Archiv-Beitrag vom 21.03.2014Schülersprechstunde mit Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld

Am 19. März stand Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld interessierten SchülerInnen in der Realschule Stadtmitte Rede und Antwort

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld steht interessierten SchülerInnen Rede und Antwort"Mein Lieblingsfach in der Schule war..." lautete die erste Frage eines kurzweiligen Interviews, welches Sozialwissenschaftslehrer Thomas Kretzschmar zum Einstieg in die Schülersprechstunde vorbereitet hatte und in dessen Rahmen Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld einige persönliche Fragen zu ihrer Schulzeit sowie ihrem beruflichen Werdegang beantwortete.

Anschließend entwickelte sich eine lebhafte Diskussion zwischen den SchülerInnen der Klassen 9 und 10, die, auch begleitet durch die stellvertretende Schulleiterin Eveline Weber, zunächst viele kommunalpolitische Fragen wie zum Beispiel nach der Zukunft des Kaufhofs, dem öffentlichen Nahverkehr oder auch der örtlichen Sportförderung stellten. Auch die Aufgaben des Jugendstadtrates, welchem auch zwei Schüler der Realschule Stadtmitte angehören, wurde intensiv erörtert, und Dagmar Mühlenfeld skizzierte an der Tafel, von welchen Akteuren die Kommunalpolitik im Wesentlichen gestaltet wird.

Zudem war der berufliche Werdegang Mühlenfelds für die SchülerInnen von großem Interesse. Warum sie sich - trotz der Freude am Lehramt und dem Engagement als Schulleiterin der Luisenschule - damals für eine Kandidatur zur Oberbürgermeisterin entschieden habe, wollten sie wissen. "Ich habe die Möglichkeit, Oberbürgermeisterin zu werden, damals als große Herausforderung begriffen, und mir war und ist es wichtig, auf kommunaler Ebene politisch tätig zu sein und einen engen Kontakt zu den BürgerInnen zu pflegen", so Dagmar Mühlenfeld. Ein landes- oder gar bundespolitisches Amt sei für sie nie eine Alternative gewesen. Fehlen würde ihr, so räumte die Oberbürgermeisterin ein, allerdings die Arbeit mit "ihren" SchülerInnen, so dass die Schülersprechstunde ihr ein wichtiges Anliegen und gern willkommener Anlass sei, um mit jungen Menschen über deren Themen und Meinungen ins Gespräch zu kommen.

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld steht interessierten SchülerInnen Rede und Antwort

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld steht interessierten SchülerInnen Rede und Antwort

Intensiv besprochen wurden auch bildungspolitische Fragen. So brannte den SchülerInnen die Frage unter den Nägeln, wie konkret denn bereits die Überlegungen seien, künftig die Haupt- und Realschulen in sogenannten "Sekundarschulen" zusammenzuführen. Wie sich gemeinsames Lernen von jungen Menschen mit ganz unterschiedlichen Bildungsniveaus realisieren ließe und ob dies für die Lehrkräfte überhaupt zu leisten sei. "Gemeinsames Lernen ist wichtig und heterogene Gruppen sind für eine gelingende Förderung wichtig. Dafür muss sich aber Schule nach meiner Auffassung verändern", so die OB.

"Das heißt also", so eine Schülerin, "wenn ich gut in Mathe und schlecht in Englisch bin und meine Freundin gut in Englisch ist, aber nicht so gut Mathe kann, dass wir uns gegenseitig helfen, richtig?". Genau richtig. Die Oberbürgermeisterin betonte, dass sie sich die Schule als eine Bildungslandschaft wünsche, die langes gemeinsames Lernen ermögliche und viele Partner einbeziehe, um Schule zu einem Lern- und Lebensort werden zu lassen.

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld steht interessierten SchülerInnen Rede und Antwort Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld steht interessierten SchülerInnen Rede und Antwort

Auch die Bearbeitung von Asylanträgen war von Interesse. Die Jugendlichen wollen wissen, ob die einzelne Kommune über die Aufnahme von Asylanten entscheiden kann. Sie erfuhren, dass es feste Kontingente gibt, die den einzelnen Städten zugeordnet werden und dass die betroffenen Menschen aber auch Einfluss darauf nehmen dürfen, in welcher Stadt sie künftig leben. "Ich finde, Mülheim ist besser als andere Städte", so einer der Schüler. Er bezog sich auf seine Ankunft in Mülheim, sein eigenes Erleben - nach der Ausreise aus seinem Heimatland. Er und seine Familie hätten sich willkommen und unterstützt gefühlt - eine Erfahrung, die viele Freunde und Bekannte in anderen Städten nicht gemacht hätten.

Sie wünsche sich, dass sich jede und jeder Einzelne in der Klasse das politische Interesse erhalten möge und alle ab 16 Jahren bei der Kommunalwahl am 25. Mai von ihrem Stimmrecht Gebrauch machten, so Dagmar Mühlenfeld. Vielleicht sei ja einer der Anwesenden der oder die nächste OberbürgermeisterIn... Wer könne das schon wissen...

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Stand: 21.03.2014

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