Übung "U-Bahn Brand"

Drei Mitarbeiter der „Mülheimer Verkehrsgesellschaft“ befanden sich auf einer Werkstattfahrt vom Betriebshof aus in Richtung Stadtmitte. Kurz vor dem U-Bahnhof an der Friedrich-Ebert-Straße stockt die Bahn und bleibt etwa 100 Meter vor dem Bahnhof auf der Strecke stehen. Rauch steigt auf! Die Mitarbeiter melden ihrer Leitstelle den Defekt und den Brand der Straßenbahn, sie verlassen die Bahn und versuchen sich in Sicherheit zu bringen! Danach reißt jeglicher Funkverkehr ab, die Mitarbeiter sind nicht mehr zu erreichen.
Dies war das Übungsszenario für die MVG und die Berufsfeuerwehr in der Nacht zum 14. Mai 2003.


Durch die Leitstelle der MVG wird die Feuerwehr alarmiert, der Löschzug rückt aus.
Nach dem Eintreffen der alarmierten Kräfte der MVG und der Feuerwehr bildet sich zunächst ein kleiner Einsatzstab und bespricht die weiteren Maßnahmen.
Weitere Spezialfahrzeuge werden von der Feuerwehr alarmiert, ein Abrollbehälter für den schweren Atemschutz wird zur Einsatzstelle gebracht. Die Mitarbeiter der MVG schalten den Strom auf der Strecke ab, die Strecke wird zusätzlich geerdet.


Zur Menschenrettung bahnen sich gleich zwei Rettungstrupps den Weg durch den dichten Rauch, dorthin wo die Männer vermutet werden. Diese Trupps tragen Atemschutzgeräte, die bis zu vier Stunden Einsatzzeit garantieren und haben eine Kamera dabei, die auch unter diesen Bedingungen ein eingeschränktes Sehen ermöglicht. Gesichert mit Schlauchleitungen und Leinen werden die Zwischenebene und der Bahnsteig sowie der Gleisbereich systematisch abgesucht.
Mittlerweile ist auch der erste Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr an der Einsatzstelle eingetroffen. Sie unterstützen die Kollegen der Berufsfeuerwehr.
Darüber hinaus kommen die für die medizinische Versorgung der drei vermissten Personen ein Rettungswagen und der neue Abrollbehälter für einen Massenanfall von Verletzten sowie Notärzte zur Einsatzstelle. Ein Unterabschnitt Rettungsdienst wird unter der Vorgabe des Leitenden Notarztes und des Organisatorischen Leiter Rettungsdienst eingerichtet.
Zwischenzeitlich wurde der erste der drei Männer gerettet und sofort an die bereitstehenden Rettungsdienstkräfte übergeben. Kurze Zeit später werden auch die beiden anderen Personen gerettet und notfallmedizinisch vor Ort behandelt.
Das was heute geübt wurde, ist anderswo schon leidvolle Realität geworden. Das Übungsziel war es eine neue Gebäudefunkanlage gemeinsam mit der MVG und der Feuerwehr zu testen. Für den Bereich der Feuerwehr ist darüber hinaus schwerpunktmäßig die Einführung eines neuen Funkkonzeptes zur Sicherstellung des Einsatzstellenfunks getestet worden. Weiter konnten wichtige Erfahrungen für das Vorgehen bei solchen Einsätzen gewonnen werden, die nun in die Einsatzabwicklung einfließen müssen.
Burkhard Klein, Leiter der Feuerwehr, sagte, dass weitere Übungen dieser Art folgen werden. Er war mit dem Ergebnis der Übung und mit der Zusammenarbeit der MVG zufrieden. Sein Fazit: „Wir haben das Übungsziel -inklusive der Schwachstellenanalyse - erreicht“!






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Stand: 16.05.2003

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