Text und Übersetzung

Schreibweise: Walter Ferschen 2002

Übertragung (wörtlich oder sinngemäß):
Franz Firla

Ssinter Mätes Vögelsche,
heet soan roat Kapögelsche,
cheflooge, chestoowe;
wiit, wiit öwer dä Rhin,
wo de fette Färkee sinn.
Chutt Frau, chiff us wat,
all de Hünnerkes legge wat!
Do boowen en de Fääsche,
do hange de lange Wööste,
chiff us de lange, lott de kotte hange,
lott us nee soa lang hie stoon,
wei wille noch en Hüüske widder choon.

Sankt Martins Vögelchen
hat so ein rotes Kapützchen (Haube),
geflogen, auseinander gestoben,
weit, weit über den Rhein,
wo die fetten Schweine sind.
Gute Frau, gib uns was,
alle Hühner legen was.
Oben in der First
hängen die langen Würste,
gib uns die langen, laß die kurzen hängen.
Laß uns nicht so lange hier stehen,
wir wollen noch ein Häuschen weiter gehen.

Hie van do noo Äässe, hoalīn en fette Blässe.

Von hier nach Essen eine fette Kuh holen.

Hie vöar, do vöar,
vöar de riike Koupmannsdöar.

Hier vor, da vor,
vor der reichen Kaufmannstür.

Hier wohnt ein reicher Mann,
der uns was geben kann,
viel soll er geben,
lang soll er leben,
selig soll er sterben,
das Himmelreich ererben.

Einige Worterläuterungen:
Äässe-Bläässe = der Viehmarkt in Essen ist gemeint
Stuppstatt= Stummelschwanz, bezieht sich auf einen rheinischen Brauch
Muus= Maus, bezieht sich ursprünglich auf Ungeziefervertreiben durch Anzünden von Reisig und Stroh!



Die Maat, die löpp de Trappe eropp,
se pack waal en de Nöötesack,
se pack waal nee doneewe,
se sall us waal wat cheewe.
Chiff wat, haul wat,

teegent Joor wiier wat.
Ssinter Määtes Stuppstatt.
Schmiit dän Appel döar dat Chatt,
schmiit en nee soa wiit,
söös fällt he en dä Driit,
schmiit en nee soa hatt,
söös fällt he en dat Chatt!
Muus, Muus, kumm eruut,
chiff us Äppel un Nööte,
Äppel un Nööte sinn soa chutt
föar dän aulen Patsfoot!


Die Magd, die läuft die Treppe hinauf,
sie fasst wohl in den Nüssesack,
sie wird doch wohl nicht daneben fassen
und uns etwas geben.
Gib was, halte was,
nächstes Jahr wieder was.
Sankt Martins Stummelschwanz!
Schmeiß den Apfel durch das Loch.
Schmeiß ihn nicht so weit,
sonst fällt er in den Dreck (Mist),
schmeiß ihn nicht so fest,
sonst fällt er in das Loch.
Maus, Maus, komm heraus!
Gib uns Äpfel und Nüsse!
Äpfel und Nüsse schützen so gut
gegen den alten Pferdefuß (Teufel)!

Wenn man nichts bekommen hat:
Dat Huus, dat steiht op einem Pinn,
do wonnt dä chitzige (soa un soa) drinn!

Das Haus steht auf einem Bein,
da wohnt der geizige (soundso) drin!

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Stand: 02.11.2016

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