Städtetag Nordrhein-Westfalen: Dortmunds Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer in Mülheim zum Vorsitzenden gewählt

Zum ersten Mal in seiner Geschichte tagte der Städtetag Nordrhein-Westfalen mit 300 Delegierten und rund 200 Gästen in Mülheim an der Ruhr. Eine Aufgabe, die das Team von der Stadthalle vor eine große logistische Probe stellte, die aber souverän gemeistert wurde. Alle verfügen Ressourcen wurden genutzt, um aus der Halle ein funktionierendes Kongress-Center zu machen.

"Mülheim ist stolz darauf, Sie alle heute hier in unserer schönen Stadthalle begrüßen zu können. Wir freuen uns, dass unsere Stadt zum ersten Mal Gastgeberin für den Städtetag NRW ist- und ich bin froh, dass Sie so zahlreich erschienen sind," begrüßte Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld die Gäste.

"In schwierigen Zeiten wie diesen ist es nämlich unabdingbar, dass sich die Städte und Gemeinden zusammenschließen und ihre berechtigten Interessen gemeinsam vertreten. Wie wichtig dies ist, zeigt zum Beispiel das geschlossene Auftreten der kommunalen Vertreter/Innen, wenn es um die Gemeindefinanzreform geht. Nicht zufällig beschäftigt sich ein Workshop heute Nachmittag mit diesem für die Städte und Gemeinden überlebenswichtigen Thema. Wir vor Ort wissen schließlich am besten, wo wir mit Reformen ansetzen müssen, welche Löcher wir stopfen, welche Maßnahmen wir im Sinne der Bürger und Bürgerinnen unbedingt weiterführen müssen."

Bis auf den letzten Platz war die Stadthalle mit 500 Besuchern gefüllt

"Wir können am besten einschätzen, welche Hilfen die Arbeitslosen in unserer Stadt brauchen, wie und an welcher Stelle unsere Verwaltung reformiert werden kann. Wenn man von uns – zu Recht - erwartet, dass wir die interkommunale Zusammenarbeit verstärken, um wirtschaftlich handeln zu können, dann darf man uns aber auf der anderen Seite keine Knüppel zwischen die Beine werfen. Wir müssen vergaberechtliche Hürden abbauen, wenn die Kooperation über Stadtgrenzen hinweg für die einzelnen Kommunen auch Vorteile bringen soll. Wir brauchen außerdem eine Ausweitung der Investitionsspielräume, um unsere Städte weiter entwickeln und unsere lokale Wirtschaft unterstützen zu können. Nur gemeinsam sind wir stark. Um das zu zeigen, treffen wir uns heute in Mülheim. Gemeinsam wollen und müssen wir nach neuen Wegen in die Zukunft suchen. Gemeinsam müssen wir uns den uns alle betreffenden Herausforderungen wie sinkende Bevölkerungszahlen, hohe Arbeitslosigkeit und Sozialkosten sowie wegbrechende Einnahmen und hoch verschuldete kommunale Haushalte stellen. Doch auch wachsende Schulden dürfen uns nicht dazu verleiten, die Hände in den Schoß zu legen... und uns unserem Schicksal zu ergeben. Wir müssen auch ohne finanzielle Polster etwas bewegen, um unsere Städte zukunfts- und wettbewerbsfähig zu machen," so die Oberbürgermeisterin.

Im Rahmen der Vorstandswahlen – bei denen Dortmunds Oberbürgermeister Dr. Langemeyer (Bildmitte) zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde – wurde auch Dagmar Mühlenfeld in den Vorstand berufen. Immerhin: Der Städtetag NW vertritt 40 Kommunen, die rund neun Millionen Menschen repräsentieren.

Fotos: Walter Schernstein

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Stand: 27.05.2004

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