Wahlordnung für die Wahl des Jugendstadtrates

Wahlordnung für die Wahl des Jugendstadtrates
der Stadt Mülheim an der Ruhr
(Briefwahlordnung) vom 23. Juni 2008


(zuletzt geändert durch die zweite Änderungssatzung vom 9. März 2015)



§ 1 Geltungsbereich
§ 2 Wahlverfahren
§ 3 Briefwahlschluss
§ 4 Wahlorgane
§ 5 Bekanntmachungen
§ 6 Wahlberechtigung und Wählbarkeit
§ 7 Wahlvorschläge
§ 8 Prüfung und Zulassung der Wahlvorschläge
§ 9 Bekanntmachung der Wahlvorschläge
§ 10 Stimmzettel
§ 11 Wählerverzeichnis
§ 12 Versand der Briefwahlunterlagen
§ 13 Durchführung der Briefwahl
§ 14 Auszählung der Stimmen und Ergebnisermittlung
§ 15 Feststellung des Briefwahlergebnisses und Zuteilung der Mandate
§ 16 Benachrichtigung der gewählten Bewerber und Annahme der Wahl
§ 17 Mandatsverlust und Ersatzbestimmung von Mandatsträgern
§ 18 Wahlperiode
§ 19 Inkrafttreten

Anlage 1


Aufgrund von § 7 Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit § 41 Absatz 1 Buchstabe f der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. Juli 1994 (GV. NRW. Seite 666 folgende), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes zur Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung – GO-Reformgesetz vom 9. Oktober 2007 (GV. NRW. Seite 380 folgende), hat der Rat der Stadt Mülheim an der Ruhr in seiner Sitzung am 7. März 2013 folgende Satzung beschlossen:


§ 1    Geltungsbereich

Diese Wahlordnung gilt für die Wahl des Jugendstadtrates der Stadt Mülheim an der Ruhr. Wahlgebiet ist das Gebiet der kreisfreien Stadt Mülheim an der Ruhr.


§ 2    Wahlverfahren

Die Wahl zum Jugendstadtrat der Stadt Mülheim an der Ruhr wird ausschließlich als Briefwahl durchgeführt. Das Gebiet der Stadt Mülheim an der Ruhr bildet dabei einen einheitlichen Briefwahlbezirk. Gewählt wird in geheimer Wahl nach den Grundsätzen der Mehrheitswahl.


§ 3    Briefwahlschluss

Der Tag für den Schluss der Wahlbriefannahme (Briefwahlschluss) ist ein Freitag, welcher vom Wahlleiter festgelegt wird. An diesem Tag können Wahlbriefe noch

  • bis 12.00 Uhr in die bereitgestellten Briefwahlurnen der in Anlage 1 aufgeführten Schulen eingeworfen oder
  • bis 18.00 Uhr bei dem Wahlleiter abgegeben werden.


§ 4    Wahlorgane

(1) Wahlorgane sind für das Wahlgebiet der Wahlleiter, der Wahlausschuss sowie der Briefwahlvorsteher und der Briefwahlvorstand.

(2) Wahlleiter ist der Hauptverwaltungsbeamte des Wahlgebietes, stellvertretender Wahlleiter ist sein Vertreter im Amt. Der Wahlleiter ist für die ordnungsgemäße Vorbereitung und Durchführung der Wahl verantwortlich, soweit nicht diese Wahlordnung bestimmte Zuständigkeiten anderen Wahlorganen überträgt.

(3) Der Wahlausschuss besteht aus dem Wahlleiter als Vorsitzendem und sechs Beisitzern, die der Jugendstadtrat des Wahlgebietes aus seiner Mitte wählt. Soweit sich der Jugendstadtrat hierbei nicht auf einen einheitlichen Wahlvorschlag verständigen kann, sind die Sitze im Wahlausschuss nach dem Höchstzahlverfahren zu verteilen. Der Wahlausschuss entscheidet in öffentlicher Sitzung und ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Beisitzer beschlussfähig. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Wahlleiters den Ausschlag.

(4) Der Briefwahlvorstand besteht aus dem Briefwahlvorsteher und mindestens vier Beisitzern. Die Mitglieder des Briefwahlvorstandes werden vom Wahlleiter aus dem Kreis der Wahlberechtigten berufen. Dem Briefwahlvorstand können auch Bedienstete der Stadtverwaltung angehören. Der Briefwahlvorstand entscheidet mit Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Briefwahlvorstehers den Ausschlag.

