Ruhrbania-Arbeitsprogramm 2005

Vorbereitende Tiefbauarbeiten, Verkehrsumbau und Gründung einer Projektentwicklungsgesellschaft – Vorarbeiten für Ruhrpromenade bestimmen Ruhrbania-Arbeitsprogramm 2005

Ruhrbania



















2005 tritt Ruhrbania in eine neue Phase: Mit den vorbereitenden Tiefbauarbeiten für das Hafenbecken und die Infrastruktur, den Verkehrsumbauarbeiten als Voraussetzung für die Entlastung der Ruhrstraße für den Durchgangsverkehr sowie der Gründung einer Projektentwicklungsgesellschaft werden die Weichen auf Umsetzung gestellt. Andere Teilprojekte des dezentralen Großprojektes nehmen ebenfalls Gestalt an:
Rhrbania Gründerzentrum

















So stehen zum Beispiel die Eröffnung des Hauses der Wirtschaft mit integriertem Gründerzentrum in der Wiesenstraße und der Beginn des Umbaus der Camera Obscura zu einem überregional ausstrahlenden Medienmuseum in diesem Jahr bevor. Das Ruhrbania-Arbeitsprogramm 2005 wurde am Dienstag, 15. Februar 2005, von den drei Projektleitern des Vorhabens, Helga Sander, Dezernentin für Umwelt, Planen und Bauen, Heike Blaeser-Metzger, stellvertretende Geschäftsführerin der MST Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH und Jürgen Schnitzmeier, Geschäftsführer der Mülheim & Business GmbH Wirtschaftsförderung, in einem Pressegespräch vorgestellt.

Während im vergangenen Jahr die Entscheidungen rund um den städtebaulichen Entwurf für das Kernprojekt Ruhrpromenade und die Positionierung des Vorhabens auf der Immobilienmesse Expo-Real im Mittelpunkt standen, geht es 2005 vor allem darum, die technischen und organisatorischen Voraussetzungen zur Umsetzung des neuen Stadtquartiers an der Ruhr zu schaffen und weitere Teilprojekte auf den Weg zu bringen. So ist noch im Sommer mit dem Beginn der vorbereitenden Tiefbauarbeiten für die Durchführung der neuen Verkehrsplanung und des Hafenbeckens zu rechnen. Zur Zeit wird an einer Optimierung des Zeitplans für die Tiefbauarbeiten gearbeitet, um die Baustellensituation in der Innenstadt optimal zu steuern und möglichst viele Arbeiten parallel durchzuführen. 

"Dafür brauchen wir jetzt einen langen Atem. Denn wir befinden uns in einem Stadium, in dem zwar ganz viel parallel läuft, aber auf den ersten Blick nicht viel zu sehen sein wird, da erst intensive Vorbereitungen für die rund 11 ha große Fläche geleistet werden müssen", erklärte Baudezernentin Helga Sander. "Bis an der Ruhrpromenade neue Gebäude entstehen können, werden sicherlich noch zwei bis drei Jahre vergehen", so Sander weiter.

"Parallel suchen wir zur Zeit nach einem privaten Investor und Projektentwickler, der in einer angestrebten und vom Rat gewünschten Public-Private-Partnership Gesellschaft gemeinsam mit der Stadt die Entwicklung und Herrichtung der Grundstücke betreibt und dazu auch mit Investitionskapital die Vorlaufkosten mit finanziert", erläutert Mülheim & Business-Geschäftsführer Jürgen Schnitzmeier: "Hierzu sprechen wir zur Zeit mit fünf namhaften Investorengruppen und erstellen einen gemeinsamen Business-Plan für das Investitionsvorhaben im zweistelligen Mio.-Bereich. Im Sommer haben wir hoffentlich den idealen Partner gefunden." Das Interesse von Investoren und Immobilienunternehmen an einer Bebauung der Grundstücke nach dem Umbau der Ruhrstraße, dem Bau des Hafenbeckens und der Schaffung einer maritimen Meile mit Gastronomie, Büro- und Wohnimmobilien ist weiterhin ungebrochen.

Um das städtebauliche Konzept gemeinsam mit den potenziellen Investoren und Nutzern weiter zu entwickeln und den Marktnachfragen anzupassen, kündigten Schnitzmeier und Sander die Durchführung von zwei Fachsymposien unter Beteiligung von Experten aus den jeweiligen Nutzungssegmenten zu den Themen "Einkaufen & Innenstadtaufwertung" sowie "Wohnen am Wasser" im Sommer beziehungsweise Herbst dieses Jahres an. Zudem stehen insbesondere die Information und "Mitnahme" der Mülheimer Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt der Öffentlichkeitsarbeit 2005: So sind unter anderem drei Ausgaben der Bürgerinformationszeitung "Ruhrbania aktuell", zahlreiche Vorträge und Veröffentlichungen und verschiedene Bürgerveranstaltungen, die über das normale Bürgerbeteiligungsverfahren hinaus gehen, geplant.

Camera ObscuraAuch die MST Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH kommt mit den von ihr gesteuerten Ruhrbania-Teilprojekten in 2005 wichtige Schritte voran: Der Umbau der Camera Obscura in ein Museum zur Vorgeschichte des Films hat begonnen. "Wir freuen uns, dass wir mit dem Museum eine optimale Möglichkeit gefunden haben, der hochwertigen Sammlung von KH. W. Stecklings in Mülheim eine Heimat und öffentliche Zukunft zu geben.

Die Exponate zur Vorgeschichte des Films werden den Besucher in der Camera Obscura künftig in eine spannende und bunte Welt entführen," so Heike Blaeser-Metzger, stellvertretende Geschäftsführerin der MST Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH. Die Eröffnung ist für Juli 2006 geplant.

Bereits in diesem Jahr sichtbar werden die Fortschritte bei dem zweiten MST-Teilprojekt: Nach Abschluss der Umsetzung des Brandschutzkonzeptes in der Stadthalle wird nun in das Kongresszentrum investiert. Neben der dringend gebotenen "kosmetischen" Aufwertung der Stadthalle soll vor allem die Ausstattung der für den Tagungs- und Kongress-Sektor relevanten Säle optimiert werden: "Damit schaffen wir die Grundlage für eine Marketing-Offensive zur Erschließung neuer Kundenkreise, denen neben einer modern ausgestatteten Halle in historischem Ambiente und 1a-Lage möglichst auch ein Hotel angeboten werden soll", erklärt Heike Blaeser-Metzger. 

Kontakt


Stand: 27.11.2009

[schließen]

Fehler melden

Sie haben einen Fehler gefunden? Bitte teilen Sie ihn uns mit. Ein Redakteur wird sich umgehend darum kümmern.

Ihre Nachricht

Sicherheitscode (Was ist das?)

 

Bookmarken | Drucken | PDF-Version | RSS-Feed | Fehler melden

Transparenter Pixel