Archiv-Beitrag vom 17.06.2013Tiergehege Witthausbusch

Überarbeitung des Freigeheges

Das Amt für Grünflächenmanagement und Friedhofwesen ist seit 3 Jahren aktiv dabei das Konzept „Attraktivierung des Tiergeheges im Witthausbusch“ umzusetzen.
In diesem Zusammenhang wurde im April 2013 mit der Überarbeitung des großen Freigeheges begonnen. Nach erfolgreicher Sanierung und Umgestaltung haben die Tiere am 6. Juni 2013 die neuen Flächen mit Freude aufgenommen.

 Neueröffnung Tiergehege Witthausbusch. 13.06.2013 Foto: Walter Schernstein

Der südwestliche Teil unmittelbar an die Stallungen angrenzend war so stark abgenutzt, dass natürliche Vegetation keine Chance mehr hatte.
In den Mülheimer Grünflächen konnte bei der Sanierung wassergebundener Flächen ein Verfahren erprobt werden, welches es der Stadt ermöglicht eine neuartige pflegeleichte Bodendecke aufzubringen. Vegetationsflächen sind für die artgerechte Tierhaltung geeigneter als Kargböden, zumal wenn diese nicht naturvorgegeben, sondern durch zu starke Beanspruchung entstehen, wie dies im Freigehege sichtbar der Fall war.

Der nordöstliche Gehegeteil wurde in einem ersten Bearbeitungsschritt bereits mit Rasenun-tergrund in 2011 ausgestattet. Nun sollte auch der Südwestteil überarbeitet werden. Neben weiteren Rasenflächen wurden Scharrbereiche mit Holzhäckseln und ein Sandbad für das natürliche Komfortverhalten der Tiere angelegt. Stark strapazierte Gehegeteile, in denen ein Rasen nicht etabliert werden konnte, wurden mit der neuartigen pflegeleichten Bodendecke versehen. Zur Vermeidung von Entsorgungskosten wurde der erforderliche Bodenabtrag überwiegend im Zuge einer ansprechenden Geländemodulierung vor Ort wieder eingebaut. Höhenunterschiede in der Fläche wurden außerdem durch eine Mauer aus Natursteinblöcken aufgefangen. Im Nebeneffekt soll diese Sanierungsmaßnahme auch die Pflegbarkeit und die Attraktivität der Anlage verbessern.

Neueröffnung Tiergehege Witthausbusch. 13.06.2013 Foto: Walter Schernstein

Bürgermeister Markus Püll eröffnete die neuen Flächen im Tiergehege Witthausbusch. Das Foto zeigt ihn links neben Sylvia Waage, Leiterin des Amtes für Grünflächenmanagement und Friedhofswesen und Frank Lenz von der Bürgerstiftung.

Fotos: Walter Schernstein

Während der Baumaßnahme, die etwa 1,5 Monate dauerte, ist es leider erforderlich, die auf dem Gelände lebenden Ziegen und Schafe auszulagern. Insgesamt neun Heidschnucken, 12 Zwergziegen (davon fünf Jungziegen) und drei Thüringer Waldziegen werden für die Zeit auf einer Weide „Urlaub“ machen.

Das Tiergehege blieb aber mit den typischen Einschränkungen einer Gehegeneugestaltung während der gesamten Maßnahme für die Besucher geöffnet.
Die Kosten für die umfangreichen Arbeiten in Höhe von rund 41.500 Euro werden von der Bürgerstiftung und der Charlotte Franke Stiftung für die bedrohte Tierwelt im Ruhrgebiet getragen. Der städtische Haushalt wird dadurch nicht belastet.

Nach erfolgreicher Sanierung und Umgestaltung haben die Tiere am 6. Juni 2013 die neuen Flächen mit Freude aufgenommen. "Sie sind im Galopp aus den Ställen auf die neuen Flächen gelaufen. Sofort wurde das frische Gras gefressen. Zukünftig braucht die Stadt dort wohl keinen Rasenmäher mehr, das erledigen vor allem die Schafe, aber auch die anderen Tiere lieben das frische Gras. Die Scharbereiche wurden ebenfalls sofort intensiv durch die Hühner genutzt. Der neue Steinhaufen wurde von den Ziegen gestürmt.
Also ein gelungener Umbau zum Wohle der Tiere und eine attraktive Aufwertung des Tiergeheges," freut sich Amtsleiterin Sylvia Waage.

In diesem Außengehege sind zurzeit drei Walliser Schwarznasenschafe, der Thüringer Waldziegenbock Anton, vier Thüringer Waldziegen-Lämmer, die Zwergziegen Emma und Knutschkugel sowie die Gänse, Enten, Puten und einige Hühner in Offenstallhaltung beheimatet. Etwa Mitte August werden die weißgehörnten Heidschnucken und weitere drei Thüringer Waldziegen sowie Zwergziegen von der Weide zurück „nach Hause“ kommen.

Das Tiergehege Witthausbusch ist bei den Mülheimern seit Jahrzehnten enorm beliebt. "Auch ich habe, wie viele Mülheimer, meine ersten Gehversuche im Witthausbusch getan", so Bürgermeister Markus Püll.

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Stand: 17.06.2013

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