(5) Die Funktionsbezeichnungen dieser Satzung werden in weiblicher und männlicher Form geführt.


§ 5 Bekanntmachungen

Der Wahlleiter macht durch Veröffentlichung im Amtsblatt der Stadt Mülheim an der Ruhr

  •     1. Tag und Uhrzeit für den Schluss der Wahlbriefannahme (Briefwahlschluss),
  •     2. Ort, Zeitpunkt und Tagesordnung der Sitzungen des Wahlausschusses,
  •     3. die Aufforderung zur Einreichung von Wahlvorschlägen,   
  •     4. die zugelassenen Wahlvorschläge,
  •     5. die Wahlbekanntmachung und den frühesten Zeitpunkt des Versands der
        Briefwahlunterlagen sowie
  •     6. das Wahlergebnis und die gewählten Bewerber öffentlich bekannt.



§ 6 Wahlberechtigung und Wählbarkeit

(1) Wahlberechtigt sind alle Einwohner, die am letzten Tag des Briefwahlzeitraums (Briefwahlschluss) das vierzehnte, aber noch nicht das zweiundzwanzigste Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens 14 Tagen mit Hauptwohnung im Wahlgebiet gemeldet sind.

(2) Wählbar sind die in Absatz 1 genannten Wahlberechtigten.


§ 7 Wahlvorschläge

(1) Der Wahlleiter fordert mit der Bekanntmachung des Briefwahlschlusses zur Einreichung von Wahlvorschlägen auf. Beim Wahlleiter können bis zum 46. Tag vor dem Briefwahlschluss, 18.00 Uhr, Wahlvorschläge eingereicht werden. Wahlvorschläge können von den in § 6 Absatz 2 genannten Personen nur als Einzelwahlvorschlag eingereicht werden. Die Wahlvorschläge nebst Anlagen sind unter Verwendung der amtlichen Vordrucke in Block- oder Maschinenschrift in lateinischen Buchstaben abzufassen. Amtliche Vordrucke werden vom Wahlleiter kostenfrei ausgehändigt.

(2) Jeder Wahlvorschlag muss den Familiennamen, den Vornamen, das Geburtsdatum, die Anschrift der Hauptwohnung sowie die genaue Bezeichnung der Schule und der Schulform des Bewerbers enthalten. Bei Wahlberechtigten, die zum Zeitpunkt ihrer Bewerbung keine der in § 10 Absatz 2 aufgeführten Schulen im Wahlgebiet besuchen, entfällt die Angabe der Schule (andere Bewerber). Ein Bewerber darf nur in einem Wahlvorschlag benannt werden. Er darf in einen Wahlvorschlag nur aufgenommen werden, wenn er hierzu seine Zustimmung schriftlich erteilt hat. Die ordnungsgemäße Abgabe der Zustimmungserklärungen und die Bescheinigung der Wählbarkeit bis zum Ablauf der Einreichungsfrist sind Voraussetzung für die Abgabe eines gültigen Wahlvorschlages.

(3) Jedem Wahlvorschlag müssen mindestens zehn gültige Unterstützungsunterschriften von Wahlberechtigten beigefügt werden. Die Unterstützungsunterschrift ist persönlich und handschriftlich zu leisten. Unterstützungsunterschriften dürfen erst gesammelt werden, wenn der Wahlvorschlag aufgestellt ist; vorher geleistete Unterschriften sind ungültig. Neben der Unterschrift sind der Familienname, der Vorname, das Geburtsdatum, die Anschrift der Hauptwohnung des Unterzeichners sowie der Tag der Unterzeichnung anzugeben. Ein Wahlberechtigter darf nur einen Wahlvorschlag unterstützen. Hat jemand mehrere Wahlvorschläge unterstützt, so sind alle Unterstützungsunterschriften ungültig. Die Leistung einer Unterstützungsunterschrift durch den Wahlbewerber ist zulässig. Die ordnungsgemäße Einreichung von mindestens zehn Unterstützungsunterschriften mit dem Nachweis der Wahlberechtigung bis zum Ablauf der Einreichungsfrist ist Voraussetzung für das Vorliegen eines gültigen Wahlvorschlages.

(4) Ein Wahlvorschlag kann durch schriftliche Erklärung des benannten Bewerbers oder von der Mehrheit der Unterzeichner der Unterstützungsunterschriften geändert oder zurückgenommen werden, solange nicht über seine Zulassung entschieden wurde. Nach der Entscheidung über die Zulassung der Wahlvorschläge ist jede Änderung ausgeschlossen.


