Archiv-Beitrag vom 11.05.2005Sanierung ehem. Zinkhütte Eppinghofen: Schadstoffbewertung

Ob und in welchem Umfang Schadstoffe im Boden eine Gefahr für die menschliche Gesundheit oder das Grundwasser darstellen, hängt von bestimmten Gegebenheiten und Einflussgrößen ab:

Die Art der Nutzung

Auf Kinderspielplätzen und in Wohngebieten ist eher eine Aufnahme von Schadstoffen möglich, als auf Park- oder Gewerbeflächen. Bereiche, wo Kinder spielen oder Menschen wohnen, werden somit als empfindlich genutzte Flächen bezeichnet, die hohe Anforderungen an die Bodenqualität stellen. Schadstoffe sind hier nicht oder nur in geringem Umfang zu tolerieren!

Die Art des Schadstoffs

Schadstoffe verhalten sich nicht nur unterschiedlich im Hinblick auf die Möglichkeit, wie sie zum Menschen gelangen können, sondern sie wirken auch unterschiedlich. Im Bereich der ehemaligen Zinkhütte sind die Metallgehalte im Boden das Problem, wobei vor allem Blei, aber auch Arsen und Cadmium zu nennen sind.-> Stoffinformationen.

Die Höhe der Schadstoffgehalte

Je mehr Blei beispielsweise in einem Boden vorkommt, desto größer ist auch die Gefahr, dass davon die menschliche Gesundheit beeinträchtigt wird. Allerdings muss jedoch auch gesagt werden, dass Blei als natürlich in der Umwelt vorkommendes Metall in jedem Boden anzutreffen ist, was unterhalb bestimmter Gehalte auch akzeptiert werden kann. Die wichtige Frage ist also: Ab wann sind Bleigehalte im Boden aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr akzeptabel? Seit 1999 gibt es hierfür rechtsverbindliche Beurteilungswerte, die in der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) festgelegt sind.

Die Beweglichkeit und Verfügbarkeit des Schadstoffs.

Es gäbe keine Probleme mit Schadstoffen im Boden, wenn diese dort über alle Zeiten hundertprozentig fest gebunden wären. Das ist aber nicht so. In Abhängigkeit von der Bodenart und der speziellen Form, wie die Stoffe im Boden vorkommen, sind sie nicht nur unterschiedlich beweglich, sondern beispielsweise nach dem Verschlucken von Boden bei spielenden Kindern auch unterschiedlich im Magen und Darm verfügbar und somit aufnehmbar.

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Stand: 21.05.2007

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