Verträge PPP-Projekt MEDIENHAUS unterzeichnet

Geringere Kosten, kurze Bauzeiten, professionelle Dienstleitungen und eine Sicherung der Instandhaltungsqualität: Diese Mehrwerte macht sich die Stadt Mülheim an der Ruhr jetzt im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Projektes (PPP) zunutze. Ein innovatives und zukunftsweisendes Projekt, bei dem das Medienhaus der Stadt neu geplant, schlüsselfertig erstellt und anschließend privat bewirtschaftet wird. Projektpartner bei dem PPP-Modell ist die SKE Facility Management GmbH.

Vertagsunterzeichnung im Rathaus: vl.n.r. Stadtkämmerer Uwe Bonan, Stadtdirektor Dr. Frank Steinfort, SKE-Geschäftsführer Johannes Huismann und SKE-Prokurist Joachim Bolten

Fotos: Volker Wiebels

Bereits in den späten 90-er Jahren fanden erste Überlegungen statt, wie die Zentralbücherei der Stadt Mülheim an der Ruhr den inhaltlichen/funktionalen Anforderungen eines modernen und zukunftsfähigen Bibliotheksbetriebes gerecht werden kann. Unter Berücksichtigung von mit dem Bibliotheksbetrieb verbundene Kultur- bzw. Verwaltungsangebote – z.B. das Medienzentrum des Amtes für Kinder, Schule und Jugend – wurde die Konzeption "Medienhaus" entwickelt, deren Umsetzung der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 5. Dezember 2002 empfahl. Mit der Verwirklichung dieser Konzeption sollten nicht nur die Anforderungen des Bibliotheksbetriebes erfüllt, sondern auch wichtige Impulse für die Innenstadtentwicklung und das Ruhrbania-Projekt gegeben werden. Auf Grundlage der vorgenannten Handlungsempfehlung des Rates wurde in den darauffolgenden zwei Jahren eine erste konkrete Raum- und Nutzungskonzeption für die Stadtbibliothek erarbeitet.

Nach intensiven Recherchen sowie rechtlichen und wirtschaftlichen Bewertungen wurde letztlich das Modell einer "Public Private Partnership" befürwortet., welches nach den strengen Regeln der PPP-Task-Force NW umgesetzt wurde. Dabei ist oberster Grundsatz, dass die Lösung mit einem privaten Partner günstiger sein muss als die Eigenrealisierung. Grundlage war gemäß Ratsbeschluss vom 8. Juli 2004 die Beauftragung eines umfassenden Wirtschaftlichkeitsvergleiches zwischen Eigenrealisierung und der Umsetzung als PPP-Modell.

Auf der Basis der Ergebnisse dieses Wirtschaftlichkeitsvergleiches hat der Rat der Stadt Mülheim an der Ruhr am 2. Dezember 2004 mit einem Grundsatzbeschluss entschieden,

    • dass durch den ImmobilienService der Stadt Mülheim an der Ruhr ein europaweites Vergabeverfahren eingeleitet wird, in dem ein PPP-Partner gefunden werden soll
    • und dass das nach Verhandlungen wirtschaftlichste Angebot erneut mit der Variante der Eigenrealisierung verglichen wird und das Ergebnis dem Rat zur Vergabeentscheidung vorgelegt wird.

Daran anknüpfend beschloss der Rat der Stadt Mülheim an der Ruhr am 19. Dezember 2005 die Planung, den Bau, die Finanzierung, die Bauunterhaltung und ausgewählte Bewirtschaftungsleistungen für das Medienhaus der Stadt Mülheim an der Ruhr und beauftragte den ImmobilienService, das Projekt in einem Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb europaweit auszuschreiben und gemäß der Vergaberichtlinien an einen geeigneten Bieter zu vergeben.

Die SKE Facility Management GmbH hat mit ihren Planungen und Konzepten all diese Anforderungen erfüllt und hat sich damit als der richtige und wirtschaftlichste Partner bewiesen.

So besteht unter Berücksichtigung aller Kosten ein wirtschaftlicher Vorteil gegenüber der Eigenrealisierung von fast 8 %. Dabei veräußert die Stadt kein Vermögen sondern bleibt weiterhin Eigentümerin der Liegenschaft. In der Ratssitzung am 14.6.2007 wurde der Bau des von der Firma SKE Facility Management GmbH geplanten Gebäudes sowie die Vergabe zur Niederlegung des bestehenden Gebäudes, die Errichtung des geplanten Neubaus sowie der anschließende 25-jährige Betrieb beschlossen.

Die Vorderansicht der künftigen Multimediabibliothek

Baubeginn soll im Oktober dieses Jahres sein. Im Vorfeld wird die Stadt die Bewohner der umliegenden Gebäude umfangreich über die Maßnahme und die zwangsläufig damit verbunden Lärmbelästigungen informieren sowie einen Ansprechpartner für evtl. Anfragen benennen. Schließlich ist eine Bauzeit von maximal 18 Monaten geplant, in der es in dem heiklen Innenstadtbereich immer wieder zu Problemen kommen kann. Diese sollen so schnell wie möglich ausgeräumt werden. Die Fertigstellung und der Bezug des Gebäudes ist für das Frühjahr 2009 geplant.

Wichtig für die Entscheidung war auch die Unternehmensphilosophie der SKE Facility Management GmbH mit dem Anspruch, durch tägliche Leistungen zu überzeugen und komplexe Projekte zuverlässig, professionell und kostengünstig umzusetzen. Zu dieser Unternehmensphilosophie gehört auch, bei anstehenden Arbeiten und Aufträgen nach Möglichkeit lokale und regionale Anbieter und Firmen zu berücksichtigen. Kurze Reaktionszeiten und das Aufbauen bzw. das Vorhalten von projektspezifischem "Technik-Know-How" vor Ort sind hierbei vorrangige Ziele.

Die dazugehörenden Verträge wurden heute von Stadtdirektor Dr. Frank Steinfort und Stadtkämmerer Uwe Bonan unterschrieben.

Zum Hintergrund:

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"PPP" – im Deutschen auch "ÖPP" genannt – ist für die Kommunen ein wirtschaftlicher Weg, schnell und professionell die Herausforderungen, welche die Zukunft an die heutige Gesellschaft stellt, anzunehmen und angemessen zu beantworten. Für die Stadt heißt das vor allen Dingen, Vorsorge zu tragen für die Bürger, die hier leben und arbeiten.

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PPP heißt auch "partnerschaftliches Teilen des Know-Hows". Die Partner vereinen ihre "Stärken" und schaffen somit ein durchweg für die Stadt und ihre Bürger optimales Gebäude und – je nach Vereinbarung – einen rundum serviceorientierten Betrieb.

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Kontakt


Stand: 16.07.2007

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