§ 8 Prüfung und Zulassung der Wahlvorschläge

(1) Der Wahlleiter hat die eingegangenen Wahlvorschläge unverzüglich zu prüfen. Stellt er Mängel fest, welche die Gültigkeit des Wahlvorschlages berühren, so fordert er den betroffenen Bewerber unverzüglich auf, diese Mängel zu beseitigen. Mängel eines Wahlvorschlages können nur so lange behoben werden, bis über seine Zulassung entschieden wurde. Der Bewerber kann gegen Verfügungen des Wahlleiters Beschwerde erheben, die schriftlich oder mündlich zur Niederschrift beim Wahlleiter einzulegen ist. Der Wahlleiter hat die Entscheidung unverzüglich zu fällen und dem Beschwerdeführer mitzuteilen. Die Beschwerdeentscheidung des Wahlleiters im Mängelbeseitigungsverfahren ist endgültig.

(2) Der Wahlausschuss entscheidet spätestens am 42. Tag vor der Wahl über die Zulassung der Wahlvorschläge. Er hat Wahlvorschläge zurückzuweisen, wenn sie verspätet eingereicht worden sind oder den Anforderungen dieser Wahlordnung nicht entsprechen. Über die Tätigkeit des Wahlausschusses ist eine Niederschrift zu fertigen, die von allen Mitgliedern des Wahlausschusses zu unterzeichnen ist.


§ 9 Bekanntmachung der Wahlvorschläge

Der Wahlleiter macht die zugelassenen Wahlvorschläge spätestens am 28. Tag vor der Wahl öffentlich bekannt. Die Wahlvorschläge sind mit den in § 7 Absatz 2 bezeichneten Angaben ohne die Wohnanschrift bekannt zu geben; statt des Geburtsdatums ist nur das Geburtsjahr anzugeben. Die Reihenfolge der Bekanntmachung richtet sich nach der Maßgabe des § 10.


§ 10 Stimmzettel

(1) Die Stimmzettel werden amtlich hergestellt. Sie enthalten die zugelassenen Wahlvorschläge in der Reihenfolge, in der die für einen gültigen Wahlvorschlag erforderlichen Unterlagen beim Wahlleiter eingegangen sind, bei gleichzeitigem Eingang in alphabetischer Reihenfolge und zusammengefasst und geordnet nach den Schulformen in absteigender Reihenfolge der Bewerberzahl; andere Bewerber werden daran anschließend aufgeführt. Bei einer gleichen Anzahl von Bewerbern innerhalb zweier oder mehrerer Schulformen werden diese in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.

(2) Auf dem Stimmzettel werden die Schulformen wie folgt zusammengefasst:

  • Berufs- und sonstige Schulen,
  • Förderschulen,
  • Gesamtschulen/Freie Waldorfschule,
  • Gymnasien,
  • Hauptschulen,
  • Realschulen.


(3) Die Wahlvorschläge werden mit dem Namen und Vornamen des Bewerbers, dem Geburtsjahr und der genauen Bezeichnung der Schule aufgenommen.


§ 11 Wählerverzeichnis

(1) Wählen kann nur, wer in das Wählerverzeichnis eingetragen ist und einen Wahlschein hat.

(2) In das Wählerverzeichnis werden alle Personen eingetragen, bei denen am 33. Tag vor der Wahl (Stichtag) feststeht, dass sie wahlberechtigt sind. Nach der Aufstellung des Wählerverzeichnisses führt die Verlegung der Hauptwohnung nicht zu einer Fortschreibung des Wählerverzeichnisses. Offenbare Unrichtigkeiten sind vom Wahlleiter bis zum 2. Tag vor dem Briefwahlschluss von Amts wegen zu berichtigen.


§ 12 Versand der Briefwahlunterlagen

(1) Der Wahlleiter übersendet spätestens bis zum 12. Tag vor dem Briefwahlschluss jedem in das Wählerverzeichnis eingetragenen Wahlberechtigten den Wahlschein und

  • 1. einen amtlichen Stimmzettel,
  • 2. einen amtlichen blauen Wahlumschlag,
  • 3. einen amtlichen roten Wahlbriefumschlag und
  • 4. ein Merkblatt für die Briefwahl.


Er kann diesen Briefwahlunterlagen auch eine Information über die zur Wahl zugelassenen Bewerber (Kandidaten-Flyer) beifügen.

