Solarenergienutzung auf dem Vormarsch

Die Nutzung der Solarenergie ist für Bürgerinnen und Bürger die wohl attraktivste Form der Nutzung erneuerbarer Energien. Die Nachfrage nach Fotovoltaik- und solarthermischen Anlagen ist dementsprechend auch in Mülheim in den letzten Jahren erheblich angestiegen. Auslöser waren neben dem steigenden Umweltbewusstsein der Mülheimer Bevölkerung vor allem zwei Faktoren:

Erstens:
Solarthermische Anlagen werden seit Gründung der medl (Mülheimer Energiedienstleistungs GmbH) zusätzlich zu Fördermaßnahmen des Bundes und des Landes in Mülheim auch lokal gefördert.

Tabelle: Lokale Solarthermieförderung

Jahr

Anzahl

Jahr

Anzahl

1998

4

2002

34

1999

72

2003

29

2000

19

2004

46

2001

38

Gesamt

242

Quelle: medl

Von Beginn der Förderung 1998 bis Ende 2004 wurden hierdurch 242 Anlagen errichtet.
Die größte in Mülheim betriebene Solarthermieanlage befindet sich mit etwa 23 m 2 auf dem Dach des Firmensitzes der medl an der Burgstraße. Auch auf der Luisenschule ist eine Anlage in Betrieb, die etwa 14 m 2 große Kollektorfläche dort erzeugt Warmwasser für die Sporthalle. Die höchste Ansammlung privater solarthermischer Anlagen findet man im Bereich der Saarner Kuppe, hier sind auf der Alexander-Wiedenhoff-Straße 25 Anlagen im Einsatz.

Bilder Solarthermie

Solarthermieanlage Burgstraße (medl) Solarthermieanlage Wurzelbruch (privat)
Solarthermieanlage Sophie-Scholl-Straße (privat) Solarthermieanlage Kreftenscheerstraße (privat)
Solarthermieanlage Wennemannstraße (privat) Solarthermieanlage Kreftenscherrstraße (privat)

Zweitens:
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat die Wirtschaftlichkeit von Solarstromanlagen durch attraktive Einspeisevergütungen deutlich verbessert. Fotovoltaikanlagen werden zu etwa 70 % von privaten Haushalten auf den eigenen Wohngebäuden installiert und haben zumeist eine Größe zwischen 2 und 5 kWp (Kilowattpeak) Leistung. Bei handelsüblichen Anlagen kann man im Mittel von einem jährlichen Energieertrag von ca. 700 bis 800 kWh pro kWp ausgehen. Das heißt eine Anlage von 3 kWp kann demnach einen jährlichen Stromertrag von 2.100 bis 2.400 kWh erbringen, der entsprechend der derzeit gültigen Einspeiseregelung des EEG (~0,545 cT/kwh) jährlich mit 1.145 bis 1.308 EURO vergütet wird.

In Mülheim an der Ruhr existieren derzeit fast 60 Fotovoltaikanlagen die ihren Strom in das Netz des Energieversorgers RWE einspeisen. Davon wurden allein 17 Anlagen im Zeitraum zwischen September 2004 und September 2005 in Betrieb genommen.
Die derzeit insgesamt in Mülheim installierte Leistung liegt bei etwa 240 Kilowattpeak (kWp).

Tabelle: Fotovoltaikanlagen in Mülheim

Jahr

Anzahl

Jahr

Anzahl

2000 und davor

9

2003

5

2001

13

01/2004 - 08/2004

7

2002

6

09/2004 - 08/2005

17

2003

5

Gesamt

57

Quelle: RWE, Stand August 2005

Die beiden größten Solarstromanlagen im Mülheimer Stadtgebiet sind die Anlage der Evangelischen Johanniskirchengeneinde an der Aktienstraße und die Anlage der RWE Energie AG an der Mintarder Straße.
Bei der Anlage auf dem Dach des Gemeindezentrums an der Aktienstraße erzeugen 126 Kollektoren eine Gesamtleistung von 25,8 Kilowattpeak (KWP), die Anlage des RWE in der Mülheimer Ruhraue bringt es auf 16 KW-Spitzenleistung.

Bilder Fotovoltaik

Fotovoltaikanlage Aktienstraße (Ev. Johanniskirchengemeinde) Fotovoltaikanlage Klippe (privat)
Fotovoltaikanlage Duisburger Straße (Ev. Kirchengemeinde) Fotovoltaikanlage Peter-Härtling Schule
Fotovoltaikanlage Mintarder Straße (RWE Energie AG) Fotovoltaikanlage Gracht (privat)

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Stand: 13.12.2006

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