Archiv-Beitrag vom 23.10.2015Vorhang auf im Ladenlokal

Gewinner des Wettbewerbs zum Theaterschaufenster stehen fest

Zur Belebung der Mülheimer Innenstadt veranstaltet der Kulturbetrieb Mülheim an der Ruhr in Kooperation mit dem Kreativ.Quartier „Kult-City“ vom 26. November bis 6. Dezember 2015 das Projekt „Art Square“ auf der Schloßstraße.

In diesem Rahmen hatte der Kulturbetrieb einen Wettbewerb zur Gestaltung und Umsetzung von Theaterschaufenstern ausgerufen. Die Jury hat nun getagt und aus den zehn eingegangenen Bewerbungen drei Arbeiten ausgewählt. Die Jury bestand aus Dr. Beate Reese und Anja Bauer vom Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, Gralf-Edzard Habben, Bühnenbildner und Mitglied der künstlerischen Leitung am Theater an der Ruhr und der in Essen lebenden Künstlerin Johanna Schwarz. Die Arbeiten wurden in einem anonymisierten Verfahren ausgewählt. Besonderen Wert legte die Jury dabei auf den inhaltlichen und konzeptionellen Bezug zu Theater als Medium. Folgende Arbeiten wurden ausgewählt: „Erster Ferientag: Arm gebrochen“ von Laas Abendroth, „mit Drinnen“ von Peter Helmke und "Atem." von Max Schulz.

Jedem Künstler steht ein Schaufenster im Bereich der unteren Schloßstraße zur Verfügung, um seine Position aus dem gesamten Themenbereich Kunst und Theater zu realisieren. Dabei ist der Art und Weise der künstlerischen Arbeitsweise (bildende Kunst, Installation, Performance etc.) keine Grenze gesetzt.

Künstlerischer Ideenwettbewerb Theaterschaufenster - Standort 1: Schloßstraße 29 Künstlerischer Ideenwettbewerb Theaterschaufenster: Standort 2 - Schloßstraße 33 Künstlerischer Ideenwettbewerb Theaterschaufenster: Standort 3 - Schloßstraße 33

(v.l.n.r.) Standort 1: Schloßstraße 29, Standort 2 und Standort 3: Schloßstraße 33

Das Ergebnis muss von außen - durch die Scheibe - einsehbar sein, da das Ladenlokal für den Betrachter nicht ständig zugänglich sein wird. Der Raum wird lediglich zur Eröffnung und zu den genannten Zeiten öffentlich zugänglich sein.

Juryentscheidung

Die Arbeit von Max Schulz überzeugte die Jury aufgrund des schlüssigen Konzepts der Sichtbarmachung der aktuellen Flüchtlingssituation durch die Verknüpfung mit theatralen Elementen. Das Konzept, das laut Schulz „die Überwindung einer unsichtbaren Grenze“ darstellen soll, verbinde spielerisch Darstellungspraktiken der fotografischen Inszenierung und des Reenactments und stelle so einen bewegenden Bezug zu Theater her, ohne abzubilden.

An der Einreichung „Erster Ferientag: Arm gebrochen“ von Laas Abendroth hob die Jury das humoristische Spiel eines nicht zu erfüllenden „Versprechens auf Konsumausübung“ hervor. Die Einladung in ein leeres Ladenlokal, die der Künstler anhand einer Installation mit blinkenden „Open“-Schildern, wie wir sie von jedem Kiosk kennen, vollziehen wird, sei  besonders auf der von Leerstand geprägten Schloßstraße bedeutungsvoll.

In der partizipativ angelegten Arbeit „mit Drinnen“, mit der sich Peter Helmke bewarb, werden die Besucher des Art-Square durch installative Elemente aus Rückblendungen und Spiegeln zu Akteuren eines Schattenspiels. Dabei überzeuge die schlüssige und schlichte Konstellation der Arbeit, in der gleichzeitig der Ort des Schaufensters durch ein Spiel mit Innen und Außen in Szene gesetzt werde.
Sichtlich zufrieden mit der getroffenen Auswahl freute sich die Jury über den thematisch hergestellten Bezug zu Mülheim als Theaterstadt.

Zu bewundern sind die Theaterschaufenster vom 26. November bis 6. Dezember 2015 auf der Schloßstraße 29 und 33.

Die Ausschreibungsunterlagen und Erläuterungen zu den drei Standorten finden Sie in den beigefügten pdf-Dateien.

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Stand: 23.10.2015

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