Archiv-Beitrag vom 02.07.2012OB diskutierte mit Schülern der Realschule Broich

Schülersprechstunde zum Thema: "Europa"

Die Realschule Broich wurde kürzlich als dritte Schule in Mülheim an der Ruhr als Europaschule ausgezeichnet. Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld hat als Stadtoberhaupt mit vielen internationalen Kontakten, aber auch als Mitglied im Kongress der Gemeinden und Regionen Europas (KGRE) und im Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) die Zertifizierung der Realschule Broich zur Europaschule zum Anlass genommen, im Rahmen der Schülersprechstunde mit SchülerInnen über europäische Themen ins Gespräch zu kommen.

Europaschulen in NRW

Zudem bot sie zu Beginn der Diskussion ihre Unterstützung bei der Kooperation mit anderen Europaschulen an. Schulleiter Wolfgang Dahmen bedankte sich und wies auf die Zusammenarbeit mit den Europaschulen Gymnasium Heißen und Gustav-Heinemann-Gesamtschule hin, "es ist aber gut, dass die Arbeit unserer Schule Außenwirkung zeigt und die Oberbürgermeisterin dies wertschätzt", freute sich Dahmen.

Bernd Rose, Organisator der Schülersprechstunden, gab den Schülern eingangs eine kurze geschichtliche Einführung ins Thema und Illya Trubman, Mitglied des Jugendstadtrates, erzählte anschließend über den internationalen Kongress im September 2011 unter dem Motto "JSR meets friends" in Mülheim an der Ruhr. An diesem Kongress zum Thema "Partizipation von Jugendlichen" kamen 60 junge Menschen aus ganz Europa in unserer Stadt zusammen, arbeiteten fünf Tage an verschiedensten Fragestellungen wie Klimawandel, Integration, demographischer Wandel und formulierten eine Resolution, die durch Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld nicht nur den Weg "nach Europa" in die entsprechenden Gremien gefunden hat, sondern auch im September dieses Jahres auf einem Kongress im spanischen Cadiz als Beispiel, wie sich Jugendliche in die Europapolitik einbringen können, vorgestellt wird. "Das hat der JSR mit dem Kongress tatsächlich geschafft", so die OB.
Der Jugendstadtrat greift Punkte aus dieser Resolution in seiner lokalen Arbeit in Mülheim auf. So sind Kulturveranstaltungen und ein "Green Day" geplant.
Zwei Stunden lang diskutierte die OB danach lebhaft mit den Schülern der 9. Klasse aktuelle Themen zur Europapolitik und welche Auswirkungen die europäischen Entscheidungen auf eine Kommune wie der Stadt Mülheim hat.
Ein wichtiges Thema war die Schuldenkrise/Eurokrise, die zurzeit ganz Europa beschäftigt. "Wie soll es denn mit dem Euro weitergehen?", lautete beispielsweise eine Frage der Schüler, die ganz offen untereinander diskutiert wurde.
Einig waren sich Schüler und OB darin, dass Europa mehr ist und mehr sein müsse als ein Zusammenschluss von Wirtschaftsinteressen. Dieses Denken greife zu kurz. Europa müsse eine Solidar- und Sozialgemeinschaft sein und diesen Aspekt gelte es, auch durch persönliche Kontakte, Auslandsaufenthalte, Praktika in den Partnerstädten mit Leben zu füllen.
Als ein konkretes Ziel aus der Schülersprechstunde wurde die Durchführung eines "Schul-Europa-Tags" festgehalten. "Die drei Europaschulen in Mülheim an der Ruhr präsentieren ihre Projekte, tauschen sich aus und vernetzen sich untereinander. Flankiert wird dieser Tag von kulturellen Programmpunkten aus den Schulen. Dieses Projekt soll nach den Sommerferien in Angriff genommen werden," so Bernd Rose.
Dagmar Mühlenfeld freute sich über so viel Engagement für Europa, denn das Themenfeld Europäische Union und insbesondere das friedliche Miteinander ist eine persönliche Herzensangelegenheit der Oberbürgermeisterin.

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Stand: 03.07.2012

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