Archiv-Beitrag vom 19.05.2008Sonntagsgespräch mit der Oberbürgermeisterin zum Mülheimer Familienbericht

Zum zweiten Mal hatte Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld am Wochenende zum Sonntagsgespräch in die Stadthalle eingeladen. Nach der Diskussion um die Sanierung des Rathauses standen diesmal die Ergebnisse des ersten Mülheimer Familienberichts auf dem Programm. Mit der finanziellen Unterstützung des Unternehmerverbands Mülheimer Wirtschaft wurde erstmals auch Kinderbetreuung angeboten.

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld

Holger Wunderlich von der "Faktor Familie GmbH" machte zunächst deutlich, warum der im Herbst 2007 veröffentlichte Familienatlas der Bundesregierung nicht die tatsächliche Situation von Familien vor Ort erfasst. Dort wird Mülheim an der Ruhr als "passive Region" eingeschätzt, da familienfreundliche Initiativen in der Stadt (u.a. das Mülheimer Bündnis für Familie) in der Auswertung nicht berücksichtigt werden. Stattdessen werden statistische Daten verglichen. Z.B. wird für die Bewertung die Gesamtzahl von Kinoleinwänden der Anzahl der Kinder in einer Stadt gegenübergestellt.

"Mülheim schaut genauer hin", betonte Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld mit Blick auf den Vortrag von Holger Wunderlich. Der Referent konzentrierte sich in seinen Ausführungen vor allem auf die sozioökonomische Situation von Familien in Mülheim. Es ging um Fragen wie: "Wie viel Geld haben Familien zur Verfügung?" und "Wie hängen finanzielle Situation und Bildung zusammen?" Auch die Themen "Zufriedenheit mit dem Wohnumfeld" und "Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche" wurden angerissen.

In der anschließenden Diskussion machte die Oberbürgermeisterin deutlich, dass den Daten nun Taten folgen müssen. Das könne für einzelne Bereiche (z.B. in der Bildung) durchaus bedeuten, dass Ungleiches künftig nicht mehr gleich behandelt werden dürfe. Wie die finanziellen Mittel der Stadt eingesetzt würden, um gleiche Startchancen für alle Kinder in Mülheim an der Ruhr zu bieten, bedürfe einer intensiven Diskussion. Hervorgehoben wurde auch, dass die wirtschaftliche Lage und die Bildung der Eltern die Bildungschancen von Kindern stärker beeinflussen als etwa ein vorhandener Migrationshintergrund.

Vertreter des Jugendstadtrates kündigten an, dass sie sich in den kommenden Monaten ebenfalls dem Thema "Chancen für junge Familien in Mülheim" zuwenden werden. Hier soll es um attraktive Freizeitmöglichkeiten, die Jugendzentren der Stadt und die Sicherheit gehen.

Der Familienbericht kann über die städtische Homepage eingesehen und downgeloaded werden.



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Stand: 19.05.2008

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