Wie man Bodentierchen beobachten kann - Stadt Mülheim an der Ruhr

Wie man Bodentierchen beobachten kann

Wer mehr darüber erfahren möchte, wer im Boden oder vom Boden lebt braucht etwas Geduld, und eine gute Beobachtung.

Untersuchung der Steuschicht im Wald. Hier findet man zersetzes Pflanzenmaterial Die meisten Bodentierchen und Bodenlebewesen können wir auf naturnahen Wiesen und Waldflächen finden. Dort, wo keine Nahrung ist, gibt es auch kein Bodenleben. Für unsere Untersuchung eignet sich am besten ein Laubwaldboden. Bereits beim Besuch dieser Böden sehen wir, dass die Oberfläche mit pflanzlicher Streu bedeckt ist, Blätter, kleine Zweige, Holzreste, Pilze, Moose und Flechten können wir finden. Am besten wir beginnen mit der Untersuchung der Streuschicht. Schichtweise werden die Blätter aufgehoben, bis zur obersten dunkelbraunen Bodenschicht. Hierbei können wir die unterschiedlichen Blätter und Blattreste und auch anderes Material untersuchen. Wie alt ist das Laub und Holz, das wir dort finden wohl? Finden wir Fraßspuren?

Wie lange mag so ein Holz hier schon vermodern?

Im Waldboden finden sich viele Bodentiere, die beispielsweise Holz zersetzen. Auf dem Bild ist eine Assel zu erkennen.Häufig begegnen wir hier bereits Bodenbewohnern, meist sind es Zersetzer. Sie fressen das tote Material und vermengen es mit dem Mineralboden.

Mit einer Becherlupe können so bereits im Gelände Bodentiere beobachtet werden, wie Spinnen, Tausendfüßler, Milben, verschieden Würmer und Schnecken.

Bodenlebewesen lieben die Dunkelheit. Wenn wir wissen wollen, wie viele allein der sichtbaren Tierchen dort leben, entnehmen wir am besten ein Bodenprobe. Diese können wir dann näher untersuchen und auch Bodentiere bestimmen.

Die oberste Bodenschicht im Wald wird untersucht. Vielleicht kann man hier Bodentierchen sehen. Die meisten sind für das menschliche Auge nicht sichtbar. Bodenlebewesen sind sehr klein.

Unter der lockeren Streu finden wir den humusreichen obersten Bodenhorizont. Hier leben die meisten Bodenlebewesen. Dort können wir unsere Bodenprobe entnehmen.

Hierfür drücken wir eine leere Konservendose in den Boden und graben sie vorsichtig aus. Die Dose wird verschlossen. Mit einem Trick können wir später diese lichtscheuen Tierchen aus der dunklen Humusschicht herausbekommen.

Hierfür benötigen wir ein kleines Küchensieb und ein dazu passendes Glas sowie eine Schreibtischlampe mit einer möglichst starken Lichtquelle (60 Watt Glühlampe).
Für die Beobachtung benötigen wir eine Lupe oder ein Mikroskop.

Bau der Bodentierfalle (Berlese Apparatur)

  • Das Küchensieb wird auf das Glas gelegt,
  • nun wird etwa eine Handvoll Bodenmaterial von unserer Bodenprobe in das Sieb gefüllt.
  • Die Lampe wird eingeschaltet und der Lichtstahl wird nun für einige Stunden auf das Bodenmaterial im Sieb gerichtet (Abstand vom Boden zur Lampe etwa 30 bis 40 Zentimeter).
  • Die Tiere fallen in das Glas,
  • nun können die Tiere beobachtet werden.
  • Anschließend geben wir die Tierchen wieder in den Boden zurück.

Gerne verleihen wir Informationsmaterial, Unterrichtseinheiten und einen Bestimmungsschlüssel mit anschaulichen Bildern an Mülheimer Schulen und Kindergärten.

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Stand: 01.09.2017

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