Migration · Integration · Interkulturelles Leben
Das Gesicht der Migration in Mülheim an der Ruhr zeigen

Migration & Geschichte: Wissenschaftliche Aufarbeitung zum Thema Arbeitsmigration von Prof. Wessel
Kleiner Luxus, das erste eigene Auto: Gastarbeiter in Mülheim an der Ruhr (Foto: Hayriye Özcan)

Wanderungen sind so alt wie die Menschheit. Ein Überblick über die Migrationsgeschichte.

Prof. Dr. Horst A. Wessel, Mannesmann-Archiv, Mülheim an der Ruhr (2008)

Vor etwa dreißig Jahren setzten ernsthafte Bemühungen ein, das unvermindert große Interesse an der Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer mit den Notwendigkeiten ihrer angemessenen Eingliederung in Einklang zu bringen. „Man dürfe“, so der damalige Bundesarbeitsminister Walter Arendt, „nicht zulassen, dass diese Bevölkerungsgruppe zunehmend zu einer Randgruppe unserer Gesellschaft wird. Die sozialen und gesellschaftlichen Erfordernisse dürfen nicht länger hinter den einzelwirtschaftlichen Überlegungen zurückstehen. Um die bestehenden Unzulänglichkeiten in angemessener Zeit zu mildern, kann die Zuwachsrate der ausländischen Arbeitnehmer sicher nicht so weiter steigen, wie das in der Vergangenheit der Fall war.“ ...mehr (PDF, 2 MB)

 

Migration & Geschichte: Wissenschaftliche Aufarbeitung zum Thema Arbeitsmigration von Prof. Wessel
Wichtig für die Deutsche Wirtschaft: „Gastarbeiter“, hier im Kreis ihrer Arbeitskollegen (Foto: Hayriye Özcan)

Gedanken über die Bedeutung der ausländischen Arbeitskräfte für die deutsche Wirtschaft

Prof. Dr. Horst A. Wessel, Mannesmann-Archiv, Mülheim an der Ruhr (2008)

Die politische Entscheidung, ausländische Arbeitskräfte für die deutsche Wirtschaft anzuwerben, wurde in erste Linie unter gesamtwirtschaftlichen Gesichtspunkten getroffen. Deshalb ist die Frage berechtigt, ob es uns durch die vielen Gastarbeiter wirtschaftlich besser oder schlechter gegangen ist. Welchen Beitrag haben die ausländischen Arbeitskräfte zur statistisch zweifelsfrei belegbaren Erhöhung unseres Wohlstandes bzw. unseres Lebensstandards geleistet? Wie hat sich deren Beschäftigung z. B. auf die Geldwertstabilität, auf die Erwerbstätigkeit, auf unsere volkswirtschaftliche Zahlungsbilanz, auf das Wirtschaftswachstum und auf unsere Einkommen ausgewirkt? ...mehr (PDF, 1,7 MB)

 

Migration & Geschichte: Wissenschaftliche Aufarbeitung zum Thema Arbeitsmigration von Prof. Wessel
Eine eigene Seite für „Gastarbeiter“ in der Werkszeitung: MRW aktuell vom 20.10.1977 (Abbildung: Faksimile, Mannesmann-Archiv, Mülheim an der Ruhr)

Ausländische Mitarbeiter bei den Mannesmannröhren-Werken

Prof. Dr. Horst A. Wessel, Mannesmann-Archiv, Mülheim an der Ruhr (2008)

In den Zeiten der Vollbeschäftigung der 1960er Jahre stießen die Mannesmannröhren-Werke an Kapazitätsgrenzen, die hauptsächlich durch den Mangel an Arbeitskräften gezogen wurden. Als der Flüchtlingsstrom versiegte, warb man Arbeitskräfte aus Ländern an, die einen Arbeitskräfteüberschuss hatten. Zunächst waren es Menschen aus dem benachbarten Europa, dann, als auch hier die Reserven ausgeschöpft waren, aus Nordafrika und der Türkei. In diesen Jahren gewann die personalwirtschaftliche und personalpolitische Komponente der Unternehmenspolitik zunehmend an Bedeutung. Der angespannte Arbeitsmarkt ließ die Beschaffung von Personal in der gewünschten Qualifikation und Menge kaum noch zu – jüngere deutsche Arbeitskräfte standen für eine Tätigkeit in der Eisen- und Stahlindustrie selten zur Verfügung. Die altersbedingten, wie auch alle anderen Abgänge – mussten im rasch wachsenden Umfang durch ausländische, meist industriefremde Arbeitskräfte ersetzt werden. Dabei war zu berücksichtigen, dass infolge der immer stärkeren Betonung des Qualitätsproduktes zu Lasten der Massenerzeugnisse die qualitativen Anforderungen an die Mitarbeiter wuchsen. ...mehr (PDF, 4,3 MB)

 


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Willkommen auf den Geschichtsseiten von Mannesmann!

Erworbenes Wissen für die Aufgaben der Zukunft bewahren. Die Spezialisten des Mannesmann-Archivs bilden die historische Informationszentrale für alle Fragen, die die Geschichte des früheren Mannesmann-Konzerns, seiner Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie vor allem der Mannesmannröhren-Werke GmbH betreffen. Ihre Aufgabe ist es, einmal – zum Teil teuer – erworbenes Wissen zu bewahren und zu vermitteln. Sie ermöglichen den heutigen Unternehmensleitungen und ihren Mitarbeitern die volle Konzentration auf die zukünftige Entwicklung und die Erschließung neuer, wachstumsträchtiger Geschäftsfelder, da durch ihre Arbeit das Wissen um vergangene Leistungen, um noch bestehende Verpflichtungen und auch das Know-how der bisherigen Erfolge im Hintergrund für aktuelle Bedürfnisse stets zur Verfügung steht.

Salzgitter AG Konzernarchiv
Ansprechpartner: Kornelia Rennert M.A.
Wiesenstraße 36, 45473 Mülheim an der Ruhr
Telefon: +49 (0) 208 458-1669, Telefax: +49 (0) 208 458-1670
E-Mail: info@mannesmann-archiv.de
Internet: mannesmann-archiv.de


Kontakt: vhs@muelheim-ruhr.de
kw@wichmann-kommunikation.de
http://www.kulturbetrieb.de
http://vhs.muelheim-ruhr.de
Das Projekt Migration & Geschichte
wurde durch die Leonhard-Stinnes-
Stiftung gefördert.

Impressum
Stand: 05.08.2010

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