"Wir lieben Fragen" – D115
Start des Regelbetriebs
„Innovation und Bürgerservice mit einem Anruf,“ so fasst Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld das Angebot unter der zentralen Behördennummer 115 zusammen“. Nach zweijährigem Pilotbetrieb in Modellregionen hat sich der neue Bürgerservice bewährt. Sie hilft mit, die Bürgernähe der Verwaltung zu verbessern. Inzwischen haben rund 15,3 Millionen Bürgerinnen und Bürger in acht Bundesländern mit der 115 einen direkten telefonischen Draht in die Verwaltung.
Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich erklärte zum Start des Regelbetriebs am 14. April 2011: „Die 115 ist bereits jetzt das Beispiel für eine gelungene verwaltungsübergreifende Kooperation. Nachdem die Pilotphase nun beendet ist, geht es darum, die Anstrengungen fortzuführen und die 115 als qualitativ hochwertigen Bürgerservice bundesweit zu etablieren.“
Impressionen zum Start des Regelbetriebs von D115 in Berlin
(Foto: Jörg Peter/ zenobi)
Der zum Ende des Pilotbetriebs veröffentlichte Abschlussbericht und die darin enthaltene Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach zum Projekt D115 - die Sie in der Kontextdatei zum Nachlesen finden - verdeutlicht, dass der telefonische Bürgerservice auch im Internetzeitalter kein Auslaufmodell ist. Die Allensbachstudie zeigt auch, dass die 115 auf große Zustimmung stößt: 83 Prozent der Bevölkerung finden es gut, dass es eine einheitliche Behördennummer gibt. Der Abschlussbericht macht zudem deutlich, dass die 115 erhebliche wirtschaftliche Entlastungseffekte für die Verwaltungen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene bietet.
Die Infrastruktur des Regelbetriebs wird gemeinsam von Bund und Ländern finanziert. Der Regelbetrieb stärkt die Verbindlichkeit für die beteiligten Kommunen, Landes- und Bundesbehörden, durch die neue Gremienstruktur werden alle föderalen Ebenen intensiver beteiligt.
Der Pilotbetrieb wurde mit 13 kreisfreien Städten und Landkreisen mit insgesamt rund 10 Millionen Einwohnern, 4 Bundesländern und 14 Bundesbehörden gestartet. Inzwischen ist der Kreis der Modellregionen stark gewachsen.
Mülheim an der Ruhr war von Beginn an dabei
In seiner Sitzung am 7. April 2011 hat der Hauptausschuss daher auch den Beitritt zum Regelbetrieb beschlossen, um den positiv begonnenen Service mit der einheitlichen Behördennummer weiter fortzusetzen. „Für die Stadtverwaltung ist der 115-Service ein Zusatzangebot im ohnehin schon immer weiter ausgebauten Dienst am Kunden. Wir schlagen den Bürgern einen schnellen Pfad durch den Behördendschungel,“ so Erek Robra, Leiter des KommunikationsCenters der Stadt Mülheim an der Ruhr.
Die Bundesverwaltung wird sich bis Ende des Jahres 2011 vollständig mit rund 75 Behörden und Institutionen am 115-Service beteiligen.
"Familienfoto" zum Start des Regelbetriebs zu D115 in Berlin. (Foto: BMI)
Ein weiterer Meilenstein im neuen Regelbetrieb wird die Anpassung der Tarife für die 115-Anrufe sein. Die Tarife werden zum Ende des Jahres 2011 voraussichtlich sinken, und auch die Integration in Flatrates wird durch eine aktuelle Verfügung der Bundesnetzagentur möglich sein. Derzeit kostet ein Anruf bei der 115 aus dem Festnetz der Deutschen Telekom AG 7 Cent pro Minute, die Tarife aus den Mobilfunknetzen liegen überwiegend zwischen 17 und 29 Cent pro Minute.
Weitere Infos unter www.d115.de. Wenn Sie Fragen zur Behördennummer 115 haben, können Sie diese auch direkt an den Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich richten: Im Online-Frageforum des Bundesinnenministeriums unter www.bmi.bund.de.
Anschluss unter dieser Nummer
Die „Einheitliche Behördenrufnummer 115“ des Bundesministeriums des Innern ist nun auch Preisträger im bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“. Die 115 erleichtert den Zugang zu Auskünften über Leistungen der öffentlichen Verwaltungen.
Dr. Hans-Dieter Holtzmann, Direktor Regional Management von der Deutschen Bank in Berlin, zeichnete am 1. Juni 2011 im Rahmen des Aufschalttermins im Saarland die Orientierungshilfe als „Ausgewählten Ort 2011“ aus. Damit ist die „Einheitliche Behördennummer 115“ einer von 365 Preisträgern, die jedes Jahr von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ gemeinsam mit der Deutschen Bank unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten prämiert werden.
Einheitliche Behördennummer 115 behauptet sich im europäischen Vergleich
Die Einheitliche Behördennummer 115 steht im europäischen Vergleich gut da. Zu diesem Ergebnis kommt die im Auftrag des Bundesinnenministeriums erstellte empirische Studie "Einheitliche Behördenrufnummern in der Europäischen Union" des Potsdamer eGovernment Competence Centers IfG.CC.
Mit der Studie wurde erstmals ein Gesamtüberblick über alle in Europa bestehenden einheitlichen Behördenrufnummern erarbeitet. Die Studie zeigt, dass dem telefonischen Zugang zur öffentlichen Verwaltung in Europa eine große Bedeutung beigemessen wird.
Die im Juni 2011 erschienene Studie nebst Anlage finden Sie zum Download in der Datei zum Kontext oder unter www.d115.de direkt auf der Startseite.
Kontakt
Kontext
- Abschlussbericht und die darin enthaltene Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach zum Projekt D115 (Dateigröße: 44 KB/-typ: pdf)
- Anlage zur Studie: Einheitliche Behördenrufnummern im europäischen Vergleich (Dateigröße: 770 KB/-typ: pdf)
- Studie zu Einheitlichen Behördenrufnummern in der Europäischen Union (Dateigröße: 1066 KB/-typ: pdf)
Stand: 28.06.2011







[schließen]
Bookmarken bei