Stadtkämmerer Gerd Bultmann gab den Startschuss für das SAP-System
Am 1. Juni 2005 hat Stadtkämmerer Gerd Bultmann (sitzend, im Kreise seiner Mitarbeiter/innen) mit der symbolischen ersten Eingabe in das neue SAP-System den Startschuss für den NKF "Produktivbetrieb" gegeben.

Mit dieser ersten Eingabe können die Ämter der sogenannten "ersten Welle" der Umstellung auf das Neue Kommunale Finanzmanagement (NKF) im neuen SAP-System mit der Planung für den ersten Neuen Kommunalen Haushalt für das Jahr 2006 bei der Stadt Mülheim an der Ruhr beginnen. Zuvor haben in den letzten Wochen zirka 40 Mitarbeiter dieser Ämter Theorie- und Technik-Schulungen sowie umfassende Informationen erhalten, um sich sicher in der neuen Software bewegen zu können. In den vorangegangenen Monaten seit Mitte September haben städtische Mitarbeiter gemeinsam mit Beratern in zahlreichen Arbeitsgruppen die notwendigen Einstellungen und Tests der neuen Software vorgenommen. Mit der Produktivsetzung des SAP-Systems ist ein weiterer Meilenstein bei der NKF-Einführung bei der Stadt Mülheim an der Ruhr erreicht worden. Nur durch den engagierten Einsatz der Mitarbeiter und die qualifizierte Unterstützung der Berater konnte der ehrgeizige Zeitplan eingehalten werden.

Mit der Einführung des NKF und der zukunftsfähigen neuen Technik ist die Stadt Mülheim an der Ruhr auf dem Weg, ein effektives Finanz- und Steuerungsinstrument zu erhalten. Die Stadt Mülheim an der Ruhr stellt ihr gesamtes Rechungswesen in zwei "Wellen" zum 1.1.2006 und 1.1.2007 von der bisherigen, traditionellen Kameralistik auf das NKF um. Die erste Hälfte der städtischen Ämter, wie z.B. Gesundheitsamt, das Bürgeramt, das Amt für Wohnungsförderung und Wohnungswesen sowie alle Referate, beginnt bereits jetzt mit der Planung der Haushaltszahlen für den Neuen Kommunalen Haushalt 2006. Der nächste bedeutende Meilenstein im NKF- Projekt ist Ende September die Einbringung des Haushalts 2006, der sich bereits zur Hälfte auf das NKF beziehen wird, zur Beratung in die politischen Gremien. Darauf werden die Mitglieder aller Gremien bereits seit Ende April in mehreren Schulungs- und Informationsveranstaltungen vorbereitet. Neu am NKF ist u.a. das Rechnen, Denken und Buchen nach den Grundsätzen der kaufmännischen (doppelten) Buchführung und die Gliederung des kommunalen Haushalts nach Produktbereichen, -Gruppen und Produkten und nicht mehr wie -in der Kameralistik- nach Einzelplänen, Abschnitten und Unterabschnitten und die Aufteilung in einen Verwaltungs- und einen Vermögenshaushalt. Kaufmännisches und betriebswirtschaftliches Denken soll verstärkt Einzug halten. Die erste vollständige Eröffnungsbilanz für die Stadtverwaltung in der erstmals sämtliches städtisches Vermögen und die Schulden konsequent gegenübergestellt werden, wird nach und nach ermittelt. Die Vorbereitungen zur Aufstellung der Eröffnungsbilanz haben bereits vor einiger Zeit begonnen, so ist zu diesem Zweck eine flächendeckende Inventur erforderlich um sämtliche Vermögenswerte zu ermitteln. Eine Herausforderung für die städtischen Mitarbeiter, denn wer hat schon bisher gezählt, gemessen oder gewogen, wie viel Spielzeug sich in den städt. Tageseinrichtungen befindet oder wie viel Meter Schlauch die Feuerwehr besitzt? Die Umstellung des Rechnungswesens auf das NKF fordert ein Landesgesetz, das alle Kommunen in NRW verpflichtet, diese Maßnahme bis spätestes 2009 abgeschlossen zu haben. Der ehrgeizige Zeitplan der Stadtverwaltung sieht es vor, die vollständige Umstellung bereits zum 1.1.2007 vollzogen zu haben. Mit dem Start des NKF-Produktivbetriebs liegt Stadtkämmerer Gerd Bultmann und sein Projektteam voll im Zeitplan für die Umstellung, eben "just in time"!
Foto: Walter Schernstein
Kontakt
Stand: 01.06.2005













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