Archiv-Beitrag vom 08.07.2009Sammeldosen für die Deutsche AIDS-Stiftung

OB unterstützt einzigartige Initiative


Mehr als 33 Millionen Menschen weltweit sind heute HIV-positiv, rund 2,5 Millionen infizieren sich jährlich neu. Trotz verbesserter Behandlungsmöglichkeiten und aller Erfolge in der Therapie ist noch niemand von HIV/AIDS geheilt worden.

Die Zahlen und Fakten zeigen deutlich, dass sowohl die Präventionsarbeit als auch die Stärkung der Eigenverantwortlichkeit in Zukunft einen hohen Stellenwert haben werden.

Die Deutsche AIDS-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, HIV-positiven und AIDS-kranken Menschen zu helfen. „Die Deutsche AIDS-Stiftung will die Lebensbedingungen von HIV-positiven und an AIDS erkrankten Menschen verbessern und ihr Selbstvertrauen stärken, so dass sie ein selbstverantwortliches, sinnerfülltes und sozial akzeptiertes Leben führen können.“ so in der Präambel der Satzung- Deutsche AIDS-Stiftung

Daneben unterstützt sie Projekte für Betroffene in Deutschland und weltweit. Ein Schwerpunkt der Projektförderung liegt im südlichen Afrika. Im Mittelpunkt der Hilfen stehen HIV-positive und aidskranke Menschen, die besonders benachteiligt sind. Gefördert werden auch Aidswaisen, schwangere HIV-positive Frauen und Familien, die besonders schwer betroffen sind. Dies ist nur möglich, weil die Stiftung in all den Jahren von Spenderinnen und Spendern, aber auch von Unternehmen, Ehrenamtlern und Förderern großzügig unterstützt wurde.


Um diese bedeutenden und wichtigen Aufgaben weiterführen zu können, hat die Deutsche AIDS-Stiftung aktuell bundesweit alle Gesundheitsämter aufgerufen, Spendendosen in ihren Räumen aufzustellen.

 

Als erste Stadt der Bundesrepublik fördert Mülheim an der Ruhr die Aufstellung von Spendendosen für die Deutsche AIDS-Stiftung innerhalb der städtischen Verwaltung. Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Dr. Hans-Jürgen Schmidt, AIDS-Koordinator im Gesundheitsamt. 08.07.2009 Foto: Walter Schernstein

Als erste Stadt der Bundesrepublik fördert Mülheim an der Ruhr die Aufstellung von Spendendosen für die Deutsche AIDS-Stiftung innerhalb der städtischen Verwaltung. Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Dr. Hans-Jürgen Schmidt, AIDS-Koordinator im Gesundheitsamt. (Foto: Walter Schernstein)

 

Mülheim übernimmt Vorreiterrolle

 

Seit Jahren ist Dr. Hans-Jürgen Schmidt, AIDS-Koordinator im Gesundheitsamt, mit der AIDS-Thematik und -Problematik vertraut. Neben der jährlichen Aktion zum Welt-AIDS-Tag hat Dr. Schmidt diese Spendendosen-Aktion in einer neuen Dimension initiiert:

Als erste Stadt der gesamten Bundesrepublik fördert Mülheim an der Ruhr die Aufstellung von Spendendosen an unterschiedlichen Orten innerhalb der städtischen Verwaltung. Damit übernimmt unsere Stadt eine absolute Vorreiterrolle, unterstützt durch Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld.

Mit der Aufstellung von Sammeldosen an unterschiedlichen Stellen in der Mülheimer Verwaltung erhalten die Kollegen und Bürger die Möglichkeit, zu spenden. „Ich weiß, dass einige Kollegen den Wunsch nach dieser Spendenmöglichkeit gesucht haben“ so Dr. Schmidt vom Gesundheitsamt, „es besteht selbstverständlich keinerlei Verpflichtung“. Bisher haben sich schon einige Kollegen/Ämter bereit erklärt, die Spendendosen aufzustellen. „Ich würde mich freuen, wenn sich noch weitere Bereiche bereit erklären, die Aktion aktiv zu unterstützen und eine Spendendose bei sich im Büro oder im Fachamt aufstellen“, so Dr. Schmidt, der über alle weiteren Details zur Sammelaktion informieren kann. Zwar ist er sich fast sicher, dass keine sehr großen Summen zusammenkommen werden. „Doch darauf kommt es gar nicht an. Allein die Bereitschaft, etwas zu tun, ist klasse.“

Und er erhält hier die volle Unterstützung der Oberbürgermeisterin: „Das Thema AIDS gerät oftmals in Vergessenheit. Doch gerade die jetzige Ferienzeit ist Gefährdungszeit. Dies wieder mehr ins Bewusstsein der Bürger zu bringen und damit Präventionsarbeit zu leisten ist ebenfalls wichtig. Eine solche Aktion zum jetzigen Zeitpunkt hilft dabei.“

Dagmar Mühlenfeld appeliert daher an die gesamte Verwaltung und an die Betriebe ebenfalls Spendendosen der AIDS-Stiftung bei sich aufzustellen. "Jeder der will, kann eine Dose anfordern."

Die Spendendosen sind - zunächst - in folgenden Ämtern/ Bereichen zu finden:

Gesundheitsamt, Heinrich-Melzer-Straße 3,
Bürgeragentur, Schloßstraße 22,
Technisches Rathaus, Hans-Böckler-Platz 5
Verwaltungsgebäude, Ruhrstraße 1
Kulturbetrieb- Stadtbibliothek   

Informationen zur Deutschen AIDS-Stiftung unter: http://www.aids-stiftung.de/



DANKE der Deutschen AIDS-Stiftung für die einmalige Aktion!

 

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld hat dieser Tage ein Schreiben der Deutschen AIDS-Stiftung in Bonn erhalten, in dem der geschäftsführende Vorstand, Dr. Ulrich Heide, sowie die Betreuung Benefiz, Elke Becker, ihr für die Unterstützung der Spendendosenaktion in der gesamten städtischen Verwaltung der Stadt Mülheim ihren herzlichen Dank aussprechen.

Die Deutsche AIDS-Hilfe habe bei ihrer Aktion neben sehr positiver Resonanz auch von großen Bedenken, Richtlinien und vom Faktor Zeit erfahren, die die Verantwortlichen in den Gesundheitsämtern als Gründe für das Nichtaufstellen von Spendendosen nannten.
"Ihr Engagement bei unserer Aktion für Menschen mit HIV und AIDS in Not ist in ganz Deutschland einmalig und unerreicht. Wir danken Ihnen für Ihre offene und solidarische Entscheidung, Menschen mit HIV und AIDS zu helfen. Es ist unerlässlich, dass die Krankheit nicht in Vergessenheit gerät. Die HIV- Infizierten und an AIDS-Erkrankten benötigen die Hilfe, Solidarität und Toleranz der gesamten Gesellschaft. Dazu haben Sie und ihre aufrechten MitarbeiterInnen beigetragen.", heißt es da in dem Dankschreiben.

Ein besonderer Dank der Deutschen AIDS-Stiftung geht dabei an den Initiator und AIDS-Koordinator des Gesundheitsamtes, Dr. Hans-Jürgen Schmidt, an Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, für ihre außergewöhnliche Entscheidung und an die Stadt Mülheim an der Ruhr!

 


 

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Stand: 22.07.2009

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