(2) Verlorene Wahlscheine werden nicht ersetzt. Versichert ein Wahlberechtigter glaubhaft, dass ihm der Wahlschein nicht zugegangen ist, kann ihm bis zum letzten Tag vor dem Briefwahlschluss, 15.00 Uhr, ein neuer Wahlschein ausgestellt werden.


§ 13 Durchführung der Briefwahl

(1) Der Briefwähler

  • kennzeichnet persönlich den Stimmzettel, legt ihn in den amtlichen blauen Wahlumschlag und verschließt diesen,
  • unterzeichnet die auf dem Wahlschein vorgedruckte Erklärung zur Briefwahl unter Angabe des Ortes und des Tages,
  • legt den verschlossenen amtlichen blauen Wahlumschlag und den unterschriebenen Wahlschein in den amtlichen roten Wahlbriefumschlag
  • und wirft den Wahlbrief bis zum Briefwahlschluss in die Briefwahlurne einer der in der Anlage 1 benannten Schulen ein.

Der Wahlbrief kann auch durch die Post an den Wahlleiter übersandt oder dort abgegeben werden. Nach Eingang des Wahlbriefes beim Wahlleiter darf er nicht mehr zurückgegeben werden; gleiches gilt nach Einwurf des Wahlbriefes in eine Briefwahlurne.

(2) Der Briefwähler hat eine Stimme. Er gibt seine Stimme geheim ab und muss dafür Sorge tragen, dass er den Stimmzettel unbeobachtet kennzeichnen und in den Wahlumschlag legen kann. Ein Briefwähler, der seine Stimme nicht persönlich abgeben kann, weil er des Lesens unkundig ist oder aufgrund einer körperlichen Beeinträchtigung gehindert ist, die gesamte oder einen Teil der Wahlhandlung selbstständig durchzuführen, kann sich der Hilfe einer anderen Person (Hilfsperson) bedienen. Die Hilfsperson hat auf dem Wahlschein durch Unterschreiben der Erklärung zur Briefwahl zu bestätigen, dass sie den Stimmzettel gemäß dem erklärten Willen des Briefwählers ausgefüllt hat.

(3) Jede der in Anlage 1 genannten Schulen stellt für den Rücklauf der Wahlbriefe eine Briefwahlurne bereit, die möglichst im Schulsekretariat oder einem vergleichbaren Raum vom 11. Tag vor dem Briefwahlschluss bis zum Briefwahlschluss an den üblichen Unterrichtstagen aufgestellt werden muss. Die Briefwahlurne ist während der gesamten Briefwahlzeit verschlossen und unter Aufsicht zu halten und ansonsten in einem verschlossenen Raum aufzubewahren.

(4) Die Zeit, in welcher die Wahlberechtigten die Möglichkeit haben, ihren Wahlbrief in die Briefwahlurne ihrer Schule einzuwerfen, soll an den üblichen Unterrichtstagen mindestens zwei Stunden betragen. Sie wird von der Schulleitung nach den örtlichen Gegebenheiten und dem tatsächlichen Bedürfnis festgelegt und den Wahlberechtigten bekannt gegeben.

(5) Die Briefwahl kann auch vom 11. Tag vor dem Briefwahlschluss bis zum Briefwahlschluss im Wahlraum des Wahlleiters während der in der Wahlbekanntmachung festgelegten Zeiten durchgeführt werden.


§ 14 Auszählung der Stimmen und Ergebnisermittlung

(1) Die Ermittlung des Briefwahlergebnisses erfolgt spätestens am 3. Tag nach dem Briefwahlschluss. Der Tag der Ermittlung des Briefwahlergebnisses wird vom Wahlleiter festgelegt. Die Verteilung der eingenommenen Wahlbriefe auf die Briefwahlvorstände erfolgt mengenmäßig. Die Ermittlung des Briefwahlergebnisses ist öffentlich.

(2) Bei der Ermittlung des Briefwahlergebnisses ist zunächst die Gesamtzahl der in den Briefwahlurnen befindlichen Wahlbriefe festzustellen. Anschließend wird die Zahl der gültigen und ungültigen Stimmen und die Zahl der auf die Wahlvorschläge entfallenen Stimmen ermittelt. Über die Gültigkeit der Stimmen entscheidet der Briefwahlvorstand.

