand: 09.01.2012

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