Archiv-Beitrag vom 02.04.2014Sechs Fußballassistentinnen ausgebildet

Im Rahmen des Projekts „Mädchen mittendrin - Mehr Chancen für Mädchen durch Fußball in Nordrhein-Westfalen“

Marlene Becker, Catharina Craghs, Julia Gornik, Rebecca Hinz, Sabrina Sackers und Annika Weber sind die ersten Schülerinnen, die in Mülheim an der Ruhr im Rahmen des Projekts „Mädchen mittendrin – Mehr Chancen für Mädchen durch Fußball in Nordrhein- Westfalen“ zu Fußballassistentinnen ausgebildet wurden: Die zwischen 14 und 19 Jahre alten Jugendlichen absolvierten Ende März 2014 eine dreitägige Ausbildung, in deren Rahmen ihnen einerseits theoretische Grundlagen vermittelt wurden und die ihnen andererseits die Möglichkeit gab, in vielfältiger Form Erfahrungen in der Praxis zu sammeln.

MSB  Fußballassistentinnenausbildung 2014: Stehend, v.l.: Sabrina Sackers, Marlene Becker, Walburga Koopmann (MSB), Catharina Craghs, Annika Weber, Katharina Althoff (Uni Duisburg-Essen), Katharina van Scherrenburg (Uni Duisburg-Essen). Sitzend: Rebecca Hinz, Julia Gornik.

Stehend, v.l.: Sabrina Sackers, Marlene Becker, Walburga Koopmann (MSB), Catharina Craghs, Annika Weber, Katharina Althoff (Uni Duisburg-Essen), Katharina van Scherrenburg (Uni Duisburg-Essen). Sitzend: Rebecca Hinz, Julia Gornik.
Foto: MSB/Claudia Pauli.

Durch die Ausbildung zu Fußballassistentinnen werden die Mädchen in besonderer Weise qualifiziert und motiviert, Fußballgruppen in Schulen (z. B. Arbeitsgemeinschaften) beziehungsweise Vereinen (mit) zu betreuen und/oder zu leiten. Während manche Teilnehmerinnen an der Ausbildung bereits seit längerer Zeit mit Kinder-Fußball-Gruppen arbeiten, waren andere Ende März erstmals als Übungsleiter aktiv. „Die Sportjugend im Mülheimer Sportbund, die das Projekt hier in Mülheim ins Leben gerufen hat, möchte
die Mädchen nach absolvierter Ausbildung gerne einbinden beziehungsweise verstärkt mit Aufgaben betrauen – z. B. im Bereich der Offenen Ganztagsschule oder in Kooperationen zwischen Grundschulen und weiterführenden Schulen“, erläutert die Sportjugend- Vorsitzende Walburga Koopmann.

Partner:
Katharina Althoff, Projektkoordinatorin an der Uni Duisburg-Essen, meint: „Uns ist es wichtig, die Jugendlichen vor Ort anzusprechen. Eine Ausbildung z. B. beim Verband machen die meisten nicht von sich aus. Wenn diese aber vor Ort angeboten wird, ist die Motivation dazu ungleich höher. Eine solche Ausbildung ist der beste Einstieg in ein Trainerdasein und bietet die Möglichkeit, in eine entsprechende Rolle reinzuwachsen.“

Im theoretischen Teil der Ausbildung ging es unter anderem um Themen wie Lebens und Bewegungswelt von Kindern, Aufsichtspflicht und Erste Hilfe. Zudem erhielten die Jugendlichen Hinweise zur Planung und Umsetzung eines Stationenlernens, sie erfuhren, wie sich für jeden Schüler eine möglichst hohe Bewegungszeit gewährleisten lässt, und bekamen die Aufgabe, ein Konzept für die Durchführung von Übungsstunden im Kinder-Fußball zu entwickeln. Im praktischen Teil durften die angehenden Fußballassistentinnen weitgehend eigenständig den Sportunterricht mit Grundschulklassen leiten. Sie setzten dabei mit Kleingruppen die tags zuvor gewonnenen Erkenntnisse und erarbeiteten Vorhaben zum Thema „Stationenslernen“ um und führten ein Turnier durch, bei dem sie z. B. die Rolle des Trainers und des Schiedsrichters übernahmen. Alle Stunden wurden mit den Ausbildern zeitnah reflektiert, so dass die Mädchen eine Rückmeldung dazu erhielten, in welchen Bereichen sie bereits sehr gut agieren und in welchen Bereichen noch Verbesserungsbedarf besteht.

Nach bestandener mündlicher Prüfung zum Abschluss der Ausbildung erhielten die Jugendlichen eine Urkunde, die ihnen eine erfolgreiche Teilnahme an der Maßnahme bescheinigt. Alle Mädchen wurden für die dreitägige Ausbildung von ihrer Schule – der Luisenschule, der Realschule an der Mellinghofer Straße und der Willy-Brandt-Schule – vom Unterricht freigestellt.

Das Projekt „Mädchen mittendrin – Mehr Chancen für Mädchen durch Fußball in Nordrhein-Westfalen“ nahm in Mülheim im Oktober 2012 seinen Anfang. Seitdem werden in mehreren Grundschulen in Zusammenarbeit mit jeweils ortsnahen Sportvereinen Fußball-AGs für Schülerinnen angeboten. Die Zielsetzung besteht darin, noch mehr Mädchen für die Mannschaftssportart zu begeistern und im Idealfall den daran beteiligten Vereinen zu zusätzlichen Mitgliedern zu verhelfen.


Stand: 02.04.2014

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