Werden Sie Pate für Mülheimer Förderschüler
Mit dem neuen Projekt ILJA (Integration lernbehinderter Jugendlicher in Ausbildung) sollen Lotsen einzelne Förderschüler beim Übergang Schule und Beruf ab dem Ende der neunten Klasse begleiten.
Die folgenden konkreten Maßnahmen sind geplant:
- Die vorhandenen Angebote der verschiedenen Beteiligten im Schulsystem werden aufeinander abgestimmt, um allen Schülerinnen und Schülern ab der achten Klasse eine individuelle Förderung zur Erlangung der Ausbildungsreife und geeigneten Anschlussperspektiven zu ermöglichen.
- Die Übergänge an den Schnittstellen zwischen Schule, Berufsvorbereitung und Berufsausbildung werden optimiert und die Schülerinnen und Schüler besser begleitet.
- Entsprechend ihrem Entwicklungsstand und ihrer Ausbildungsreife werden den Jugendlichen ausreichende flankierende Hilfen und Angebote zur Berufsvorbereitung sowie zur Ausbildung in geeigneten Berufen zur Verfügung gestellt.
- Ab dem neunten Schulbesuchsjahr erhalten die Jugendlichen eine unterstützende Begleitung durch ehrenamtliche Lotsen, wenn dies sinnvoll und notwendig ist.
Der Lotse ist dabei über einen Zeitraum von ca. drei Jahren kontinuierlicher Ansprechpartner für den Jugendlichen und steht diesem mit seiner Lebenserfahrung mit Rat und Tat zur Seite. Er stellt eine Vertrauensbasis her und ermöglicht damit eine Zusammenarbeit mit dem Jugendlichen unter anderem bei der Berufswahlorientierung, der Suche nach Praktikumsplätzen und der Begleitung zu wichtigen Terminen. Wichtig dabei ist, dass der Lotse gerne mit Jugendlichen arbeitet und sich auf die Lebenswelt und den individuellen Bedürfnissen von Jugendlichen einlassen möchte. Außerdem sollte der Lotse aufgeschlossen, ausdauernd und kommunikativ sein.
Der Jugendliche, der einen Lotsen braucht, soll unter anderem motiviert und gestärkt, aber auch individuell gefördert werden, um die nötige Ausbildungsreife zu erlangen. Außerdem kann der Jugendliche einen Ansprechpartner benötigen, der ihn dabei unterstützt einen Schulabschluss zu erlangen oder der mit ihm gemeinsam geeignete Weiterqualifizierungsmöglichkeiten findet.
Der Lotse selbst wird vom CBE zunächst im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen geschult und auf seine Aufgabe vorbereitet. Während seiner Zeit als Lotse wird er ebenfalls vom CBE begleitet und unterstützt. Dabei kann er auch auf Unterstützung des Netzwerkes (Bildungsbüro, Förderschule, Agentur für Arbeit, etc.) zurückgreifen, in das er eingebunden ist und mit welchem er eng zusammenarbeitet.
Wenn Sie mehr über ILJA erfahren möchten oder Lotse werden wollen, beraten wir Sie gerne persönlich.
Ansprechpartnerin:
Julia Bledau
Centrum für bürgerschaftliches Engagement e.V (CBE)
Tel.: 0208 / 970 6825
E-Mail: julia.bledau@cbe-mh.de
Hinter ILJA verbirgt sich jedoch noch mehr
ILJA – Integration lernbehinderter Jugendlicher in Ausbildung.
Auf Grundlage der vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales initiierten Ausschreibung hat sich das Bildungsbüro in Kooperation mit dem CBE erfolgreich beworben, die auf Landesebene entwickelte Konzeption "ILJA – Integration lernbehinderter Jugendlicher in Ausbildung und Arbeit in Nordrhein-Westfalen" praktisch zu erproben. Ziel ist, die bislang nicht erreichten bzw. integrierten lernbehinderten Jugendlichen soweit wie möglich beruflich zu qualifizieren und in Arbeitsverhältnisse zu integrieren. Neben frühzeitigen präventiven Maßnahmen in der Schule und einer individuellen Berufsorientierung soll vor allem die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren verbessert werden.
Kontakt
Stand: 06.06.2011











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