Archiv-Beitrag vom 09.10.2013RVR und Kommunen geben den Startschuss für Geonetzwerk metropoleRuhr

Gründungsvertrag auf der INTERGEO in Essen unterschrieben - Matthias Lincke repräsentierte Mülheim

Städteübergreifende und einheitliche Informationen über Gewerbeflächen, Wohngebiete, Naturschutzareale, Umweltzonen auf einer zentralen Informationsplattform für Unternehmen, Verbände, Planungsbüros aber auch Privatpersonen bereitzustellen: Das ist Ziel des Geonetzwerks metropoleRuhr.

Auf der INTERGEO 2013 in der Messe Essen haben die Städte und Kreise des Ruhrgebiets sowie der Regionalverband Ruhr (RVR) am 8. Oktober mit ihrer Unterschrift das regionale Netzwerk aus der Taufe gehoben. Im Rahmen des interkommunalen Kooperationsprojektes soll eine gemeinsame Geodateninfrastruktur aufgebaut und in einem regionalen Geoportal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Der RVR übernimmt die Geschäftsstelle des Geonetzwerks metropoleRuhr: v.l. Martin Tönnes, stellvertretender Regionaldirektor und Bereichsleiter Planung des RVR, mit Matthias Lincke, Leiter des Amtes für Geodatenmanagement, Vermessung, Kataster und Wohnbauförderung

V.l.: Martin Tönnes (RVR) und Matthias Lincke, Leiter des Amtes für Geodatenmanagement, Vermessung, Kataster und Wohnbauförderung.
(Foto: RVR)

Der RVR übernimmt die Geschäftsstelle des Geonetzwerks metropoleRuhr. Martin Tönnes, stellvertretender Regionaldirektor und Bereichsleiter Planung des RVR, betont: „Im Rahmen des Geonetzwerks wollen wir die Geodaten der beteiligten Städte und Kreise auf einen zentralen Zugriffspunkt bündeln. Die bisherigen 53 Informationsquellen werden durch einen „Klick“ beim Regionalverband Ruhr ersetzt. Durch einheitliche Standards erhalten wir qualitativ hochwertige Informationsdaten.“ Matthias Lincke, der als Leiter des Amtes für Geodatenmanagement, Vermessung, Kataster und Wohnbauförderung die Stadt Mülheim auf der INTERGEO repräsentierte und den Gründungsvertrag mit unterzeichnete, zeigte sich ebenfalls begeistert über dieses städteübergreifende Kooperationsprojekt.

Städte, Kreise und RVR stellen ihre Daten gemeinsam bereit

Für die gemeinsame Geodateninfrastruktur stellen die Fachdaten der Städte und Kreise der Metropole Ruhr beispielsweise aus Bebauungs- beziehungsweise Flächennutzungsplänen eine wesentliche Informationsquelle dar. Ergänzt wird das Paket um das Know-how und die regionalen Daten des RVR. Diese Informationen werden standardisiert und anschließend der Öffentlichkeit bereitgestellt. Das geplante, regionale Geoportal erleichtert den Zugriff auf die Geo-Informationen der gesamten Region und vereinfacht damit im Vorfeld regionale Planungen und Projekte von Verwaltung, Wirtschaft, Tourismus und Verbänden. Die originäre Arbeit der Katasterämter ist davon nicht berührt.

Die Kommunen können durch die Zusammenarbeit bei Anschaffungs- und Entwicklungskosten sparen. Gleichzeitig kommen sie mit dem Portal ihrer zunehmenden Verpflichtung nach, Umwelt-Informationen und Geodaten auf der Grundlage europäischen Rechts („INSPIRE“) bereitzustellen.

Das regionale Projekt soll über drei Jahre erprobt werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 300.000 Euro pro Jahr, die durch den RVR komplett finanziert werden.

Mehr Kooperationsprojekte am Stand der Metropole Ruhr auf der Inter-Geo

Regionale Geodaten sind für die Städte und Kreise des Ruhrgebiets eine wichtige Informationsbasis, um gemeinsame Fragestellungen beispielsweise hinsichtlich der Anpassung an den Klimawandel oder regenerativer Energien beantworten zu können. Aus diesem Grund werden schon heute Luftbilder oder ein einheitliches Stadtplanwerk für die Region gemeinsam erstellt. Diese und andere  gelungene Beispiele der interkommunalen Zusammenarbeit wie das Flächeninformationssystem Ruhr - ruhrFis -  oder das Modellprojekt XEr-leben mit städteübergreifenden Informationen zum täglichen Leben wie Schulen, Kindergärten oder Sportvereine werden auf der INTERGEO am Stand der metropoleRuhr (Halle 1, Stand C1.005) vorgestellt. Die INTERGEO ist eine international führende Kongressmesse der Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement.

Den Kooperationsvertrag unterschreiben:

  • Martin Tönnes
    Bereichsleiter Planung und stellvertretender Regionaldirektor des Regionalverbandes Ruhr
  • Ingbert Ridder
    Leiter des Amtes für Geoinformation, Liegenschaften und Kataster der Stadt Bochum
  • Willi Loeven
    Stadtkämmerer der Stadt Bottrop
  • Ulf Meyer-Dietrich
    Leiter des Vermessungs- und Katasteramtes der Stadt Dortmund
  • Alfred Dunkel
    Leiter der Abteilung Vermessung, Kataster und Geoinformation der Stadt Duisburg
  • Dr. Frank Knospe
    Leiter des Amtes für Geoinformation, Vermessung und Kataster der Stadt Essen
  • Carsten Müller
    Leiter des Referates Vermessung und Kataster der Stadt Gelsenkirchen
  • Thekla Dietrich
    Leiterin des Amtes für Geoinformation und Liegenschaftskataster der Stadt Hagen
  • Helmut Deißler
    Leiter des Vermessungs- und Katasteramtes der Stadt Hamm
  • Annette Förste
    Leiterin der Abteilung Kataster, Kartografie und Bodenordnung der Stadt Herne
  • Matthias Lincke
    Leiter des Amtes für Geodatenmanagement, Vermessung, Kataster und Wohnbauförderung der Stadt Mülheim an der Ruhr
  • Sabine Lauxen
    Beigeordnete der Stadt Oberhausen
  • Guido Michels
    Leiter des Sachgebiets Raumbezogene Informationsverarbeitung des Ennepe-Ruhr-Kreises
  • Ludwig Nau
    Leiter des Fachbereichs Umwelt, Straßen und Geoinformation des Kreises Recklinghausen
  • Eva Börger
    Leiterin des Fachbereichs Vermessung und Kataster des Kreises Unna
  • Klaus Eßmann
    Leiter des Fachdienstes Liegenschaftskataster und Kartografie des Kreises Wesel

Kontakt


Stand: 09.10.2013

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