Siedlung Mausegatt

Siedlung Mausegatt. Tag des offenen Denkmals.Die Siedlung Mausegatt-Kreftenscheer - ursprünglich Colonie Wiesche - wurde in der Zeit von 1899 bis 1911 von Hugo Stinnes und August Thyssen gebaut, um ihrer Zeche Wiesche eine feste Stammbelegschaft zu sichern. Damals wechselten nämlich Arbeitnehmer bereits für einen geringen Lohnvorteil ihre Stelle und der Arbeitgeber musste neue Leute anlernen.

Um einen Anreiz zum längeren Verbleib auf einer Arbeitsstelle zu schaffen und dem Betrieb damit zu einer kontinuierlich arbeitenden Belegschaft zu verhelfen, wurde diese Arbeitersiedlung gegründet. Der herrschenden Wohnungsnot wurde so ein Ende gesetzt und die auch aus Polen angeworbenen Arbeiter, die unter Tage benötigt wurden, konnten in gutem Wohnraum untergebracht und an die Zeche gebunden werden.

In den zwei mal 106 Haushälften wohnten zu Beginn des letzten Jahrhunderts etwa 1.000 Menschen.Bergleute und Bewohner der Siedlung Mausegatt vor der Zeche Wiesche (1904)

In den 60er Jahren wurden die Mülheimer Steinkohlezechen nach und nach geschlossen. Als letzte Zeche beendete 1966 Rosenblumendelle ihren Betrieb.

Die ehemaligen Kumpels suchten sich andere Arbeitsstellen und wohnten weiter zur Miete in den Zechenhäusern, die sie teilweise in Eigenarbeit selbst modernisierten.

1977 sollten die Häuser saniert und danach verkauft werden. Daraufhin schlossen sich die Siedlungsbewohner zu einer Bürgerinitiative zusammen. Diese schaffte es in zähen, eineinhalb Jahre dauernden Verhandlungen, dass die in den Häusern wohnenden Mieter das Recht erhielten, das Haus - so wie es war - direkt selbst zu kaufen oder darin lebenslang zur Miete zu wohnen.

Häuser des zweiten Bauabschnitts von 1905 in der Kreftenscheerstraße (Ansicht vor dem Zweiten Weltkrieg)Aus der Bürgerinitiative entstand dann die Siedlergemeinschaft, die sich dem Deutschen Siedlerbund anschloss. Das äußere Erscheinungsbild der Häuser ist in der Denkmalbereichssatzung festgelegt, so dass wir die Siedlung heute fast wie vor hundert Jahren sehen können. Zudem ist sie eine der letzten typischen Arbeitersiedlungen auf Mülheimer Stadtgebiet.  




Anfahrt:
Verlassen Sie die A 40 an der Abfahrt Heißen und biegen (von Duisburg nach rechts oder von Essen aus nach links) in den Frohnhauser Weg ein und fahren unter der Essener Straße bis zum Abzweig Velauer Straße. Hier biegen Sie rechts ab. Die zweite Straße links ist die Mausegattstraße.

Anfahrt mit Bus und Bahn

 

Informationen, auch Beitrittsformulare, erhalten Sie unter Tel.: 0208 / 37 11 87

Weitere Informationen
Förderverein der Siedlergemeinschaft Mausegatt e.V.
Silke Lange, 1. Vorsitzende,
in Mülheim an der Ruhr - Heißen e.V.,
Mausegattstraße 25, 45472 Mülheim an der Ruhr
www.mausegatt.org

Kontakt


Stand: 06.10.2017

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