"Unübersehbare" Skulptur mitten im Kreisverkehr

Der Künstler und Stifter Guenther Siegfried Heinemann (3.v.r) mit der städtischen Delegation unter Leitung von Bürgermeisterin Lisa Poungias
Foto: Walter Schernstein
Die Skulptur "Renovare" ziert seit Kurzem den Kreisverkehr an der Ruhrorter Straße/Weseler Straße. Drei rostig wirkende Säulen ragen dort in die Luft. Gut neun Meter hoch. Oben breitet sich ein stählern schimmerndes Netz aus. Was das ist? "Renovare" nennt es der Künstler Philipp Maria Guenther. Die imposante Skulptur ist sein Versuch, Altes und Neues im Hafen zu vereinen. "Das Gebiet wird ständig erneuert, gleichzeitig soll aber auch dem Alten mit Würde begegnet werden", erklärt er. Und das heißt an die maritime Geschichte des Hafens erinnern. Deshalb sind die Säulen auch nicht einfach Säulen, sondern symbolisieren Segelschiffmasten aus alter Zeit. Und folglich ist das Netz auch nicht einfach Netz, sondern ein Fischernetz. "Durch die verzinkte Form bildet es den Gegensatz zu den alten Masten," fasst Guenther zusammen. Wenn er nicht gerade künstlerisch aktiv ist, heißt er Guenther Siegfried Heinemann und ist Geschäftsführer des BMW-Autohauses Philipp. Das liegt direkt am Kreisverkehr und hat das Werk gesponsert. "Das eigene Umfeld mitgestalten" nennt dies das Autohaus. Weiteres ist geplant: durch moderne Leuchttechnik soll nachts der Eindruck entstehen, das Netz schwebe in der Luft. Bei der symbolischen Übergabe der Skulptur an die Stadt zeigte sich Bürgermeisterin Lisa Poungias positiv überrascht von der attraktiven Gestaltung des Kreisverkehrs, der erst Ende letzten Jahres eingeweiht wurde und damals noch wenig ansehenswert war. Gerade in Zeiten knapper Stadtkassen brauche es solch "vorbildliches bürgerschaftliches Engagement", sagte Poungias.
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Stand: 20.07.2004













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