Sechsstreifiger Ausbau der A40 zwischen dem AK Kaiserberg und der AS Essen-Frohnhausen

Logo des Landesbetriebs Straßenbau Nordrhein-Westfalen - Straßen.NRWDer Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Regionalniederlassung Ruhr – Haus Essen) ist damit beauftragt, den sechsstreifigen Ausbau der A40 zwischen dem Autobahnkreuz (AK) Kaiserberg und der Anschlussstelle (AS) Essen-Frohnhausen durchzuführen.

Die A40 ist eine wichtige West-Ost-Verbindung. Als Verkehrshauptschlagader des Ruhrgebiets verbindet sie viele Großstädte und weiter das Ruhrgebiet mit dem Niederrhein und den Niederlanden miteinander. Auf dem genannten Abschnitt ist die A40 mit täglich 80.000 bis 90.000 Kraftfahrzeugen hoch belastet. Prognosen zufolge wird diese Belastung weiter zunehmen. Aufgrund der dadurch ebenfalls zunehmenden negativen Konsequenzen im Ballungsraum, wie Stau sowie Lärm- und Schadstoffbelastung wurde der Abschnitt im aktuellen Bundesverkehrswegeplan 2030 in der höchsten Kategorie als Maßnahme „des vordringlichen Bedarfs – Engpassbeseitigung“ aufgenommen. Der sechsstreifige Ausbau ist ein notwendiger Schritt zu mehr Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit.
Der vorliegende Abschnitt liegt zum Großteil im Mülheimer Gebiet. Er beinhaltet die Anschlussstellen Duisburg-Kaiserberg, Mülheim an der Ruhr, Mülheim-Styrum, Mülheim-Dümpten, Mülheim-Winkhausen, Mülheim-Heißen, Mülheim-Heimaterde und Essen-Frohnhausen.
Die Trassenlänge der Ausbaustrecke beträgt 12,3 Kilometer (km). Der Bauanfang wird festgelegt durch den Anschluss an das Autobahnkreuz Kaiserberg (A3 / A40). Der Umbau des Autobahnkreuzes befindet sich gegenwärtig ebenfalls in Planung. Das Bauende wird bestimmt durch die Anschlussstelle Essen-Frohnhausen. Ein weiterer Ausbau in Richtung Osten in die beginnende Troglage der A40 mit der mittig verlaufenden Stadtbahn-Strecke ist bisher nicht vorgesehen.
Aufgrund der vorgegebenen Siedlungs- und Landschaftsstruktur erfolgt der sechsstreifige Ausbau der A40 grundsätzlich im Linienverlauf der vorhandenen vierstreifigen Trasse. Zurzeit wird der Verlauf der Ausbaustrecke durch einen stetigen Wechsel des Querschnitts bestimmt (vierstreifig, fünfstreifig, mit und ohne Standstreifen). Durch den Ausbau erhält der Abschnitt einen einheitlichen, den Anforderungen entsprechenden sechsstreifigen Querschnitt mit Standstreifen (RQ36, Regelquerschnitt über 36 Meter Gesamtbreite).
Im Verlauf der Ausbaustrecke bestehen mehrere Brückenbauwerke, welche im Zuge des sechsstreifigen Ausbaus erneuert werden. Darunter befinden sich drei Großbrücken, das Bauwerk über den Ruhrschifffahrtskanal mit einer Länge von 200 m, die Ruhrbrücke mit einer Länge von 523 m und die 168 m lange Hardenbergbrücke, die sich über die Gleisanlagen der Deutschen Bahn AG erstreckt. Die vorhandenen Anschlussstellen im gesamten Ausbauabschnitt werden nach derzeitigem Stand ohne Eingriff ins untergeordnete Netz angepasst beziehungsweise aus- oder umgebaut.
Im Rahmen der weiteren Bearbeitung wird der 12,3 km lange Autobahnabschnitt in drei eigenständige Entwürfe unterteilt. Dies gilt für die Vorentwürfe, das anschließende Planfeststellungsverfahren und auch die Umsetzung.

Plan: Sechsstreifiger Ausbau der A40 zwischen dem AK Kaiserberg und der AS Essen-Frohnhausen

Der erste Abschnitt erstreckt sich vom AK Kaiserberg bis zur AS Mülheim-Dümpten. Besondere Anforderung sind hier die Abstimmungen mit den Planungen zum Autobahnkreuz Kaiserberg. Die Ein- und Ausfahrten des Autobahnkreuzes Kaiserberg reichen bis auf die beiden Brückenbauwerke über den Ruhrschifffahrtskanal und die Ruhr. Diese wurden in den 60er Jahren erbaut und müssen noch vor dem Ausbau verstärkt werden. Die Verstärkungsmaßnahmen dienen auch der Vorbereitung (4+0-Baustellenverkehrsführung) des Neubaus der beiden Großbrücken.

Der zweite Abschnitt schließt daran an bis zur AS Mülheim-Heißen und der dritte Abschnitt endet mit dem Anschluss an den vierstreifigen Bestand an der Anschlussstelle Essen-Frohnhausen. Charakteristisch für den gesamten dritten Abschnitt ist die im Mittelstreifen liegende Stadtbahn-Linie. Die Koordinierung der betrieblichen Belange von Straße und Schiene während der Bauzeit stellen eine besondere Herausforderung dar.

Bei einem Infoabend hat Straßen NRW am 13. November 2017 erste Planungen für den größtenteils in Mülheim stattfindenden sechsspurigen Ausbau bekannt gemacht.
Der Ausbau soll frühestens ab dem Jahr 2022 beginnen.

Weitere Informationen unter https://www.strassen.nrw.de/.


Stand: 14.11.2017

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