(3) Wahlbriefe sind nicht zur Briefwahlergebnisermittlung zuzulassen, wenn

  • 1. der Wahlbrief nicht rechtzeitig eingegangen ist,
  • 2. dem Wahlbriefumschlag kein oder kein gültiger Wahlschein beigefügt ist,
  • 3. dem Wahlbriefumschlag kein Wahlumschlag beigefügt ist,
  • 4. weder der Wahlbriefumschlag noch der Wahlumschlag verschlossen ist und das
    Wahlgeheimnis dadurch gefährdet ist,
  • 5. der Wahlbriefumschlag mehrere Wahlumschläge, aber nicht eine gleiche Anzahl
    gültiger und mit der vorgeschriebenen Erklärung zur Briefwahl versehener Wahlscheine enthält,
  • 6. der Briefwähler oder die Hilfsperson die vorgeschriebene Erklärung zur Briefwahl
    auf dem Wahlschein nicht unterschrieben hat,
  • 7. kein amtlicher Wahlumschlag benutzt worden ist.

Zurückgewiesene Wahlbriefe werden nicht als Wähler gezählt; die Stimmen gelten als nicht abgegeben.

(4) Ungültig sind Stimmen, wenn der Stimmzettel

  • 1. nicht amtlich hergestellt ist,
  • 2. keine Kennzeichnung enthält,
  • 3. den Willen des Wählers nicht zweifelsfrei erkennen lässt,
  • 4. einen Zusatz oder Vorbehalt enthält.


(5) Über die Tätigkeit des Briefwahlvorstandes ist eine Briefwahlniederschrift zu fertigen, die von allen Mitgliedern des Briefwahlvorstandes zu unterzeichnen ist. Verweigert ein Mitglied des Briefwahlvorstandes die Unterschrift, so ist der Grund hierfür in der Briefwahlniederschrift zu vermerken.


§ 15 Feststellung des Briefwahlergebnisses und Zuteilung der Mandate

(1) Nach vorangegangener Vorprüfung der Briefwahlergebnisfeststellung durch den Wahlleiter stellt der Wahlausschuss fest

  • 1. die Zahl der in das Wählerverzeichnis eingetragenen Wahlberechtigten,
  • 2. die Zahl der Briefwähler,
  • 3. die Zahlen der gültigen und ungültigen Stimmen,
  • 4. die Zahlen der für die einzelnen Bewerber abgegebenen Stimmen und die danach
    gewählten Bewerber,
  • 5. die Zahl der Bewerber, die in die Reserveliste aufgenommen werden.


(2) Der Wahlausschuss ist berechtigt, rechnerische Berichtigungen in den Feststellungen des Briefwahlvorstandes vorzunehmen. Im Übrigen ist er an dessen Entscheidungen gebunden. Bedenken gegen sie vermerkt er in der Niederschrift.

(3) In die Reserveliste werden, getrennt nach Schulformen und anderen Bewerbern
(§ 10), alle Bewerber aufgenommen, die mindestens eine Stimme erhalten, aber nicht an der Mandatsverteilung teilgenommen haben (Ersatzbewerber). Die Reihenfolge in der Reserveliste bestimmt sich innerhalb der Schulformen und der anderen Bewerber nach der Anzahl der errungenen Stimmenzahl, wobei die Bewerber mit der höchsten Stimmenzahl an erster Stelle der Reserveliste stehen; bei Stimmengleichheit entscheidet das vom Wahlleiter zu ziehende Los.

(4) Die Zahl der zu wählenden Vertreter im Jugendstadtrat der Stadt Mülheim an der Ruhr beträgt 18. Jeder der unter § 10 Absatz 2 zusammengefassten sechs Schulformen der Stadt Mülheim an der Ruhr sowie den anderen Bewerbern ist ein Sitz zugeordnet (festes Mandat), den zunächst derjenige Bewerber der jeweiligen Schulform oder der anderen Bewerber erhält, welcher dort die meisten Stimmen bekommen hat. Die übrigen elf Mandate (freie Mandate) werden anschließend an die Bewerber mit den nächsthöheren Stimmenzahlen vergeben; hierbei sind die reinen Stimmenzahlen maßgeblich. Soweit für die festen Mandate kein Bewerber kandidiert hat oder Bewerber dort keine Stimme erhalten haben, werden diese Mandate ebenfalls als freie Mandate an die Bewerber mit den nächsthöheren Stimmenzahlen vergeben. § 15 Absatz 4 Satz 3 gilt entsprechend. Bei der Zuteilung der zu vergebenen Sitze entscheidet bei gleichen Stimmenzahlen das vom Wahlleiter zu ziehende Los.


