Archiv-Beitrag vom 15.08.2014Wasserkraftwerk Raffelberg erstrahlt in neuem Glanz

Mit zirka 23,5 Millionen KWh Stromerzeugung pro Jahr betreibt die Stadt Mülheim das größte Laufwasserkraftwerk an der Ruhr. Während die Maschinenausstattung aus dem Jahr 1922 vollständige Originalität und Funktionalität aufweist, waren die Baumaterialien aus derselben Zeit, die heute sichtbar sind, von Wetter- und Umwelteinflüssen zum Teil sanierungsbedürftig. Vor allem auch diejenigen Bestandteile des Bauwerkes, die unmittelbar im Wasser stehen, mussten in mühevoller Handarbeit (ab 2004 und die folgenden Jahre) erneuert werden.

Wasserkraftwerk Raffelberg erstrahlt in neuem Glanz! Fassadensanierung abgeschlossen. 15.08.2014 Foto: Walter Schernstein

Für die Fassade an der Unterwasserseite stromabwärts wurden im Jahr 2011 rund 190.000 Euro (als Investition und Unterhaltsmaßnahmen) aufgewendet.
Die Fortsetzung erfolgte mit der südlichen Fassade, dem Südturm und dem Oberwasser.
Die jetzt, in der Zeit bis zum 15. August 2014 vollendeten Maßnahmen umfassen den Haupteingang (Nordturm) sowie das Gebäude „Rückpumpwerk“, welches bis zur erstgenannten Westfassade reicht. Damit ist der Zirkelschluss geschafft.

Geringe Restarbeiten an der Fassade im Bereich unterhalb der Wasserlinie werden im Zuge der fortlaufenden Unterhaltung der Technik der Einlaufbauwerke (Oberwasser) noch mit bearbeitet.
Das neue äußere Erscheinungsbild im historischen Gewand ist jedoch im August 2014 geschaffen.

Wasserkraftwerk Raffelberg erstrahlt in neuem Glanz! Fassadensanierung abgeschlossen. Joachim Exner, Betriebsleiter, Betriebe der Stadt mit den Mitarbeitern der Firma SCHORN Denkmalpflege aus Köln. 15.08.2014 Foto: Walter Schernstein

Wasserkraftwerk Raffelberg erstrahlt in neuem Glanz! Fassadensanierung abgeschlossen. Joachim Exner (4. von links), Betriebsleiter, Betriebe der Stadt mit den Mitarbeitern der Firma Schorn Denkmalpflege aus Köln. Foto: Walter Schernstein

Die fachgerechte Ausführung der Arbeiten lag in den vergangenen Jahren in den bewährten Händen der Experten der Firma Schorn Denkmalpflege aus Köln.
Bis zum Sommer 2014 sind inklusive der Dach- und Verkleidungsarbeiten an den Traufpunkten und der Regenrohre sowie des Blitzschutzes 550.000 Euro in dieses Projekt geflossen.

Zum Hintergrund

Die Mülheimer Geschichte ist eng verknüpft mit ihrer Tradition als Stadt der Schifffahrt. So ruhte man nicht, bis es geschafft wurde im Jahr 1913 das Recht verliehen zu bekommen, einen hafentauglichen Schifffahrtkanal als direkten Zugang zum Rhein und als Durchstich zum Rhein-Herne-Kanal anzulegen.

Kriegsbedingt verging die Zeit bis zum Jahre 1922, in welchem dann die Gesellschaft für den Bau und den Betrieb des Wasserkraftwerkes Raffelberg gegründet wurde. Dies Bauwerk als Querbauwerk im Kanalbereich ergänzte die vorhandene Schleusenanlage an gleicher Stelle und erlaubte es, den Wasserstand für einen wirtschaftlicheren Schiffsbetrieb zu regulieren. Gründungsgesellschafter waren die Stadt Mülheim an der Ruhr und die Friedrich-Wilhelm-Hütte. Zweck des Unternehmens war sowohl der Hafenbau als auch die Produktion von Strom. Beide Aufgaben werden heute von den Betrieben der Stadt Mülheim an der Ruhr wahrgenommen.

Seit 1926 liefert die Anlage Strom mit einer Spannung von 10.000 Volt, heute 10.500 Volt, einem idealen Einspeisebereich.

Durchschnittlich 23,5 Millionen KWH pro Jahr werden durch den natürlichen Zufluss des Ruhrwassers erzeugt. Seit dem Jahr 1986 ist das Kraftwerk "Denkmal" und heute Teil der Route der Industriekultur.
Bsuchern steht das Wasserkraftwerk nach Anmeldung für Führungen (etwa 60 Minuten) offen.

Anschrift

Wasserkraftwerk Raffelberg
Raffelbergbrücke 8
45478 Mülheim an der Ruhr
E-Mail: info@btmh.de

 

Kontakt


Stand: 15.08.2014

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