Archiv-Beitrag vom 04.08.2015Unterbringung der Flüchtlinge in der Sporthalle dauert auch nach den Ferien vermutlich noch an

Betten für die Flüchtlingsunterbringung zur Erstaufnahme in der Sporthalle LehnerstraßeAuch wenn es noch keine abschließende Aussage vom Land beziehungsweise der Bezirksregierung gibt, stellt sich die Stadtverwaltung darauf ein, was Medienberichte in den letzten Tagen bereits vermuten ließen: dass die Unterbringung von Flüchtlingen in den provisorischen Erstaufnahmeunterkünften der Kommunen voraussichtlich nicht mit dem Ende der NRW-Sommerferien auslaufen wird.

Schulverwaltung und ImmobilienService arbeiten deshalb bereits mit Hochdruck daran, dass auch mit Beginn des Schulbetriebs der Alltag  sowohl für die Schulgemeinschaft als auch für die Menschen in der Unterkunft, gut funktioniert. Schulleitungen und Stadtverwaltung sind im ständigen und engen Austausch. Der Mülheimer SportService (MSS) plant zudem mit den Schulen, wie der Sportunterricht sichergestellt werden kann. Auch die Vereine suchen gemeinsam mit dem MSS in erprobter Solidarität der Mülheimer Sportgemeinschaft nach Ausweichquartieren für ihre Aktivitäten. „Die Bereitschaft der Schulen und Vereine, dabei die Belange aller Beteiligten zu berücksichtigen, kann nicht hoch genug geschätzt werden“, lobt Stadtkämmerer Uwe Bonan.

Seit dem 21. Juli 2015 sind 81 Flüchtlinge in Mülheim an der Ruhr zusätzlich untergebracht, nachdem das Land die Stadt sehr kurzfristig aufgefordert hatte, eine Erstaufnahmeeinrichtung zu schaffen. Für Mülheim wie für die meisten anderen Städte ist bereits die Unterbringung derjenigen, die regulär als Asylsuchende zugewiesen werden, eine große Herausforderung, weil der dafür zur Verfügung stehende Wohnraum immer knapper wird. „Allerdings sind wir vor dem Hintergrund von täglich rund 1000 neuen Flüchtlingen in NRW in einer Ausnahmesituation. Diese erfordert kommunale Solidarität und eine gemeinsame Lösungsfindung, damit die geflüchteten Menschen unter anderem ein angemessenes Dach über den Kopf bekommen“, so die Überzeugung von Uwe Bonan.

Umso erleichterter sind alle Beteiligten, dass mit viel Engagement und höchster Professionalität - insbesondere auch von Seiten der Hilfsorganisationen DRK (Deutsches Rotes Kreuz) und JUH (Johanniter-Unfall-Hilfe) - diese zusätzliche Aufgabe nahezu reibungslos gemeistert werden konnte.

"Beeindruckt von der Freundlichkeit und Dankbarkeit der Menschen"

Die Situation in der Unterkunft lässt sich laut Stadtkämmerer Bonan als ruhig und positiv beschreiben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hilfsorganisationen und der Verwaltung sind beeindruckt von der Freundlichkeit und Dankbarkeit der Menschen. Sie versuchen, die neu Hinzugekommenen ebenso zu unterstützen und zu begleiten, wie sie dies schon für die Menschen in den regulären Unterkünften tun. Auch Mülheimer Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich für die Flüchtlinge engagieren möchten, haben schon Kontakt aufgenommen und die Bereitschaft für Sachspenden, welche in bewährter Weise von der Organisation WIM – Willkommen in Mülheim verwaltet werden, reißt nicht ab.

Am 12. August 2015 findet im NRW-Innenministerium ein Gespräch zwischen Minister Jäger und Verwaltungsspitzen aus der Region statt, um sich über die aktuelle Lage und die Möglichkeiten der Bewältigung der anstehenden Herausforderungen auszutauschen.  Auch die Mülheimer Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld wird an dem Termin teilnehmen.

Uwe Bonan hat eine klare Erwartungshaltung: „Nach dem Gespräch mit dem Innenminister muss klar sein, wann die ‚temporäre Erstaufnahmeeinrichtung‘ in Mülheim wieder aufgelöst werden kann.“

Weitere Informationen zur Erstaufnahme von Flüchtlingen in Mülheim.

/cms/erstaufnahme_von_fluechtlingen.html

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Stand: 04.08.2015

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