Archiv-Beitrag vom 14.11.2011Unsterbliche Vermächtnisse

Rheinische Philharmonie aus Koblenz gastiert in der Stadthalle

Am Mittwoch, 16. November 2011, um 20 Uhr, gestaltet das Staatsorchester Rheinische Philharmonie unter der Leitung ihres Chefdirigenten Daniel Raiskin das 2. Sinfoniekonzert der Saison in der Stadthalle Mülheim an der Ruhr. Zur Einstimmung ertönt gleich eines der absoluten Highlights in der Musikgeschichte, nämlich Franz Schuberts Sinfonie h-moll, die „Unvollendete“.

Das Staatsorchester Rheinische Philharmonie ist im Rahmen des 2. Sinfoniekonzertes der Saison 2011/2012 in der Stadthalle Mülheim an der Ruhr zu Gast.

Aus nach wie vor ungeklärten Gründen arbeitete der österreichische Komponist neben den bestehenden zwei Sätzen die weiteren wenigen Skizzen nie mehr aus. Tragischer Weise wurde diese so melodien-selige Sinfonie erst postum gefunden, so dass Schubert die erfolgreiche Uraufführung 1865 nicht mehr erleben konnte. Sie gehört seitdem zu seinen beliebtesten Werken. Das zweite Werk des Abends bestreitet dann vorrangig der renommierte österreichische Bariton Wolfgang Hochmair, er singt den ersten Liederzyklus von Gustav Mahler aus seiner Zeit als Kapellmeister in Kassel 1883-85, die „Lieder eines fahrenden Gesellen“. Selbst unglücklich verliebt, erzählt Mahler in diesen vier Orchesterliedern eindrucksvoll von den seelischen Nöten des wandernden Gesellen und entwickelt schon hier den Tenor fast all seiner späteren Werke, die ständige Auseinandersetzung zwischen der Wirklichkeit und dem subjektiven Empfinden, zwischen Freude und Leid.
Zum Abschluss des grandiosen Konzertabends erklingt dann wiederum eine der berühmtesten Sinfonien von Peter Iljitsch Tschaikowsky, sein letztes Werk, die Pathétique. Lebensmüde wie er 1893 war, erhoffte der Russe sich einen gelungenen Schluss-Stein seines Schaffens. Dies ist ihm eindrucksvoll gelungen – was Tschaikowsky selbst allerdings nicht mehr erleben durfte. Die Uraufführung 1893 in St. Petersburg leitete er zwar noch wenige Tage vor seinem Tode selbst, doch sie war kein Erfolg. Der stellte sich erst nach seiner Beerdigung ein, dann aber nachhaltig und weltweit.

Musikinteressierte sind um 19.15 Uhr zur kostenlosen Einführung durch die Musikwissenschaftlerin Astrid Kordak herzlich eingeladen.

Karten gibt es ab 10,00 Euro zzgl. Gebühren noch an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse.

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Stand: 14.11.2011

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