Unter Druck: Kanalbauarbeiten an der Ruhrorter Straße im Pressevortrieb
Mit der Presskraft von bis zu 1540 Tonnen werden derzeit am Raffelberg 421 Meter Kanalrohre unterirdisch vorangetrieben. Durch diese spezielle Bauweise können die Verkehrsbeziehungen auf der Ruhrorter Straße während der Bauzeit bestehen bleiben. Täglich werden zwei bis drei der vier Meter langen und jeweils 27 Tonnen schweren Stahlbetonrohre in die Startgrube hinabgelassen und dann unters Erdreich gepresst.
Startschuss: Verlegung von 420 Metern in geschlossener Bauweise durch bemannten Rohrvortrieb. Von links: medl-Geschäftsführer Karl-Joachim Diehl und Planungsleiter Werner Broich.
Fotos: Walter Schernstein
Die Ruhrorter Straße ist Hauptschlagader für den Verkehr zwischen Autobahnkreuz Kaiserberg und Hafengebiet. Rund 18 000 Fahrzeuge donnern pro Tag an der Baustelle entlang. Zwei-Richtungsverkehr – wenn auch auf verengten Fahrstreifen – und die Abbiege-Verbindungen zu erhalten, war daher geradezu Pflicht für Medl-Planungsleiter Werner Broich und mit ein Grund, auf dem letzten Teilstück den unterirdischen Pressvortrieb zu wählen: "Das sind rund 750 Sattelschlepperfahrten Aushub, die wir hier durch den Rohrvortrieb sparen. Die grabenlose Rohrverlegung schont zudem das umgebende Landschaftsschutzgebiet. Und es geht schneller als mit offener Bauweise."
"Bemannten" unterirdischer Rohrvortrieb mit Maschinenführer Günter Schnieder
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Stand: 09.03.2009







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