Stadt und Diakoniewerk "Gemeinsam für ein sauberes Mülheim"


Um Schriftzüge und Bilder an Hauswänden, Brückenpfeilern und Türmen zu übertünchen, muss die Stadt jährlich eine hohe sechsstellige Summe aufwenden. Nun sind „Graffiti-Jäger“ den Sprayern auf den Fersen - mit dem neuen "GraffEx-Mobil".
"Ich bin hoch zufrieden, dass es uns gelingt, die Bausteine für das Projekt, Sauberes Mülheim´ jetzt so schnell zusammen zu bringen", erklärte Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld bei der Präsentation des GraffEx-Mobils. Die Beseitigung von Graffiti ist eines der Hauptanliegen der Kampagne für ein sauberes Mülheim. Zum einen könne man, so Diakoniewerk-Leiter Ulrich Schreyer, die "Schmierereien" mit Hilfe chemischer Mittel entfernen. Darüber hinaus gibt es eine neuere, umweltfreundliche Methode, besagtes GraffEx-Mobil nämlich.

Freuen sich über den neuen Service: Rainer Stobbe (ImmoService), Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld,  Ulrich Schreyer (Diakoniewerk) und GraffEx-Mitarbeiter Kanthasamy Faßbender

Foto: Walter Schernstein
Hierbei handelt es sich um einen Transporter, der mit einem Kompressor ausgestattet ist. Im Innern des Wagens befinden sich ein Wassertank und ein Behälter mit einem Pulvergemisch. Mittels Hochdruckgerät wird das Wasser-Pulvergemisch auf Hauswände, die von Graffiti verunziert sind, gesprüht. "Die Bilder lassen sich so in der Regel fast völlig entfernen", erklärt Ulrich Schreyer.
Positiv ist laut Schreyer zu werten, dass auf diese Weise nicht nur die "Farbklekse" von Bauwerken getilgt würden, "es gelingt so auch, Langzeitarbeitslose zu beschäftigen." Denn: Die zwölf GraffEx-Mitarbeiter werden finanziert von der JobService-GmbH (JSG). "Die Maßnahme bietet den Teilnehmern sowohl die Gelegenheit, sich auf diesem Gebiet zu qualifizieren als auch etwas zur Sozialhilfe hinzu zu verdienen", sagt Schreyer. Zwei Euro pro Arbeitsstunde werden den Männern zusätzlich zur Sozialhilfe ausbezahlt.
Zunächst sollen die Männer nun besonders beliebte Sprayer-Treffpunkte säubern. "In der Regel treffen die fast ausschließlich jugendlichen Täter sich an Plätzen, die für die Öffentlichkeit schlecht einsehbar sind", so Rainer Stobbe vom städtischen ImmobilienService. Darüber hinaus sollen neue Schmiererein unverzüglich getilgt werden, sobald die Stadt davon Kenntnis hat. Denn die rasche Beseitigung schrecke die Jugendlichen ab, weiß Oberbürgermeisterin Mühlenfeld. Melden können Bürger neue "Verunzierungen" aber auch Plätze, an denen es besonders bunt aussieht, über eine kostenlose Hotline der Bürgeragentur: Tel: 0800 - 455 1644.

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Stand: 04.03.2004

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