Archiv-Beitrag vom 10.10.2008So wird Mülheims City schöner

Informationsveranstaltung zur Gestaltungsplanung


"Die Erkenntnis, dass die Schönheit einer Stadt die Zufriedenheit der Bürger und Bürgerinnen sowie die Einkaufsatmosphäre maßgeblich positiv beeinflusst, ist mittlerweile bei allen Beteiligten unbestritten. Jetzt kommt es darauf an, das Ziel einer schönen Stadt auch gemeinsam umzusetzen." So brachte Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld gestern Abend auf den Punkt, was Politik, Bürgern, Geschäftsleuten und Anwohnern gleichsam auf den Nägeln brennt.

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Die Oberbürgermeisterin eröffnete damit eine Informationsveranstaltung des Stadtplanungsamtes für den Einzelhandel zum Thema "Gestaltungsplanung Innenstadt". Ins Technische Rathaus eingeladen hatte Dennis Fischer, City-Manager der MST GmbH, dazu die Mitglieder der Werbegemeinschaft für die Innenstadt (WGI).

Stadtverwaltung, Einzelhandel und der Immobilieneigentümer müssten an einem Strang ziehen, um die Innenstadt von Mülheim für die Bewohner und Besucher wieder attraktiv zu machen, stellte Dagmar Mühlenfeld fest: "Jeder trägt dafür in seinem Bereich die Verantwortung, nicht nur die Stadtverwaltung, die durch den Arbeitskreis Qualitätsoffensive Innenstadt einen ersten Impuls zur Attraktivierung der City gab."


Bereits im Jahr 2006 habe die Verwaltung erste Gespräche dazu geführt. Denn eines war auch damals schon klar: "Neben Ruhrbania müssen wir konkret an Veränderungen der Innenstadt arbeiten", so die Oberbürgermeisterin. Das Stadtentwicklungsprojekt Ruhrbania sei eine für die Innenstadtentwicklung wichtige und wesentliche Entscheidung, die nun durch flankierende Maßnahmen der Qualitätsentwicklung begleitet werde. Mit der "Qualitätsoffensive Innenstadt" liege jetzt eine erste Bestandsaufnahme vor. Die Arbeit auf dem darin aufgezeigten Weg habe begonnen.


Thorsten Kamp vom Stadtplanungsamt referierte, wie sich auch die Kaufleute schon mit kleineren Maßnahmen an der Aufwertung des Stadtbildes beteiligten könnten. Beispiele dafür gibt es in zahlreichen Ruhrgebietsstädten, deren Erscheinungsbild sich in den letzten Jahren durch gelungene Neugestaltungen im öffentlichen sowie im privaten Bereich wesentlich verbessert hat. Vorbild könnte Gelsenkirchen sein: Klaus Dieler, Geschäftsführer der Textilhaus-Kette Dieler und ehemaliger Vorsitzender der Gelsenkirchener Werbegemeinschaft, berichtete von seinen positiven Erfahrungen mit einem Innenstadt-Masterplan und einer Gestaltungssatzung, die auf Initiative des ortsansässigen Einzelhandels erstellt worden war. Gestalterische Verbesserungen führten dort zu einer echten Aufbruchstimmung: Nach Jahren des Niedergangs wurde nun in der neuesten Ausgabe des Wirtschaftsmagazins Ruhr bilanziert: "Gelsenkirchen ist wieder da". Klaus Dieler bestätigte, dass eine Gestaltungssatzung nicht zwangsläufig höhere finanzielle Belastungen für die Einzelhändler bedeutet.


Diese kritisierten die bekannten "Knackpunkte": Die schlechte verkehrliche Erreichbarkeit, der Zustand der Tiefgarage Schloßstraße und die teils unzureichende Grünpflege würden auswärtige Besucher nicht gerade anziehen. Eindeutige Forderung der Mitglieder der WGI: Weitere Verkaufsflächen "auf der grünen Wiese" sollten verhindert werden, um die Konkurrenzfähigkeit der Innenstadt nicht noch weiter zu schwächen.


Um den gestalterischen Rahmen bei Umbau- oder Renovierungsmaßnahmen vorzugeben, sollen nun in den nächsten Monaten mit interessierten Einzelhändlern Vorschläge erarbeitet werden, die in Form einer Gestaltungssatzung für die Innenstadt für alle verbindlich werden, kündigte Thorsten Kamp an.

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Bilanz der Veranstaltung: Es geht nur gemeinsam! Die Zeit der großen Visionen ist vorbei, pragmatische Verbesserungen und Renovierungen – von den Fassaden bis zur Tiefgarage – und eine Politik der kleinen Schritte sind das Gebot der Stunde.

"Der Gestaltungsleitfaden und andere zu erarbeitende Instrumente sind notwendig, um auch Mittel der verschiedenen Förderprogramme zur Stadtentwicklung zu bekommen", betonte die Oberbürgermeisterin.

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Stand: 12.10.2008

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