Archiv-Beitrag vom 22.04.2010Virusalarm war Herstellerpanne

Das neue Rechenzentrum: modern, sicher und funktional. Das Bild erlaubt einen Blick auf einen Teil der Datenschränke, die Herberge der Server.Am Mittwoch wurden – die lokalen Medien haben es berichtet - nach einer ersten Virenmeldung am Nachmittag sämtliche Rechner der Stadtverwaltung automatisch heruntergefahren und die Netzwerkinfrastruktur unterbrochen. Die durchgeführte Notabschaltung erwies sich als die richtige Maßnahme zur richtigen Zeit - wenn auch aus anderen Gründen als ursprünglich gedacht. Die Stadt war von keinem Virenausbruch betroffen. Auslöser des Unheils war vielmehr ein Fehler des Programms, das vor Viren schützen sollte. Durch die Abschaltung wurde die Ausbreitung der fehlerhaften Dateien im städtischen Netz wirksam verhindert.

Eine automatische Aktualisierung des Sicherheitspakets des bei der Stadt eingesetzten Virenscanners eines großen US-amerikanischen Herstellers hat sämtliche „Windows XP“-Rechner mit dem Service-Pack 3 wie einen mit einem Virus verseuchten PC behandelt. Was technisch ein „false positive“ genannt wird, ist die Verwechselung des Teils eines legitimen Programms mit einem Virus. In diesem Fall wurde die Sicherheitssoftware gegen das Betriebssystem aktiv.

Betroffen waren von diesem Problem zehntausende Rechner weltweit, aber nur ein kleiner Teil der PC bei der Stadtverwaltung. Computer mit einer anderen Betriebssystem-Version wurden ebenso verschont wie die Linux-Rechner.

Die IT-Abteilung hatte heute dennoch alle Hände voll zu tun, da die Abhilfe des Virenherstellers erst spät eintraf, die betroffenen Software-Systeme aber schon vorher für den Dienstbetrieb fit gemacht werden mussten. Gegen Mittag war auch das letzte bekannte Problem behoben, ohne dass ein ernster Schaden auftrat.

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Stand: 12.11.2010

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