Archiv-Beitrag vom 18.08.2014Sommertour der Oberbürgermeisterin 2014

In der sitzungsfreien Zeit der Sommerferien war Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld auch in diesem Jahr wieder auf ihrer Sommertour in der Stadt unterwegs. In der zweiten Ferienhälfte traf sie sich mit Menschen, die in dieser Stadt vieles bewegen, aber selten die gebührende Aufmerksamkeit erhalten.

Yacht Clubs Mülheim an der Ruhr (YCMR)
NRW-Fachberatungsstelle „Gerne anders!“
Gemeinnützige Gesellschaft für Beratung, Begleitung und Weiterbildung mbh (bbwe)
Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG)
Frauennetzwerk Mülheim an der Ruhr
Mut-Café

Yacht Clubs Mülheim an der Ruhr (YCMR)

Ein Zeitungsbericht zum Mülheimer Stadthafen ließ die OB aufhorchen: „Ich habe den kritischen Beitrag in meinem Urlaub gelesen und gleich Kontakt mit dem Vorstand des Yacht Clubs Mülheim an der Ruhr im Hafen aufgenommen. Vor Ort wurden wir uns im Gespräch schnell einig, wie der Stadthafen positiv und fachkundig begleitet werden kann.“
Dagmar Mühlenfeld traf sich mit dem den Vorstandsmitgliedern Hermann Winters (Vorsitzender) und Rainer Knoop (Schatz- und Hafenmeister) im Hafen. Gemeinsam mit Günter Helmich – zuständig für die der Ruhrbania GmbH – sprach man über Verbesserungsmöglichkeiten für die Skipper am neuen Stadthafen. Die Gebührenfrage wurde ebenso diskutiert wie die Möglichkeit von Stromanschlüssen für die Boote. Günter Helmich konnte zusagen, dass die Anlagen am Stadthafen nachgerüstet werden. Ankommende Boote werden dort schon bald besser festmachen können. Gerne nahm die Oberbürgermeisterin das Angebot den YCMR entgegen, am Stadthafen eine ehrenamtliche „Betreuung“ der Gast-Skipper zu übernehmen. Details hierzu werden zeitnah besprochen.

Sommertour. Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld besucht den Yacht Club Mülheim Ruhr e.V. (YCMR). Hafen, Hafenstr.17 06.08.2014 Foto: Walter Schernstein

(v.l.n.r.) Rainer Knoop (Schatz- und Hafenmeister), Günter Helmich (Ruhrbania GmbH), Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und Hermann Winters (Vorsitzender)
Foto: Walter Schernstein

NRW-Fachberatungsstelle „Gerne anders!“

Neugierig schaute sich Dagmar Mühlenfeld in den neuen Räumen des Sozialvereins für Lesben und Schwule (SVLS), der NRW-Fachberatungsstelle „Gerne anders!“ (Friedrichstraße) und des Vereins „togther“ (Teinerstraße) um. „Ich bin beeindruckt von der Vielfalt der Beratungsleistungen“, so die OB.

Gerne nahm sie das Lob entgegen, dass sich der bisherige Einsatz der Stadt Mülheim an der Ruhr bei der Förderung von Vielfalt und Akzeptanz durchaus sehen lassen könne. Und sie sprach wiederum ihre Anerkennung für das große ehrenamtliche Engagement der in dem Verein und der Beratungsstelle Tätigen aus.

„Dort, wo wir für mehr Toleranz werben können, werden wir das tun“, versprach das Stadtoberhaupt. Ein wichtiges sichtbares Zeichen dafür sei, dass die Stadt Mülheim an der Ruhr in diesem Jahr erstmals zum Christopher-Street-Day die Regenbogenfahne am Rathausturm gehisst habe. Nun müsse es darum gehen, ein verstärktes Problembewusstsein für die alltägliche Diskriminierung von Schwulen, Lesben, Trans-, Bi- und Intersexuellen zu schaffen. „Ob in Altenheimen, in der Schule oder am Arbeitsplatz, kein Mensch darf aufgrund seiner sexuellen Orientierung benachteiligt werden.“ Darin waren sich die Oberbürgermeisterin und die Mitarbeitenden der Beratungsstelle uneingeschränkt einig.

Gemeinnützige Gesellschaft für Beratung, Begleitung und Weiterbildung mbh (bbwe)

Die bbwe Gemeinnützige Gesellschaft für Beratung, Begleitung und Weiterbildung mbH bietet wieder Schnuppertage für SchülerInnen zwecks beruflicher Orientierung an.Geschäftsführer Thomas Aring von der Gemeinnützigen Gesellschaft für Beratung, Begleitung und Weiterbildung und Martin Große-Bremer von der Sozialagentur führten Dagmar Mühlenfeld durch die Weiterbildungseinrichtung an der Löhstraße. Anschließend tauschte sich die Oberbürgermeisterin mit zwölf alleinerziehenden Müttern aus. Jede Einzelne berichtete über den Alltag und ihre Sorgen. Hauptthema waren die Probleme auf dem Arbeitsmarkt. Hemmschuh sei immer wieder das Betreuungsproblem. OB Mühlenfeld sieht eine mögliche Lösung in mehr Teilzeitausbildungsmöglichkeiten. Sie machte sich für diese Idee stark und wird dafür in der Mülheimer Wirtschaft werben. „Hier geht es um Frauen, die gerne arbeiten möchten und nicht auf das `Amt` angewiesen sein wollen“, resümierte Mühlenfeld.

Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG)

Das Sommerfest war im vollen Gange, als die Schirmherrin der Ortsvereinigung Mülheim an der Ruhr e. V. der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft eintraf. Sie wurde vom neuen Vorsitzenden Karl-Heinz Reinelt freudig begrüßt und zu selbstgemachten Salaten und frischem Grillgut eingeladen. „Schön, dass es dieses Jahr mal wieder klappt hier zu sein“, stellte die Oberbürgermeisterin fest. „Einrichtungen wie diese sind von großer Bedeutung, sie geben den Betroffenen Halt und machen Mut, mit den gesundheitlichen Einschränkungen weiter aktiv zu sein.“
Reinelt berichtete, dass dem Verein unlängst langjährige großzügige Spender verloren gegangen seien, wodurch zum Beispiel die Finanzierung eines Spezialbusses für die jährliche Ausflugsfahrt oder die Raummiete für den monatlichen Treffpunkt in Frage stünden. Dagmar Mühlenfeld versprach zu prüfen, ob und bei welchen Anlässen Spenden für den Verein eingeworben werden könnten.

Im Rahmen ihrer Sommer-Tour 2014 besuchte Dagmar Mühlenfeld auch die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG), Ortsverein Mülheim

Von Tisch zu Tisch wandernd, tauschte sich Dagmar Mühlenfeld mit den Vereinsmitgliedern über deren persönliche Situationen aus. „Es war schön zu sehen, dass sich alle trotz ihrer sehr verschiedenen Lebenslagen gegenseitig stützen und mal Gelegenheit zum Abschalten und zum gemeinsamen Fröhlichsein finden“, so die OB.

Frauennetzwerk Mülheim an der Ruhr

Als Stadtoberhaupt - oder heißt das gendergemäß richtig: Stadtoberhäuptin? - also als Oberbürgermeisterin und insbesondere als weibliches Vorbild für berufstätige Frauen und Politikerinnen ist es selbstverständlich, sich mit dem örtlichen Frauennetzwerk auszutauschen. Die Damen freuten sich darüber und stellen allgemein fest, dass ihre Arbeit in der Stadtgesellschaft zunehmend gewürdigt werde. Gelobt wurde zum Beispiel die gute Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum Stadtmitte, dem Theater an der Ruhr, den AWO-Frauen und der städtischen Gleichstellungsstelle. Mit letzterer insbesondere im Hinblick auf die Charta der Gleichstellung, der die Stadt 2013 beigetreten ist.

Hoffnung richtet sich auf die Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle ab Januar 2015. Die Mitglieder des Frauennetzwerks berichteten von der Gestaltung des Frauentags und von einer Veranstaltung gegen Genitalverstümmelungen.

Die Diskussion drehte sich danach um die Frage, wie mehr Frauen für die Kommunalpolitik gewonnen werden können. Ideen gab es einige: familienfreundlichere und kürzere Sitzungstermine, verständlichere Sprache, Einführung einer Quote oder quotierter Redezeiten, weniger Versammlungsrituale, mehr Zielgerichtetheit, Fortbildungen während der Schwangerschaft, Stärkung des Selbstbewusstseins. Es wurde festgestellt, dass Frauen nach wie vor nach ihrem Äußern bewertet und Fehler, anders als bei Männern, nicht zugelassen werden - das hemme! Es wurde aber auch selbstkritisch angemerkt, dass Frauen sich zu selten gegenseitig stützen und fördern.

Abschließend gab es zur Freude der Oberbürgermeisterin auch noch Lob für die Arbeit der Stadtverwaltung, insbesondere der Bürgeragentur als Kommunikatorin zwischen Bürgerschaft und Verwaltung.

Das Frauennetzwerk hat Präsenz im Ausschuss für Personal, Gleichstellung, demografischen Wandel und Inklusion angekündigt. „Wir werden uns kümmern“, versprachen die Damen.

Mut-Café

Zum Mut-Café in der Grundschule an der Bruchstraße treffen sich regelmäßig Frauen mit Migrationshintergrund, um beim gemeinsamen Frühstück die deutsche Sprache zu üben.

MUT-Cafe, niederschwelliges mülheimer Sprachprogramm für Frauen und Eltern.

Es geht um Erziehungsfragen, Gesundheitsfragen wie zum Beispiel Impfungen oder ganz allgemein um Fragen des Alltags. Besonders beliebt beim Sprachtraining ist das Teekessel-Spiel. Und wenn eine Schale mit Mandeln auf dem Tisch steht, wird allen schnell klar, dass „entzündete Mandeln“ etwas anderes bedeuten muss. Die Frauen besuchen auch gemeinsam das Theater an der Ruhr und handarbeiten in der Runde.

Dass das Mut-Café seinen Namen verdient, bewies eine Teilnehmerin jesidischen Glaubens, die aufgewühlt offenbarte, dass sie in den vergangenen Monaten durch den Krieg in ihrer Heimat viele Familienmitglieder verloren hat. Die Teilnehmerinnen hörten mit Betroffenheit und voller Anteilnahme zu.

„Beim Mut-Café in dieser Grundschule zeigt sich, wie erfolgreich sich Stadtteil und Schule ergänzen können. Hier ist die Schule tatsächlich nicht nur Lernort, sondern zum Lebensort geworden“, freute sich Dagmar Mühlenfeld.

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Stand: 27.08.2014

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