Archiv-Beitrag vom 21.09.2011Über 1.000 Bürger wollen die Zukunft der Energieversorgung in Mülheim testen

Großes Interesse am Feldtest zum intelligenten Stromverbrauch - Rund 400 Haushalte haben sich bereits verbindlich angemeldet

Mehr als 1.000 Bürger sind daran interessiert, am Feldtest des Forschungsprojekts E-DeMa zum intelligenten Stromverbrauch im Mülheimer Stadtteil Saarn teilzunehmen. Nahezu 5.000 Haushalte wurden von RWE Deutschland gefragt, ob sie am Forschungsprojekt teilnehmen möchten. Davon haben sich bis heute schon rund 400 Haushalte verbindlich angemeldet.

RWE Pressegespräch Feldtest zum intelligenten Stromverbrauch in Mülheim an der Ruhr. 27.07.2011 Foto: Walter Schernstein

(Foto: Walter Schernstein)

Diese Zwischenbilanz zieht Professor Dr. Michael Laskowski, Projektleiter E-DeMa bei RWE Deutschland und betont: „Hier entsteht ein wichtiges Stück Energiewende“. „Der Zuspruch zu dem Feldtest ist schon nach wenigen Wochen außerordentlich hoch“, ergänzt Winfried Bappert von der RWE Vertrieb AG. „Die Saarner Bürger werden die ersten Nutznießer einer neuen Technologie sein und gestalten die Zukunft mit“, so Klaus Bleisiegel von der Umweltverwaltung der Stadt Mülheim an der Ruhr.

Insgesamt werden bis zu 1.100 Haushalte fürs Mitmachen gesucht. Wer an dem rund einjährigen Feldtest teilnehmen will, muss über einen Internet-Zugang verfügen. Dann baut RWE im Haus einen intelligenten Stromzähler mit einer Schnittstelle zum heimischen PC ein. Über das Internet kann nun jederzeit festgestellt werden, wann es je nach Marktpreis am preiswertesten ist, Strom zu verbrauchen. So wird der Testhaushalt zum Marktteilnehmer. Das Unternehmen überprüft bei den Haushalten, mit denen eine Vereinbarung abgeschlossen wurde, ob die weiteren technischen Voraussetzungen für eine Teilnahme am Feldtest vorliegen. Dann wird Zug um Zug mit dem Einbau der notwendigen Technik ab Oktober dieses Jahres begonnen. Startschuss für den Feldtest ist der 1. März 2012.

Mit E-DeMa wird untersucht, wie Stromverbraucher und Stromanbieter durch moderne Stromnetze und das Internet energiewirtschaftlich miteinander verbunden werden können. Die Bürger sollen ihren Stromeinsatz sinnvoll gestalten und aktiv am Strommarkt teilnehmen können. Das Stromnetz und die Verbrauchsgewohnheiten in Mülheim-Saarn bieten nach Angaben des Unternehmens die besten Bedingungen für den Feldtest, der das laufende Projekt „Mülheim zählt“ ergänzt.

Monatlich erhalten die Haushalte eine Pro-forma-Rechnung, die den Vergleich mit der regulären Stromrechnung ermöglicht. Ein Teil der Haushalte wird mit Waschmaschinen, Spülmaschinen oder Trocknern vom Projektpartner Miele ausgestattet, die ferngesteuert starten, wenn der Strom im Markt besonders günstig ist. Die Ergebnisse der Testhaushalte werden gesammelt und nach einem Bonussystem von RWE prämiert. Der Erlös kommt einer gemeinnützigen Einrichtung in Mülheim zugute. Die Teilnahme am Feldtest ist ohne wirtschaftliches Risiko.

Alle Bürger in Mülheim-Saarn, die in einem Ein- oder Zweifamilienhaus wohnen und teilnehmen möchten, können sich unter der Telefonnummer 0800 / 337 6427 registrieren lassen.

 



Über die RWE Deutschland AG
Die RWE Deutschland AG mit Sitz in Essen verantwortet die deutschen Vertriebs- und Verteilnetzaktivitäten sowie Erdgasspeicher im RWE-Konzern in den Geschäftsbereichen Strom, Gas und Wasser. Sie führt die RWE-Regionalgesellschaften in Deutschland und entwickelt darüber hinaus Innovationen im Bereich Energieeffizienz einschließlich Elektromobilität und intelligenter Netze. RWE Deutschland ist an rund 70 regionalen und kommunalen Energieversorgern beteiligt und beschäftigt ca. 21.000 Mitarbeiter.

Über das Forschungsprojekt E-DeMa
Der Mülheimer Feldtest ist ein Baustein des laufenden Projekts „E-DeMa“, die Entwicklung und Demonstration dezentral vernetzter Energiesysteme hin zu einem elektronischen Marktplatz (E-Energy Marktplatz). Mit E-DeMa wird der Verbraucher in die Lage versetzt, seine elektrischen Geräte zu Zeiten laufen zu lassen, wenn insbesondere viel regenerative Energie im Netz ist und gleichzeitig die Preise niedrig sind. Damit wird der Haushalt oder Gewerbebetrieb nicht nur zum „smarten Verbraucher“. Er kann vielmehr zum Selbstversorger beim Strom werden und darüber hinaus überschüssige Mengen selbst erzeugten Stroms, beispielsweise durch eine Photovoltaikanlage oder eine Mikro-KWK-Anlage, an lokalen Handelsplätzen vermarkten lassen.

 

Kontakt


Stand: 21.09.2011

[schließen]

Fehler melden

Sie haben einen Fehler gefunden? Bitte teilen Sie ihn uns mit. Ein Redakteur wird sich umgehend darum kümmern.

Ihre Nachricht

Sicherheitscode (Was ist das?)

 

Teilen | Drucken | PDF-Version | RSS-Feed | Fehler melden

Transparenter Pixel