Vergabe des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr für das Jahr 2006 - neue Version

Der Betriebssausschuss Kulturbetrieb hat in seiner nichtöffentlichen Sitzung am 30. März 2007 auf Empfehlung des Vorbereitungsgremiums einstimmig beschlossen, den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr für das Jahr 2006 - Sponsor: Sparkasse Mülheim an der Ruhr - an

Rainer Komers

 

sowie einen Förderpreis zum Ruhrpreis an die Kunstvereinigung

artenoir/ZeitgenossenSchafft

zu vergeben.

(v.l.) Peter Vermeulen (Kulturdezernent), Rainer Komers (Ruhrpreis), Thomas Behrendt (stellv. Vors. Betriebsauss. Kulturbetrieb), Jan Ehlen, artenoir/ZeitgenossenSchafft (Förderpreis), Martin Weck (Vorstandsmitglied Sparkasse)

Foto: Walter Schernstein


Der Hauptpreis ist mit 4.000 Euro€, der Förderpreis mit 1.500 Euro dotiert.

 

Die Entscheidung ist wie folgt begründet worden:

 

Rainer Komers

 

Mit dem Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft gilt es, ein künstlerisches Lebenswerk auszuzeichnen, das über einen Zeitraum von fast dreißig Jahren mit bewundernswerter Konsequenz und Bescheidenheit gewachsen ist.

 

Rainer Komers, Meisterschüler der Kunstakademie Düsseldorf, arbeitet seit 1981 als freier Filmemacher. Seinen Dokumentarfilmen - ohne Dialog und Text – gelingt es, die Aufmerksamkeit des Betrachters in ihren Bann zu ziehen und bis zum Ende zu fesseln. Unaufgeregt und reflektiert, eher still als laut ist die handwerkliche Konstruktion seiner Filme, die auch das persönliche Empfinden des Machers erkennbar machen: der Mensch Rainer Komers – nicht anders als seine durchkomponierten Bilder.

 

In seiner viel beachteten Filmtrilogie Erdbewegung - ein Epos über drei Verkehrsadern durch nachindustrielle Reviere: eine in seiner Heimat dem Ruhrgebiet, die anderen in Alaska und in Indien - sind die Straßen nicht nur das Thema des Films, sondern das Motiv. Sie zeigen den ruhigen, konzentrierten dokumentarischen Blick auf Wege, Plätze und Menschen - frei von Sentimentalität und einem kommerzialisierten, auf die Eitelkeiten des Marktes schielenden Interesse. Auch sein bislang letzter "nonverbaler Dokumentarfilm" über die japanischen Hafen- und Industriemetropole Kobe konnte im vergangenen Jahr auf internationalen Filmfestivals sowohl Publikum als auch Kritik gleichermaßen tief beeindrucken.

 

artenoir/ZeitgenossenSchafft

In seiner Galerie "Kunstraum Mülheim", fast im Herzen der Mülheimer Innenstadt, präsentiert die Kunstvereinigung artenoir/ZeitgenossenSchafft seit Dezember 2005 zeitgenössische Kunst im Ruhrgebiet. Zweck der Galerie ist die Förderung junger Kulturschaffender. Innovative Ausstellungen und Projekte, die in konventionellen Präsentationsformen kein Forum finden, werden unterstützt und erhalten die Chance zur Realisierung. Hierdurch wird der facettenreichen Welt junger Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit geboten, sich präsentieren zu können, um sich eine größere Lobby zu verschaffen.

 

Die Zuerkennung des Preises soll Anerkennung der bisherigen Leistungen sein, gleichermaßen aber auch Ermutigung, weiterhin unkonventionelle Wege jenseits der institutionalisierten Kunstbetriebe zu begehen. 

 

 

Kontakt


Stand: 28.07.2009

[schließen]

Fehler melden

Sie haben einen Fehler gefunden? Bitte teilen Sie ihn uns mit. Ein Redakteur wird sich umgehend darum kümmern.

Ihre Nachricht

Sicherheitscode (Was ist das?)

 

Bookmarken | Drucken | PDF-Version | RSS-Feed | Fehler melden

Transparenter Pixel