Archiv-Beitrag vom 19.08.2012Techniknacht Ruhr glänzte bei Premiere

Besucher erlebten Technologie "made in Ruhrgebiet"

Begeisterte Besucher, mehr als 250 gut besuchte Einzelveranstaltungen und ein perfekt funktionierendes Shuttlenetz quer durch das westliche Ruhrgebiet: so die Erfolgsbilanz der ersten Techniknacht Ruhr. Mit diesem beeindruckenden Ergebnis ist es dem Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) Rhein-Ruhr e.V. bereits mit seiner Auftaktveranstaltung gelungen, ein Event der Superlative auf die Beine zu stellen, das besonders durch sein aufregendes Programm und hohes Begeisterungs-Potenzial punktete. Damit fiel auch das Fazit von Veranstaltern und Publikum am Ende des Tages einhellig aus: "Technik made in Ruhrgebiet ist cool."

Unweit des Wasserkraftwerks liegt das denkmalgeschützte ehemalige Schülerbootshaus. Das 1926 aus Ruhrsandstein erbaute Gebäude beherbergt seit 1990 das Haus Ruhrnatur

Wieso schlagen sich Menschen gemeinsam eine ganze Nacht um die Ohren? Ganz klar: Die Faszination Technik ruft. Obwohl sich das große Interesse bereits im Vorverkauf abzeichnete, übertraf die Veranstaltungsnacht dennoch die Erwartungen. Bereits vor 18 Uhr saßen die Besucher in den Startlöchern ihrer Städteportale, um einen Platz in einem der ersten Shuttlebusse zu den zahlreichen Veranstaltungsorten zu ergattern.

Der Andrang auf alle 35 Technologiekompetenz-Zentren in Oberhausen, Duisburg, Essen, Gladbeck, Gelsenkirchen, Bottrop und Mülheim an der Ruhr war überwältigend. Von 18 bis 1 Uhr folgten Ausgeschlafene der Einladung "KNOW HOW?! - Wissen wie" und erlebten in verschiedensten Führungen, Workshops, Mitmachaktionen und Vorträgen Technologie zum Anfassen. Ob robotergesteuerte Fertigung oder Bergbautechnik, Wohnlabor oder Reinraumfertigung, Fahrzeuggiganten oder Nanotechnologie, Weltmarktführer oder Hidden Champion - bei dieser ersten Techniknacht Ruhr war für jede Interessenslage und jedes Alter etwas dabei. Aber auch für Überraschung war gesorgt. Denn so mancher wunderte, welche Geheimnisse gerade Alltagstechnologien in sich bergen.

Energie war - nicht zuletzt aufgrund der einzigartigen Kraftwerksdichte in der Region - ein weiteres zentrales Thema der ersten Techniknacht Ruhr. Und so stand auch für viele Gäste der Besuch zumindest eines Energieproduzenten auf ihrer Routenplanung. Vielen fiel die Entscheidung dabei jedoch schwer. Denn auch hier übertrumpften sich die teilnehmenden Stationen mit Programm-Highlights am laufenden Band. Zum Beispiel zu Fuß durch das Kraftwerk Scholven streifen, beobachten, wie aus Müll Energie entsteht oder beeindruckende Lichtbogen im Umspannwerk Essen-Karnap bewundern: die Tendenz des Publikums ging auch hier ganz klar zu mehrfachem Besuchs-Hopping auf den "Routen der Faszination". Familie K berichtete: "Wir haben uns bereits im Vorfeld eine Familienkarte besorgt und gemeinsam entschieden, was wir alles sehen wollen. Mit der einfachen Routenplanung war das Pendeln von A nach B dann ein Kinderspiel. Und nachts Bus fahren - fast das Größte für unsere Kids".

Das Logo der Hochschule Ruhr West, Fachhochschule Mülheim an der RuhrAber auch die Zielsetzung der Veranstalter, junge Erwachsene für die technischen Ausbildungsberufe und Studienfächer der Region zu begeistern, ging auf. Alleine der Zustrom Jugendlicher im RWE-Ausbildungszentrum in Essen, das Lehrstellen und duale Studiengänge anbietet, war enorm. Erfahrungen, die Stationen wie DB Regio NRW GmbH, die GHH Fahrzeuge und viele andere teilten. Bei den technischen Fachrichtungen zeigten die Hochschule Ruhr West und die Universität Duisburg Essen zukünftigen Studenten, was sie auf dem Kasten haben. "Wir freuen uns sehr, mit der Techniknacht Jugendliche - auch solche, die bisher nicht über die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik nachgedacht haben - für technische Berufe zu begeistern,“ so Hartmut Fiege vom VDE Rhein-Ruhr e.V., Projektleiter der Techniknacht Ruhr.  „Denn technische Berufe bedeuten eine ausgezeichnete Zukunftsperspektive - sowohl für die junge Menschen als auch für unseren Technologie- und Wissensstandort."

Was der Technologiestandort Ruhr West sonst noch zu bieten hat und wie Technik funktioniert, konnten alle Interessierten in einzigartigen Veranstaltungsangeboten zum Staunen, Mitmachen und Hinterfragen selbst erleben. Denn im Fokus der ersten Techniknacht Ruhr stand ganz klar: Berührungsängste abbauen und Begeisterung für Technik wecken. Ein Konzept, das funktionierte. Ob auf der Kohleninsel des RBH, bei der Feuerwehr Bottrop, Amprion, ELE, E.ON, EVO oder STEAG, dem Fraunhofer-inHaus-Zentrum oder dem Haus der Technik, WDR oder im WAZ, den Briefzentren der Deutschen Post DHL, beim Knappschaftskrankenhauses Bottrop, Medion, BP & Sabic, SIEMENS, SAG, RAG, Masterflex, TRW Automotive und Huber Packaging - überall kamen die Besucher auf ihre Kosten. Und so ist auch Martin Trinter, Vorstand des VDE Rhein-Ruhr e.V.  durchweg zufrieden mit dem Premieren-Start: "Unsere Erwartungen wurden mit der ersten Techniknacht Ruhr weit übertroffen. Nämlich eine der aufstrebendsten Regionen Deutschlands mit ihren aufregenden Technologien, der besten medizinischen Versorgung und wissenschaftlichen Vorrangstellung einem breiten Publikum zu präsentieren. Denn Technologie ist und bleibt spannend. Eine Message, die bei unseren Besuchern angekommen ist."

Da das Ruhrgebiet noch viele Innovationstreiber und technische Überraschungen bereithält, plant der VDE die Techniknacht Ruhr im kommenden Jahr mit der Vorstellung des östlichen Ruhrgebiets fortzusetzen.


Stand: 19.08.2012

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