Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft 2004

Bekanntgabe der Preisträger des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft 2004

Statement des Mülheimer Kulturdezernent Hans-Theo Horn ___________________________________________________________________________ "Die Jury für die Vergabe des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft hat am 12. 04. 2005 in der neuen Zusammensetzung, d.h. mit einer Stimmenmehrheit aus dem Kreis der Kunst und Wissenschaft, getagt. Nach intensiver Beratung wurde einstimmig beschlossen, dem Werksausschuss Kulturbetrieb folgende Beschlussfassung zu empfehlen:

v.l.n.r. Prof. Goppelsröder, Thomas Durchschlag und Kulturdezernent Hans-Theo Horn

(Foto: Walter Schernstein)

Der Hauptpreis des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft des Jahres 2004 wird an Herrn Professor Martin Goppelsröder verliehen. Den Förderpreis des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft des Jahres 2004 erhält Herr Thomas Durchschlag. Von der Preissumme in Höhe von insgesamt 5.500 € soll Herr Professor Martin Goppelsröder 3.000 € erhalten. Herr Durchschlag bekommt 2.500 €. Dieser Empfehlung ist der Werksausschuss Kulturbetrieb in seiner Sitzung am 14. 04. 2005 ebenfalls einstimmig gefolgt. Die Jury hat ihre Empfehlung, den Hauptpreis an Herrn Professor Goppelsröder zu vergeben, wie folgt begründet: Mit dem Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft für das Jahr 2004 gilt es, ein künstlerisches Werk auszuzeichnen, das über viele Jahre mit bewundernswerter Konsequenz und Bescheidenheit gewachsen ist. Professor Martin Goppelsröder kann als abstrakter Romantiker bezeichnet werden. Seine Bilder geben nicht etwas Sichtbares wieder, sondern erzeugen eine neue Welt des noch nicht Gesehenen. Sie zeichnen sich durch eine Ambivalenz von Nähe und Ferne aus. Mit subtilen Strichlagen verdichtet er seine Zeichnungen bis sie eine Spannung zwischen tiefer Schwärze und hellstem Licht hervorrufen. Gerade im Zeitalter der Bildüberflutung durch die neu-en Medien schenkt er dem Betrachter seiner Bilder die Möglichkeiten, zur Ruhe und Besinnlichkeit zu kom-men. Wie jung und individuell seine Arbeiten bis heute sind, beweist sich immer wieder bei den Jahres-ausstellungen der Mülheimer Künstler im Kunstmuseum in der Alten Post. Die ebenfalls einstimmige Empfehlung der Jury, den Förderpreis an Herrn Durchschlag zu vergeben, wird wie folgt begründet: Thomas Durchschlag wird der Förderpreis des Ruhr-preises für Kunst und Wissenschaft für das Jahr 2004 für seine beeindruckende Auseinandersetzung mit dem Medium Film verliehen. Der 30-jährige Absolvent der Kunsthochschule für Medien Köln zählt zu den mutigen jungen Regisseuren, denen eine große Zukunft prophezeit wird. Er will, dass in seinen Filmen die von ihm inszenierten Bilder für sich sprechen. Bei den 38. Hofer-Filmtagen im vergangenen Jahr ist ihm mit der Uraufführung seines Spielfilmdebüts "ALLEIN", das einfühlsam und zielsicher das Portrait einer jungen Frau zeichnet, die ihren Einsamkeitsverstrickungen nicht entkommt, ein Meisterwerk an Erzählökonomie und Genauigkeit gelungen. Dieser Film, zu dem er auch das Drehbuch geschrieben hat, hat Publikum und Kritik gleichermaßen tief beeindruckt. Die Zuerkennung des Preises soll Anerkennung der bisherigen Leistungen sein, gleichermaßen aber auch Ermutigung, weiterhin unkonventionelle Wege für ein "anderes Kino" zu begehen."

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Stand: 22.04.2005

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