Archiv-Beitrag vom 03.05.2005Sanierung der ehemaligen Zinkhütte Eppinghofen - Abschluss der Sanierung im ersten und zweiten Bauabschnitt

Ein kurzer Blick zurück...
Zehn Jahre ist es her, dass auf Veranlassung der Stadt Mülheim an der Ruhr erste Untersuchungen von Boden- und Grundwasser-proben im Umfeld der ehemaligen Zinkhütte Eppinghofen durch-geführt wurden.

Seit dieser Zeit ist bekannt, dass auf den von Rückständen der ehemaligen Zinkhütte betroffenen Flächen zum Teil Schwermetallgehalte (vor allem Blei und Arsen) anzutreffen sind, die "gesunden Lebens- und Wohnverhältnissen" entgegenstehen. Darüber hinaus zeigte sich auch das Grundwasser durch den alten Industriestandort beeinflusst, da in einer Reihe von gezielt eingerichteten Messstellen ebenfalls hohe Gehalte an Schwermetallen (hier vor allem Cadmium und Zink) festgestellt wurden.

Bis in das Jahr 2000 haben daraufhin umfassende Detail-untersuchungen des Bodens und des Grundwassers vier Jahre Zeit in Anspruch genommen, um eine - den aktuellen boden-schutzrechtlichen Anforderungen genügende - abschließende Gefahrenbeurteilung zu ermöglichen. Das Fazit hieraus war, dass die Rückstände der ehemaligen Zinkhütte eine Gefahr darstellen sowohl für die menschliche Gesundheit als auch für das Grund-wasser.

Die Folge: Es mussten Maßnahmen zur Gefahrenabwehr geprüft, auf die konkreten Bedingungen vor Ort angepasst und schließlich umsetzungsreif entwickelt und geplant werden. Da diese so genannten Sanierungsmaßnahmen darüber hinaus auch genehmigungsrechtlich aufwändig zu verankern waren (Sanierungsplan), vergingen weitere drei Jahre, bis schließlich Ende 2003 die Arbeiten vor Ort beginnen konnten.

Die Sanierung....
Nicht zuletzt auf Grund der Größe der betroffenen Fläche (ca. 48.000 m) wurde das Sanierungsgebiet in vier Sanierungs-abschnitte unterteilt.

Der Bauabschnitt 1 umfasste eine Fläche von ca. 10.000 m (Kinderspielplatz sowie acht private Flächen). Zwischen November 2003 und Mai 2004 wurde die Fläche saniert, ent-sprechend den öffentlich rechtlichen Verträgen zwischen den Grundstückseigentümern und der Stadt Mülheim an Ruhr.

Mit den Arbeiten im Bauabschnitt 2 (ca. 38.000 m), der die Sanierung von 76 privaten Grundstücken umfasste, wurde im Mai 2004 begonnen; die letzten Arbeiten (Verlegung von Rollrasen auf einigen Flächen) erfolgten im April 2005.

Besser als viele Worte können Bilder die Durchführung der Sanierung beschreiben:

Ein Blick nach vorn...
Für das Grundstück der Kirche der katholischen Kirchgemeinde St. Engelbert (Bauabschnitte drei und vier) stehen die Sanierungsarbeiten noch aus. Wenn auch diese Arbeiten getan sind, wird langsam wieder der Alltag in das nördlich der Innenstadt von Mülheim an der Ruhr gelegene Sanierungsgebiet einkehren. In den kommenden Jahren werden seitens der Stadt Mülheim und der beteiligten Planungsfirmen (ARGE IFUA / pbo) die im Hinblick auf die Haftung und Gewährleistung der durchgeführten Arbeiten geltenden Fristen verfolgt. Sofern in dieser Zeit Mängel festgestellt werden, die die beauftragten Baufirmen zu vertreten haben, werden diese ohne Kosten für den jeweiligen Eigentümer behoben.

Dann wird über der Erde alles wieder so sein wie vor 1996...

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Stand: 18.09.2007

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