Wie man Boden anspricht - Stadt Mülheim an der Ruhr

Wie man Boden anspricht

Bei der Bodenbearbeitung im Garten und bei der Auswahl standortgerechter Pflanzen sowie bei Bauvorhaben ist es nützlich zu wissen, aus welcher Bodenart der Boden vor Ort besteht. Als Bodenart wird das Gemisch aus mineralischen Körnern in einem Boden bezeichnet.

Alle Körner die einen Durchmesser von mehr als 2 Millimeter haben, kleine eckige Steinchen und runde Kiese, bilden das Gerüst des Bodens. Die kleineren Teilchen werden als Feinboden bezeichnet. Diese Teilchen können wir mit dem Auge nicht mehr unterscheiden.

Es gibt drei Gruppen von Feinböden, das sind die Sandböden, die feinkörnigeren Schluffböden und die feinstkörnigen Tonböden. Sie alle sind Gemische, werden aber von der namensgebenden Körngröße dominiert. Nur der Lehmboden macht hier eine Ausnahme. Er besteht zu etwa gleichen Teilen aus Sand, Lehm und Ton.

Aus der Korngrößenzusammensetzung eines Bodens können Rückschlüsse auf seinen Wasser- und Lufthaushalt, seine Bearbeitbarkeit, Durchwurzelung und den Wärmehaushalt gezogen werden. Bodenkenner können auch den Nährstoffhaushalt näherungsweise beurteilen.

Weil Böden aus mehreren Schichten bestehen, wird die Bodenart in jeder Schicht bestimmt.

Es gibt ein einfaches Bestimmungsschema mit dem Sie ihren Boden untersuchen und die Bodenarten einschätzen können.
Zunächst wird eine etwa walnussgroße Menge von der Bodenschicht benötigt, die untersucht werden soll. Diese wird mit Wasser durchfeuchtet und dann gründlich durchgeknetet.

Bestimmungsschema

Hände mit bleistiftdicker Bodenprobe. Die Zusammensetzung eines Bodens, die Bodenart kann mit einfachen Mitteln eingeschätzt werden.

Schritt 1: Die Probe wird zwischen den Handflächen schnell zu einer beistiftdicken Wurst ausgerollt.

  • Nicht ausrollbar, zerfällt: Die Bodenart gehört zur Gruppe der Sande.
  • Ausrollbar: Die Bodenart gehört zu Lehme und Tone.

Schritt 2: Die Bindigkeit der Probe wird zwischen Daumen und Zeigefinger geprüft.

  • Nicht bindig: Die Bodenart ist Sand.
  • Bindig: Die Bodenart ist ein stark lehmiger Sand.

Schritt 3: Die Probe wird auf der Handfläche verrieben.

  • In den Handlinien ist kein toniges Material sichtbar: Die Bodenart ist Sand.
  • In den Handlinien ist toniges Material sichtbar: Die Bodenart ist schwach lehmiger Sand.

Schritt 4: Die Probe wird zu einer Wurst von halber Bleistiftstärke ausgerollt.Hand mit dünner Bodenprobe. Untersuchung der Bodenart. Der geknetete Boden wird zu eine dünnen Wurst gerollt.

  • Nicht ausrollbar: Die Bodenart ist stark lehmiger Sand.
  • Ausrollbar: Die Bodenart ist sandiger Lehm oder Tone.

Schritt 5: Die Probe wird zwischen Daumen und Zeigefinder in der Nähe des Ohres gequetscht.

  • Starkes Knirschen: Die Bodenart ist sandiger Lehm.
  • Kein oder schwaches Knirschen: Die Bodenart ist Lehm oder Tone.

Schritt 6: Jetzt wird beurteilt, wie die Gleitfläche der Quetschprobe aussieht.

  • Gleitfläche stumpf: Die Bodenart ist Lehm
  • Gleitfläche glänzend: Die Bodenart ist Tone.

Schritt 7: Wer mag prüft ein wenig Erde zwischen den Zähnen.

  • Knirschen: Die Bodenart ist lehmiger Ton.
  • Erscheint butterartig: Die Bodenart ist Ton.

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Stand: 01.09.2017

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