Wie Kinder Sprache lernen - Fachveranstaltung zum Thema "Mit allen Sinnen entdecken"

Die Frage, wie vielfältige Sprachbildungsmöglichkeiten für Kinder geschaffen werden können, war zentraler Gegenstand der Fachveranstaltung „Mit allen Sinnen entdecken“ am 14. November 2016 in der Realschule Stadtmitte.

Frühe sprachliche Bildung und Förderung sind unerlässlich, damit Bildungschancen für alle Kinder verbessert werden können. Dabei spielt die Vermittlung vielfältiger Sprachbildungsmöglichkeiten im Kita- und Grundschulalltag eine sehr wichtige Rolle.

Fachkräfte hören der Vortragenden zu. Fachveranstaltung Sprache Mit allen Sinnen entdecken am 14.11.2016 in der Realschule StadtmitteÜber 90 Fachkräfte erhielten daher zunächst aufschlussreiche Erkenntnisse zum Modellprogramm „Bildung braucht Sprache“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und der Stiftung Mercator, in dem sich Kindertageseinrichtungen gemeinsam mit Grundschulen und Eltern zu kompetenten Begleitern des sprachlichen Bildungsprozesses der Kinder weiterentwickeln. Svenja Butzmühlen von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) lieferte in ihrem Vortrag eine Bestandsaufnahme zum Ende des Projektes und gab den Teilnehmenden einen Überblick über den Programmablauf und ebenso Einblicke in die Praxis.

Flip-Charts, Fachveranstaltung Sprache Mit allen Sinnen entdecken am 14.11.2016 in der Realschule Stadtmitte.Ursula Günster-Schöning (ERFOR-Institut) begleitete den Programmprozess in acht Mülheimer Kitas und Grundschulen und veranschaulichte, wie sie zu Modelleinrichtungen für durchgängige alltagsintegrierte Sprachbildung wurden.

Prof. Dr. Gisela Lück von der Universität Bielefeld schilderte in ihrem eindrucksvollen und erlebnisreichen Hauptvortrag „Mit allen Sinnen experimentieren und darüber sprechen“, wie naturwissenschaftliches Experimentieren im Elementarbereich zur Sprachförderung beiträgt. Dabei betonte sie die „zunehmende Bedeutung naturwissenschaftlicher Bildung in Kitas“ und die hohe Akzeptanz von naturwissenschaftlichen Experimentierangeboten bei Kindern, die sich durch eine freiwillige Teilnahme von 70 Prozent zeigt, so ein Ergebnis einer ihrer Studien. Naturwissenschaftliche Experimente bieten Sprachanlässe, die von Kindern spontan aufgegriffen werden, wenn sie das Experiment erstaunt, es zu Fragen anregt und ihnen lange in Erinnerung bleibt.

Prof. Dr. Gisela Lück bei einem naturwissenschaftlichen Experiment. Fachveranstaltung Sprache Mit allen Sinnen entdecken am 14.11.2016 in der Realschule Stadtmitte.Festzuhalten bleibt, dass nicht nur naturwissenschaftliche Bildung möglich und empfehlenswert ist, sondern auch Sprachförderung durch naturwissenschaftliche Bildung. Abgerundet wurde der Vortrag, in dem Prof. Lück dem Plenum beispielhaft ein simples, aber effektives naturwissenschaftliches Experiment vorführte.

Abschließend wurden die acht Mülheimer Einrichtungen, die am Projekt „Bildung braucht Sprache“ teilgenommen haben, zum Projektende für ihre Arbeit der vergangenen Jahre gewürdigt.

Die positiven Rückmeldungen am Ende der Veranstaltung unterstützen diese Anerkennung und tragen dazu bei, auch im nächsten Jahr einen weiteren Fachtag Sprache zu organisieren.

Organisiert und vorbereitet wurde die bereits vierte Fachveranstaltung von der ämterübergreifenden „Fachgruppe Sprachkompetenz“ der Stadt Mülheim an der Ruhr, bestehend aus Vertreterinnen des Amtes für Kinder, Jugend und Schule, Kommunalem Integrationszentrum, Gesundheitsamt und den Bildungsnetzwerken Eppinghofen und Styrum.

Logo der Mülheimer Entsorgungsgesellschaft mbH (MEG)

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Stand: 10.03.2017

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