§ 16 Benachrichtigung der gewählten Bewerber und Annahme der Wahl

(1) Der Wahlleiter benachrichtigt die gewählten Bewerber und fordert sie auf, binnen einer Woche schriftlich zu erklären, ob sie die Wahl annehmen. Hierbei weist er darauf hin, dass

  • 1. die Wahl als angenommen gilt, wenn innerhalb dieser Frist keine Erklärung
    eingeht,
  • 2. eine Erklärung unter Vorbehalt als Ablehnung gilt,
  • 3. eine Ablehnung nicht widerrufen werden kann,
  • 4. die Mitgliedschaft mit dem Eingang der Annahmeerklärung, im Falle der Nummer 1
    mit Fristablauf, erworben wird, jedoch nicht vor Ablauf der Wahlperiode des alten
    Jugendstadtrates.


(2) Der Wahlleiter macht die Namen der gewählten Bewerber öffentlich bekannt. Die Veröffentlichung erfolgt unbeschadet der Annahme oder Ablehnung der Wahl durch die Bewerber.


§ 17 Mandatsverlust und Ersatzbestimmung von Mandatsträgern

(1) Ein Mandatsträger verliert seinen Sitz durch Verzicht oder durch nachträglichen Verlust der Wählbarkeit. Die Vollendung des zweiundzwanzigsten Lebensjahres während der laufenden Wahlperiode führt nicht zum Verlust des Mandates.


(2) Der Verzicht ist nur wirksam, wenn er dem Wahlleiter oder einem von ihm Beauftragten zur Niederschrift erklärt wird. Der Verzicht kann auch mit Wirkung ab einem bestimmten späteren Zeitpunkt erklärt werden; er kann nicht widerrufen werden.

(3) Wenn ein gewählter Bewerber die Annahme der Wahl ablehnt oder aus sonstigen Gründen ein Mandat frei wird, tritt an diese Stelle der Ersatzbewerber der entsprechenden Schulform oder der anderen Bewerber nach der Reihenfolge der Reserveliste (§ 15 Absatz 3). Ist die Reserveliste erschöpft, bleibt der betreffende Sitz unbesetzt; die Mitgliederzahl des Jugendstadtrates vermindert sich entsprechend.

(4) Der Wahlleiter stellt die Nachfolge oder das Freibleiben des Sitzes fest und macht dies öffentlich bekannt.


§ 18 Wahlperiode

Die Mitglieder des Jugendstadtrates werden für die Dauer von zwei Schuljahren gewählt. Nach Ablauf der Wahlzeit üben die bisherigen Mitglieder ihre Tätigkeit bis zum Zusammentritt des neu gewählten Jugendstadtrates weiter aus.


§ 19 Inkrafttreten

Diese Wahlordnung tritt am Tage nach der öffentlichen Bekanntmachung in Kraft.
Gleichzeitig treten die geänderten Bestimmungen dieser Wahlordnung vom 23. Juni 2008 außer Kraft.


Anlage 1:

Übersicht der Schulen (Kurzbezeichnung)

  • Berufskolleg Stadtmitte, Kluse 24 - 42 und Von-Bock-Straße 87 - 89,
  • Berufskolleg Lehnerstraße, Lehnerstraße 67,
  • Tersteegen-Schule, Klotzdelle 3,
  • Wilhelm-Busch-Förderschule, Springweg 21 - 23,
  • Rembergschule, Rembergstraße 7,
  • Peter-Härtling-Schule, Wenderfeld 25 - 27,
  • Freie Waldorfschule, Blumendeller Straße 29,
  • Gustav-Heinemann-Schule, Boverstraße 150,
  • Gesamtschule Saarn, Lehnerstraße 65,
  • Willy-Brandt-Schule, Oberhausener Straße 208,
  • Karl-Ziegler-Schule, Schulstraße 2 - 6,
  • Luisenschule, An den Buchen 36,
  • Otto-Pankok-Schule, Von-Bock-Straße 81,
  • Städtisches Gymnasium Broich, Ritterstraße 21,
  • Städtisches Gymnasium Heißen, Kleiststraße 50,
  • Max-Kölges-Schule am Dichterviertel - Partnerschule des Handwerks, Bruchstraße 87,
  • Schule am Hexbachtal, Borbecker Straße 86 - 92,
  • Realschule Broich, Holzstraße 80,
  • Realschule an der Mellinghofer Straße, Mellinghofer Straße 56,
  • Realschule Stadtmitte, Oberstraße 92 - 94

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Stand: 07.06.2017

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