Archiv-Beitrag vom 12.11.2010Symbolischer Spatenstich für den Umbau von drei Schulen

Ein Konsortium unter Leitung der STRABAG Real Estate GmbH, einem Unternehmen der STRABAG Gruppe, hatte Mitte Juni 2010 von der Stadt Mülheim den Zuschlag für eine Öffentlich-Private-Partnerschaft (ÖPP, Public-Private-Partnership, PPP) erhalten. Im Rahmen eines mehrstufigen Vergabeverfahrens wurde das Unternehmen ausgewählt, die Modernisierung, den teilweisen Neubau und den Betrieb der Mülheimer Schulen Karl-Ziegler-Gymnasium, Gymnasium Luisenschule und Willy-Brandt-Gesamtschule sowie den Betrieb der Gemeinschaftsgrundschule Styrum für einen Zeitraum von 25 Jahren zu übernehmen.

ÖPP-Projekt Schulen in Mülheim. Karl-Ziegler-Gymnasium.06/2010

Modernisiert und "aufgestockt", so wird sich das Gebäude des Karl-Ziegler-Gymnasiums in zwei Jahren darstellen - ein moderner Lenrort

 

Das Vertragsvolumen (Bau, Finanzierung, Betrieb) liegt bei 160 Mio., wovon 52 Mio. auf den Bau bzw. die Modernisierung der Gebäude entfallen. "Gegenüber der Eigenrealisierung spart die Stadt Mülheim nahezu 8 % der Projektkosten," betonte Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld jetzt bei dem symbolischen Spatenstich in der Karl-Ziegler-Schule.

Symbolischer Spatenstich für den Umbau von drei Schulen.11.11.2010Foto: Walter Schernstein

Beim "symbolischen Spatenstich": Die "Bauleute" und die künftigen Nutzer

Foto: Walter Schernstein


"Neben dem wirtschaftlichsten Angebot sprachen der kurze Realisierungszeitraum, die besten architektonischen Entwürfe und die geplante Beauftragung von Firmen in der unmittelbaren Region für das STRABAG Konsortium, dem auch die Ed. Züblin AG für die Bauausführung und die STRABAG Property and Facility Services GmbH für die Betriebsleistung angehören," so der Chef der städtischen ImmobilienService, Frank-Peter Buchwald.

52 Millionen Euro werden je zu einem Drittel am Karl-Ziegler-Gymnasium, an der Luisenschule und an der Willy-Brandt-Schule in den kommenden zwei Jahren verbaut. Es gehe nicht um eine reine Sanierung im Bestand, betonte Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld, sondern um Modernisierung und darum, Schule zum "dritten Pädagogen" zu machen, zum attraktiven Lernort, zum Zentrum für eine aktive Stadtteilarbeit.
Flexible Unterrichtsräume wird es geben, natürlich Fachräume, Speisesäle, Räume für Arbeitsgemeinschaften, Treffpunkte, Ruhezonen, Sportbereiche. Es wird umgebaut, angebaut, aufgebaut. Im Januar wird man an der Willy-Brandt-Schule beginnen, im Monat darauf an der Luisenschule. "Am Ende bekommt Mülheim für gut 3000 Schüler drei gute Lernorte," ist sich Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld sicher.
Auch das soll sich ändern: Wie sehen Schulen oft nach Jahren aus – Beschmiert, zerstört, defekt. Gleichgültigkeit und Rücksichtslosigkeit gegenüber dem Ort, an dem man lernt, lassen sich leider an vielen Stellen ablesen. Aber es geht auch anders. Das weiß man im Kölner Baukonzern, der ähnliche Projekte an anderen Orten realisiert hat. "Wer seine Schule pfleglich behandelt, wenige Schäden verursacht, Energie spart, der wird an dem Erfolg partizipieren", sagt Dr. Marc Hennemann von der Strabag. Sprich: Er bekommt Geld ausgeschüttet. Es ist ein Teil des Geldes, das die Strabag ansonsten in Reparaturen und Erneuerungen wieder investieren müsste. Denn am Ende der Partnerschaft im Jahr 2035 werden die Schulbauten der Stadt wieder übergeben und dann in einem tadellosen Zustand.

ÖPP-Projekt Schulen in Mülheim. Willy-Brandt-Gesamtschule.06/2010

Zum "Schmuckstück im Stadteil" soll die Willy-Brandt-Schule werden

ÖPP-Projekt Schulen in Mülheim. Gymnasium Luisenschule.06/2010

Die Luisenschule wird "wachsen", d.h. erweitert durch einen Anbau

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Stand: 12.11.2010

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