Weg zum Europapreis

EuropadiplomEuropafahne. Erläuterung der vier Schritte zum Europapreis.

Ehrenfahne

Ehrenplakette

Europapreis

 

1. Europadiplom

Das Europadiplom bildet die erste Stufe bei der Auswahl der Europa-Preisträger. Alljährlich werden etwa dreißig Diplome vergeben. Im Rahmen einer offiziellen Zeremonie im Europapalais in Straßburg, die während der Juni Sitzung der Parlamentarischen Versammlung stattfindet, wird den Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen der preisgekrönten Städte ein Diplom überreicht, auf dem der Name der ausgezeichneten Stadt und das Jahr der Verleihung eingetragen sind.

2. Ehrenfahne

Eine begehrte Auszeichnung ist die mit Gold bestickte und Goldfransen versehene Ehrenfahne. Eine bestimmte Anzahl an Städten erhält jedes Jahr vom Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft und Gebietskörperschaften die Europafahne. Die ausgezeichneten Städte haben sich nach dem Urteil des Ausschusses durch hervorragende Leistungen für den europäischen Einigungsgedanken verdient gemacht. Die Ehrenfahne ist Voraussetzung für die spätere Verleihung der Ehrenplakette und des eigentlichen Europapreises.

Insgesamt sind seit 1961 mehr als 1000 Ehrenfahnen vergeben worden (jedes Jahr zwischen 20 und 25). Im Rahmen einer von der Stadt veranstalteten Zeremonie überreicht ein Mitglied der Parlamentarischen Versammlung die Ehrenfahne.

Vollversammlung der Europapreisträgerstädte 2013 in Würzburg mit Oberbürgermeisterin Dagmar MühlenfeldDie Stadt Würzburg hatte ihr 40-jähriges Jubiläum seit Erhalt des Europapreises zum Anlass genommen, die Vollversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Europapreisträgerstädte vom 2. bis 5. Mai 2013 auszurichten. 39 Vertretende aus sieben Ländern waren angereist.

Für die Europa-Stadt Mülheim nahm Oberbürgermeisterin a.D. Dagmar Mühlenfeld an der Konferenz teil.

3. Ehrenplakette

Die im Jahr 2001 neu gestaltete Ehrenplakette besteht in ihrem Oberteil aus Bronzefiguren, welche die Entführung Europas darstellen. In ihrem mittleren Teil umrahmen die zwölf Europasterne die Jahreszahl der jeweiligen Verleihung der Plakette, während auf ihrem unteren Teil eine stilisierte Karte des erweiterten Europas in zarten Strichen sowie der Name der geehrten Stadt erscheinen. Die Ehrenplakette überreicht ein Mitglied der Parlamentarischen Versammlung im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung der ausgezeichneten Stadt, zu der die Bevölkerung eingeladen ist. Bis jetzt wurden 175 Gemeinden (acht bis zehn jedes Jahr) ausgezeichnet.

4. Europapreis

1955 wurde der Europapreis ins Leben gerufen. Er ist die höchste Stufe der vier Auszeichnungen, die eine Stadt für außergewöhnliche Leistungen zur Förderung des europäischen Einigungsgedankens erhalten kann. Der Europapreis wurde bisher an 70 Städte verliehen. Nur eine oder zwei Gemeinden, die bereits im Besitz der Ehrenfahne und der Ehrenplakette sind, erhalten ihn jedes Jahr.

Der Europapreis setzt sich zusammen aus:

  • einem Wanderpreis,
  • einer Bronzemedaille,
  • einer Ehrenurkunde und
  • einem Reisestipendium.

Der Wanderpreis ist eine Bronzeplatte mit allegorischen Motiven und lateinischer Inschrift. Auf einer Tafel sind alle Städtenamen eingraviert, die mit dem Europapreis ausgezeichnet wurden. Der Wanderpreis verbleibt für ein Jahr in der ausgezeichneten Stadt und geht an die im darauf folgenden Jahr für den Europapreis auserwählte Stadt über. Die ausgezeichnete Stadt erhält neben dem Wanderpreis eine Bronzemedaille sowie eine Ehrenurkunde und ein Reisestipendium. Die Studienreise innerhalb Europas kommt einem oder mehreren Jugendlichen der ausgezeichneten Stadt zugute. Dazu kommen gegebenenfalls zusätzliche Subventionen von Seiten der Landesregierung, der Kommunalverbände und sonstigen Behörden, die der preisgekrönten Stadt zuerkannt werden können.

Der Europapreis wird der Preisträgerstadt offiziell durch den Präsidenten der Parlamentarischen Versammlung, in Anwesenheit der Mitglieder des Unterausschusses für den Europapreis übergeben. Die Veranstaltung ereignet sich im Rahmen eines von der Stadt veranstalteten "Europäischen Tages". Das Tagesprogramm beinhaltet zum einen eine Festsitzung des Gemeinderates in Anwesenheit der Mitglieder des Unterausschusses und zum anderen eine öffentliche Veranstaltung, zu der die gesamte Bevölkerung der Preisträgerstadt eingeladen ist.
1984 schlossen sich alle Städte, die mit dem Europapreis ausgezeichnet wurden, zu einer "Arbeitsgemeinschaft der Europapreisträgerstädte" zusammen. Deren Vertreter und Vertreterinnen treffen sich mindestens einmal jährlich. Seit 2015 hat die Stadt Kharkiv (Ukraine) den Vorsitz.

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Stand: 22.06.2017

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