RUHRPILOT startet die nächste Stufe der Verkehrserfassung im Ruhrgebiet

Im Mai 2006 ging der RUHRPILOT in Betrieb – ein bundesweit einmaliges und hochmodernes Verkehrsmanagementsystem, das getragen wird von der landeseigenen Ruhrpilot Besitzgesellschaft mbH und realisiert wird von einem Konsortium unter Führung der Siemens AG. RUHRPILOT liefert maßgeschneiderte Informationen für eine möglichst Umwelt und Ressourcen schonende Verkehrsabwicklung.

Foto: Walter Schernstein

Gerade im Ruhrgebiet zeigen sich oft die Grenzen der Belastbarkeit unserer Verkehrsnetze. Dies betrifft die Straßen genauso wie die Bahnen und Busse. Auf allmorgendliche Fragen wie etwa: 'Fahre ich mit dem PKW oder besser mit Bus oder Bahn, um pünktlich anzukommen? Auf welcher Route komme ich heute am schnellsten ans Ziel? Und wie lange dauert die Fahrt?', liefert der RUHRPILOT verlässliche Antworten. Der RUHRPILOT versorgt den Verkehrsteilnehmer rund um die Uhr mit stets topaktuellen Verkehrsinformationen und weiß nicht nur Antwort auf vergleichsweise triviale Fragen wie beispielsweise nach der Routenplanung von A nach B. Er liefert mit seinen Informationen aus einer Hand vielmehr auch eine Entscheidungsgrundlage darüber, ob die jeweilige Reise mit dem eigenen Auto oder mit Bus und Bahn angetreten werden soll und wie lange die Fahrt mit dem gewählten Verkehrsmittel dauern wird.

Bereits heute können sich Verkehrsteilnehmer der Ruhrgebietskernstädte Bochum, Dortmund, Essen und Gelsenkirchen vor Antritt der Fahrt einen Überblick über die aktuelle Verkehrslage auf den wichtigsten Bundes-, Landes- und innerstädtischen Straßen oder den Belegungsgrad von Parkhäusern am jeweiligen Reiseziel verschaffen. Ermöglicht wird dieser für den Nutzer ebenso wertvolle wie kostenfreie Service durch den Einsatz von hochmoderner und zukunftsweisender Technik.

Die Ausweitung auf das gesamte Ruhrgebiet schreitet voran. So werden derzeit an strategisch bedeutsamen Punkten auf den verkehrswichtigen Straßen in Mülheim neue RUHRPILOT Messstellen errichtet. Die RUHRPILOT Messstellen, die sogenannten "Traffic Eyes" registrieren Verkehrsfluss, Verkehrsdichte, Verkehrszusammensetzung und senden die Daten an die zentrale Rechneranlage. Und um den besorgten Bürger zu beruhigen: Die RUHRPILOT-Messstellen fungieren weder als besonders kleine und heimtückische Variante einer Radarfalle noch können sie bewegte Bilder aufnehmen. Dazu sind die Geräte technisch nicht in der Lage.

Bis Ende 2007 werden insgesamt mehr als 500 neue Messstandorte in der Metropole Ruhr, davon 21 in Mülheim, installiert: Sie liefern die verkehrsrelevanten Informationen für die gesamte Region. Erstmals wird damit der Verkehr auf allen wichtigen Bundes- und Landesstraßen sowie auf kommunalen Hauptverkehrsstraßen in dem mit 5,3 Millionen Einwohnern größten Ballungsraum Europas erfasst.

Erste Dienste sind seit Mai 2006 im Internet unter www.ruhrpilot.de kostenfrei für Jedermann verfügbar. Nach und nach werden in 2007 weitere Kommunen an den RUHRPILOT angeschlossen und eine Reihe weiterer Verkehrsinformationsdienste frei geschaltet, die dann ebenfalls kostenfrei zur Verfügung stehen. So lässt sich beispielsweise schon bald die Verkehrsentwicklung um bis zu 60 Minuten vorhersagen.

Daneben werden zukünftig spezielle kostenpflichtige Daten- und Servicepakete für Unternehmen sowie individuelle Dienste und Verkehrsempfehlungen aufgebaut, die der RUHRPILOT zum Beispiel aufs Handy, den Palm, Laptop und das Navigationssystem sendet.

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Stand: 01.02.2007

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