Archiv-Beitrag vom 09.12.2009medl gibt verwilderten Katzen ein Zuhause

Wie die Jungfrau zum Kinde 


Im Mai dieses Jahres wurde spät abends die Feuerwehr alarmiert. Sie rückte aus zur Burgstraße in Styrum, um eine völlig erschöpfte und hilflose Katze zu bergen. Diese befand sich in misslicher Lage auf dem medl-Verwaltungsgelände und konnte durch den Einsatz eines Leiterwagens gerettet werden. Nach einem Tierarztbesuch sollte die Katze anschließend in das Mülheimer Tierheim gebracht werden. Aber dann kam alles ganz anders:
Der Tierarzt stellte fest, dass es sich um ein verwildertes, noch säugendes Muttertier handelte. Da verwilderte Katzen jedoch nicht in einem Tierheim leben können, wurde es - nach Rücksprache mit medl - durch den Tierschutzverein zurück zum Fundort gebracht. Die Katze konnte in ihrer vertrauten Umgebung sofort der Versorgung ihrer Jungtiere nachkommen. Für alle Beteiligten überraschend wurden auf dem Gelände neben den vier Katzenjungen noch 17 weitere scheue Tiere gezählt. Eine Katzengroßfamilie sozusagen. Die medl-Geschäftsleitung und der Tierschutzverein Mülheim e.V. vereinbarten, den Katzen auch langfristig ein Zuhause zu bieten. Um die Vermehrung jedoch zu stoppen, wurde jedes Tier kastriert.

Mit gutem Beispiel voran


Die Kosten trägt medl. „Den Tieren Ihren Lebensraum zu nehmen, wäre herzlos. Unser Wir-alle-sind-Mülheim-Gedanke gilt also nicht nur für die Bürger. Wir haben ihn um die vierbeinigen Mülheimer erweitert!“, erklärt Hans-Gerd Bachmann schmunzelnd.

„medl zeigt ein Herz für Tiere. Dank medl konnten die verwilderten Katzen in ihrem heimischen Umfeld verbleiben. Auch die unkontrollierte Weitervermehrung wurde verhindert,“ atmet Heidrun Schultchen, Leiterin des Vereins Mülheimer Tierschutz e.V., erleichtert auf. „Dies sollte ein nachahmenswertes Beispiel für andere Firmen sein, auf deren Gelände ebenfalls ausgesetzte und später verwilderte Katzen leben!“

Der Verein steht mit Rat und Tat zur Hilfe. Er ist erreichbar unter Telefon 0208 / 7402088 und vorsitzender@tierschutz-muelheim-ruhr.de
 

Fundtiere


F 378/09 OB, Hauskatze Nele, geboren am 15.07.09, kastriertHerrenlose Hunde, Katzen oder sonstige Kleintiere (außer Reptilien), die in der Stadt Mülheim an der Ruhr oder in der Stadt Oberhausen aufgefunden werden, sind normalerweise jedoch im Städtischen Tierheim Mülheim an der Ruhr abzugeben.

Außerhalb der Öffnungszeiten können sich Bürgerinnen und Bürger in Notfällen in Mülheim an der Ruhr auch an die Feuerwehr (Telefon: 02 08 / 4 55 37 92) oder in Oberhausen an die Rufbereitschaft (Telefon: 02 08 / 82 51) wenden.

Das Städtische Tierheim an der Horbeckstraße 35 in 45470 Mülheim / Ruhr ist telefonisch erreichbar unter der Rufnummer 02 08 / 37 22 11 oder per E-Mail: versenden.


Öffnungszeiten:

Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag jeweils von 11.00 - 16.30 Uhr und
Samstag von 11.00 - 12.00 Uhr

 

Kontakt


Stand: 09.12.2009

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