Weltgesundheitsorganisation (WHO) arbeitet mit Mülheimer Lärmdaten
Das Landesinstitut für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (lögd) in Bielefeld erarbeitet derzeit in Zusammenarbeit mit 20 weiteren Partnern aus 18 europäischen Staaten ein Projekt für die Weltgesundheitsorganisation (WHO), bei dem eine Informationssystem für Europa entstehen soll, das Kinder als besonders gefährdete Gruppe in den Fokus nimmt.
Anfang 2007 nahm das lögd mit dem Umweltamt der Stadt Kontakt auf, um die Mülheimer Lärmdaten zu erhalten. Zum Hintergrund: Mülheim wurde im Zusammenhang mit der Lärmminderungsplanung über seine Grenzen hinaus als Modellstadt für NRW bekannt.
Das lögd beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit gesundheitlichen Auswirkungen von Lärm und Innenraumluftverunreinigungen. Die Stadt Mülheim gehört neben Ahlen zu den einzigen beiden Städten in NRW, die entsprechend aufbereitete Daten für dieses Projekt zur Verfügung stellen können.
Der Statistikbereich der Stadt stellte Bevölkerungsdaten zur Verfügung, die vom Amt für Umweltschutz weiter aufbereitet wurden. Dabei wurden folgende Ergebnisse erzielt:
Mülheim an der Ruhr hat einen Kinderanteil von 13 % an der Gesamtbevölkerung. Diese sind tagsüber fast alle von Verkehrslärm betroffen, d.h. von einem Dauerschallpegel, der bei mindestens 35 dB(A) liegt. Der Anteil der Kinder, die von über 55 dB(A) betroffenen sind, liegt bei 64%. Und zirka 2% müssen sogar mit einem Lärmpegel von über 70dB(A) leben.
Nach der neuen EU-Lärmgesetzgebung, die bis 2014 deutschlandweit umgesetzt werden muss, sollte in Wohngebieten ein Lärmpegel von 65 dB(A) nicht überschritten werden. Ist dies doch der Fall, wird für die betroffenen Flächen ein Aktionsplan erarbeitet, in dem Maßnahmen zur Lärmreduzierung vorgeschlagen werden.
Kontakt
Stand: 25.05.2007













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